
Zur Kulturgeschichte der Sonifikation
Als Sonifikation wird das Verfahren verstanden, quantitative Daten jedweder Form in Audiosignale zu übersetzen. In den Naturwissenschaften und Künsten kommt es seit den frühen 1990er Jahren zum Einsatz. Das Projekt markiert den Beginn einer Untersuchung der historischen Wurzeln der Sonifikation.
Die zeitgenössische Sonifikation ist aus kulturgeschichtlichem Blickwinkel wesentlich durch zwei Aspekte gekennzeichnet, die bisher selten zusammengedacht wurden: Zum einen meint Sonifikation die Transformation des Unhörbaren in den hörbaren Bereich, zum anderen dient sie als Mittel zum Erkenntnisgewinn durch konkrete Hörerfahrung.
Klangliche Datenrepräsentation spielt in der gesamten Musikgeschichte eine Rolle, ohne dass sie als Sonifikation benannt worden wäre. Zahlreiche Kompositionen, die ihrerzeit unter Stichwörtern wie „Transformation“, „Analogie“, „numerisches Spiel“ oder „algorithmische Komposition“ firmierten, lassen sich im Rückblick als „Datenmusik“ qualifizieren.
Die Vorgeschichte der Sonifikation lässt sich auch anhand der Entwicklung von Medientechnik erzählen: Sie führt über die Erfindungen des Telefons und des Lautsprechers durch Alexander Graham Bell (1876) sowie des Phonographen durch Thomas Alva Edison (1878). Die Speicherung, Reproduktion und Übertragung von Schall ist eine der Voraussetzungen der Sonifikation, in der statt Schallwellen Messkurven abgespielt werden.
ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)
Bild: Alexander Graham Bell
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ORGANISATION
Projektleitung:
Mitarbeit:
Axel Volmar
Claus Noppeney, BFH-WGS
Thomas Gees, BFH-WGS
Projektpartner:
Finanzierung:
Laufzeit:
1/2010-6/2011
