Wie von Geisterhand (2)

Digitalisierung und Analyse von Papierrollen für Reproduktionsklaviere und verwandte Instrumente

 

Im BFH-Forschungsprojekt Geisterhand 1 (2.13) sind die Voraussetzungen geschaffen worden, um Papierrollen verschiedener Fabrikate zu digitalisieren. Das Folgeprojekt arbeitet an der Erschliessung von über 1000 Notenrollen aus dem Bestand des Museums für Musikautomaten im solothurnischen Seewen. Dabei wurde entdeckt, dass die Oberflächen der Rollen vielfach manuell nachbearbeitet worden sind – ein Umstand, der im Computerzeitalter zwar selbstverständlich erscheint, für den Beginn des 20. Jahrhunderts aber umso erstaunlicher ist. Dank ihrer systematischen Erschliessung werden die Musikrollen erstmals in grösserer Zahl für Wissenschaft und Musikpraxis zugänglich und bieten eine wichtige Grundlage für die Erforschung des Interpretationsstils von vor hundert Jahren. Die Resultate der Digitalisierungsarbeit werden in zwei Workshops mit den Schwerpunkten Orgel und Klavier präsentiert, diskutiert und in der Praxis erprobt. Das vom Schweizerischen Nationalfonds unterstützte Forschungsprojekt öffnet somit ein Fenster in die Vergangenheit und macht das Klavier- oder Orgelspiel eines Claude Debussy, Richard Strauss, Max Reger oder Marco Enrico Bossi auch hundert Jahre nach der Aufzeichnung erfahrbar.

 

Publikation

Wie von Geisterhand – Aus Seewen in die Welt – 100 Jahre Welte-Philharmonie-Orgel, hrsg. von Christoph E. Hänggi. Ausstellungskatalog, Seewen: Museum für Musikautomaten 2011.

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

 

TV Beitrag in der Sendung Einstein, SF1, vom 14.1.2010

 

Bild: Aufnahmesitzung mit Eugène Gigout für die Welte-Philharmonie-Orgel, 1912 (Wikipedia)

 

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Daniel Debrunner, BFH-TI

 

Mitarbeit:

Claudio Bacciagaluppi

Michael Harenberg

Edith Keller

Nicola Cittadin

David Gräub, BFH-TI

David Rumsey

Roger Tschanz

 

Projektverantwortung:

Martin Skamletz

 

Partner:

Gerhard Dangel, Augustinermuseum, Freiburg i.Br.
Christoph Hänggi, Museum für Musikautomaten, Seewen
Jean-Claude Pasche, Théâtre Barnabé, Servion
Pio Pellizzari, Fonoteca Nazionale, Lugano
André Scheurer, Uebeschi

 

Finanzierung:

Schweizerischer Nationalfonds (DORE)

 

Laufzeit:

8/2008-7/2010

 

 

Weitere Informationen

Website FSP Interpretation

 
efqm