Visuelle Rhetorik in der Gebrauchsgrafik

Auf der Suche nach rhetorischen Regelwerken und Wirkzusammenhängen in der visuellen Kommunikation

 

Aufrüttelnde Bilder, rote Signalfarbe, extreme Typografie: Wir alle wissen, dass Gebrauchsgrafik Gefühle wecken und Wirkungen erzeugen kann – doch eine designtheoretische Grundlegung dieser Phänomene fehlt bislang. In den rhetorischen Wissenschaften hat die Analyse wirkungsintentionaler Kommunikation hingegen eine lange Tradition. Das Projekt setzt hier an und wendet erstmals Erkenntnisse der Rhetorik umfassend auf das Grafikdesign an. Damit soll eine der wesentlichen Lücken in der Designdisziplin geschlossen werden. Das Ziel ist, langfristig ein neues Forschungsfeld zu begründen, in dem sich der Praxispartner als Fachverlag verstärkt engagieren wird. Die leitende These des Projektes besagt: Die Wirkung visueller Kommunikation folgt (obschon für Gestalterinnen und Gestalter oft unbewusst) rhetorischen Regeln. Im Rahmen des Projektes wurden sowohl für die Gebrauchsgrafik spezifische Wirkungsphänomene untersucht als auch eine übergreifende Übersicht über rhetorische Wirkungen in verwandten Disziplinen wie Architektur und Mode erstellt. Die Ergebnisse werden 2010 im Hermann Schmidt Verlag publiziert.

 

Bild: Alle drei Visitenkarten sollen die fachliche/technische Kompetenz des Optikergeschäfts herausstreichen sowie je eine der folgenden Zusatzwirkungen haben:

A) seriös wirken, auf eine solide Beratung hinweisen,

B) billig wirken, auf Discountangebote des Geschäfts hinweisen,

C) jung/trendy wirken, auf ein modisches Brillenangebot hinweisen.

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Arne Scheuermann

Christian Jaquet

 

Mitarbeit:

Annina Schneller

Simon Küffer

Hélène Jordi-Marguet

 

Kooperationspartner:

Verlag Hermann Schmidt Mainz

Hochschule der Medien Stuttgart

 

Finanzierung:

Schweizerischer Nationalfonds (DORE)

 

Laufzeit:

8/2007–6/2009

 

 
efqm