Forschungs-Mittwoch

jeweils am Mittwoch, 17.00 – 19.00 (14täglich)

 

Der Forschungs-Mittwoch bietet Einblicke in die Forschungstätigkeit der HKB. Die Veranstaltungsreihe präsentiert Forschungsarbeiten und stellt diese zur Diskussion.

Teils werden laufende oder abgeschlossene HKB-Projekte vorgestellt, teils werden nationale und internationale Gäste eingeladen, teils kommen auch Studierende mit ihren Arbeiten und Ansätzen als junge Forschende zum Zug. Neben den Projekten sollen auch Fragen rund um die Bedeutung von Forschung für die Fachbereiche und von Forschung in den Künsten diskutiert werden.

 

Die nächsten Termine im Herbstsemester 2016:

 

  • 21. September 2016, FSP Kommunikationsdesign
  • 05. Oktober 2016, FSP Interpretation
  • 26. Oktober 2016, FSP Kommunikationsdesign
  • 09. November 2016, FSP Intermedialität
  • 30. November 2016, FSP Materialität in Kunst und Kultur
  • 14. Dezember 2016, FSP Intermedialität
  • 11. Januar 2016, FSP Interpretation
  • 18. Januar 2016, FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Details zu den einzelnen Veranstaltungen folgen.

 

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vergangene Veranstaltungen:

 

 

25. Mai 2016, Auditorium, Fellerstrasse 11

Perspektive des Schwergewichts

Entwicklung eines Gerätesets für das Gleichgewichtstraining

 

Gäste: Eling De Bruin, Prof. Dr. Bewegungswissenschaften und Sport, ETH Zürich, und Monica Gillette, Tänzerin Theater Freiburg

Organisation: FSP Intermedialität

 

Stürze können dramatische Folgen haben im Leben von älteren oder sturzgefährdeten Personen. Sie bedrohen die Vitalität, Alltagsabläufe und die verschiedensten Aktivitäten und Interaktionen.

 


Die präsentierte KTI-Studie evaluiert die Machbarkeit eines Gerätesets für das dynamische Gleichgewichtstraining, das Stürze vermindern oder vermeiden helfen soll. Das Set besteht aus einer Videobrille, einem iPhone, einer Halterung und einer Smartphone-Applikation. Auf spielerische Weise ermöglicht es ein visuelles Biofeedback, das helfen soll, die Schwankungen des Rumpfes zu vermindern.

 


Die vorgestellte Studie ist eine Kooperation zwischen dem Forschungsschwerpunkt Intermedialität/Medialab der HKB, der Physiotherapieforschung des WGS und des Ortho-Team, einer Firma mit Spezialisierung auf Medizinaltechnik. Das Forschungsteam präsentiert den Stand der Forschung und diskutiert mit Monica Gillette, Tänzerin am Theater Freiburg, und Eling De Bruin, Bewegungswissenschafter der ETH Zürich.

 

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18. Mai 2016, Multifunktionsraum, Schwabstrasse 10

Sichtbares und Unsichtbares

 

Produktion und Zirkulation von Bildern in Zeiten von Krieg, Migration und Asyl

Gäste: Gian-Reto Gredig, Martina Kamm, Dana Pedemonte
Organisation: FSP Intermedialität und FSP Kommunikationsdesign

 

Der Forschungsrat der HKB hat sich zum Ziel gesetzt, sich in wiederkehrenden Abständen den drängenden Fragen nach Krieg, Vertreibung und Asyl zuzuwenden. Die Veranstaltung bildet den Auftakt dazu.

  

Die Künstler Goran Galic und Gian-Reto Gredig sprechen über ihre Arbeiten „Photographers in Conflict“ und „Ma bice bolje“. Hierbei bringen sie als Fotograf und als Ethnologe zwei disziplinäre Herangehensweisen zusammen. Verschiedene Kompetenzen verbinden auch Martina Kamm und Dana Pedemonte: Die Migrationsexpertin und die Designerin sind Begründerin und Mitarbeiterin von „FaceMigration“, einer Plattform, die Phänomene der Migration interdisziplinär zu erforschen sucht.

 


Die Präsentation ihrer Arbeiten soll einen Dialog darüber ermöglichen, wie man Bilder von Krieg und Flucht, aber auch Ankommen, Integration und Zusammenleben zeigen kann, ohne (zu rasch) in vorgefertigte Kategorien zu geraten, die kaum weniger leisten, als Annahmen und Stereotypien zu reproduzieren.

 

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04. Mai 2016, Veress Saal, Papiermühlestrasse 13

Holzblasinstrumente

 


Gäste: Studierende und Dozierende der HKB sowie Gäste spielen ausgewählte Instrumente an

Moderation: Adrian v. Steiger

Organisation: FSP Interpretation

 

Historische Blasinstrumente aus Holz sind für die Konservierung und Erforschung zum einen von hohem Interesse (Stimmtonhöhen, mechanische Systeme), zum anderen höchst anspruchsvoll (Schäden, Originalzustand, Rohrblätter und Hülsen, Interpretation der Ergebnisse). Der Forschungs-Mittwoch diskutiert diese Themen und stellt damit die zentrale Frage, ob und unter welchen Umständen die Instrumente gespielt, kurz angeblasen oder gar nicht gespielt werden dürfen.

 

Im Rahmen des Projekts wurden eine Auswahl von Instrumenten aus der Sammlung Burri durch Andreas Schöni restauriert. Sie werden am Forschungs-Mittwoch gespielt und vorgestellt. Danach stehen sie als «klingende Sammlung von Holzblasinstrumenten » für Spielversuche und vertiefte Erfahrungen zur Verfügung. Das können Bachelorarbeiten (wovon zwei im FS 2016 entstehen), Kammermusikkurse u.ä. sein.

 

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20. April 2016, ONO, Kramgasse 6, Bern

pARTicip - Kunst im öffentlichen Raum neu entdecken

 

Begrüssung: Nikolaus Wenger, Visarte Schweiz

Vortrag und Präsentation: Kristina Herbst und Beat Fasel

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Zahlreiche Städte in der Schweiz bieten ein vielfältiges Kulturleben für Einwohnerinnen und BesucherInnen. Nicht nur Museen, Kunstvereine und Galerien laden zu Auseinandersetzungen mit Kunstwerken ein. Weit zahlreicher finden solche Begegnungen im öffentlichen Raum statt, wo Passanten zu jeder Tages- und Nachtzeit auf Kunstwerke treffen. Kunst im öffentlichen Raum ist weltweit in fast allen Städten zu finden, jedoch stehen viele Kunstwerke ohne jegliche Erklärung im Aussenraum – weder Künstlerin noch Titel einer Arbeit sind für die Betrachter in Erfahrung zu bringen.

 


Dies ändert sich nun mit der neu entwickelten App pARTicip. Die an der Hochschule der Künste Bern HKB in einem SNF AGORA Projekt entstandene App pARTicip möchte einen Beitrag leisten, Kunst im öffentlichen Raum erfahrbar zu machen. Im selben Moment möchte sie Kunstinteressierte und –besitzerInnen an der Erfassung von Kunstwerken und deren Erhalt beteiligen.

 


Die kostenlose App ist für Smartphone und Tablet im AppStore und Google Play ab dem 20.04.216 erhältlich. Weitere Informationen finden Sie auf particip-app.ch.

 

Kontakt bei Fragen rund um die App oder zur Veranstaltung / Anmeldungen an: kristina.herbst@remove-this.bfh.ch. Im Anschluss laden wir Sie gern zu einem Apéro ein.

 

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30. März 2016, Auditorium, Fellerstrasse 11

Einblicke in die Geschichte der Fotorestaurierung

 

Gast: Mogens S. Koch

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Die Erhaltung von fotografischem Material ist seit der Erfindung der Fotografie ein Problem. Ursprünglich kümmerten sich die Fotografen selbst um die "Reparatur" ihrer Fotografien. Heute geht es Historikern und Restauratoren vor allem darum, die ursprüngliche Fotografie zu bewahren.

 

Der Vortrag beleuchtet die Hintergründe der Fotorestaurierung von Beginn an bis hin zum heutigen Stand der Konservierung und Restaurierung. In diesem Rahmen wird ein Überblick über Institutionen, Ausbildungsstätten und Personen gegeben, die bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung des heute erreichten Niveaus der Fotorestaurierung nahmen.

 

Die historische und ästhetische Entwicklung fotorestauratorischer Methoden wird anhand ausgewählter Verfahren aufgezeigt, ganz nach dem Motto "Weniger ist mehr" oder, wie es in Dänemark heisst: "Behalten Sie die Hände in der Tasche".

 

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9. März 2016, AULA PROGR, Waisenhausplatz 30

Forschungsapéro

 

Am neunten Forschungsapéro präsentiert die HKB-Forschung nebst dem neu lancierten BFH-Zentrum „Arts in Context" das breite Spektrum ihrer Forschungstätigkeit. Forschende geben Einblick in die Vielfalt der aktuellen Projekte - mit zwei Vorträgen, im Rahmen einer interaktiven Ausstellung und einer Posterpräsentation. Herzlich willkommen!

 

Programm

 

Begrüssung

BFH-Zentrum „Arts in Context"

Thomas Gartmann

 

„CommuniCare" (SNF)

Minou Afzali

 

„Kultsounds" (SNF)

Immanuel Brockhaus

 

Apéro in interaktiver Ausstellung

Mit Beiträgen der Projekte: „4D-Dokumentation der Ulrichskapelle in St. Johann, Müstair“ I „Von der Alp auf die Geige“ I „Die historischen Blechblasinstrumente“ I „Thermische Schichtprüfung“ I, „Kontrabassklarinette“ I „Patientenbögen“ I „pARTicipate“

 

Mittwoch, 9. März 2016

18 Uhr, AULA

PROGR - Zentrum für Kulturproduktion

Waisenhausplatz 30

3011 Bern

Anmeldung an: research@remove-this.hkb.bfh.ch

 

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24. Februar 2016, Auditorium, Fellerstrasse 11

Digitalisierung und Visualisierung in populärer Musik und Design

  

Moderation: Thomas Burkhalter

Organisation: FSPs Kommunikationsdesign und Interpretation

 

Durch technologische Entwicklungen wie Digitalisierung und Virtualisierung hat sich nicht nur die Arbeitsweise von Popmusikern und Designern verändert, sondern auch die Ästhetik der daraus entstandenen Produkte. Welche Schnittmengen oder Analogien zwischen Popmusik und Design sind diesbezüglich festzustellen? Wie haben sich Produktion, Verbreitung und Vertrieb in beiden Bereichen verändert? Diese Fragen werden in Form zweier Thesen anhand von exemplarischen Bild- und Tondokumenten aus der jeweiligen disziplinären Perspektive erörtert und anschliessend in einer Podiumsdiskussion auf einer trans- und interdisziplinären Ebene verhandelt. Die traditionellen Berührungspunkte wie Cover Art, Konzertplakate und Poster Design, aber auch erweiterte Formen, wie die Gestaltung von Bühnenshows oder Musikstreaming-Diensten bieten sich als Diskussionspunkte an.

 

Kurzvorträge und Diskussion mit Peter Wicke (Humboldt-Universität Berlin), Evert Ypma (Hochschule Luzern) und Immanuel Brockhaus

 

Apéro im Anschluss

 

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20. Januar 2016, Multifunktionsraum, Schwabstrasse 10

Visualisierung und Medizin, Zwei Vorträge und ein Gespräch

 

Gäste: Michael L. Geiges, Sabine Affolter

Organisation: FSPs Materialität in Kunst und Kultur und Kommunikationsdesign

 

Michael L. Geiges: Historische Wachsmoulagen in der universitären Lehre 

Hautkrankheiten sind sicht- und tastbar. Schon sehr früh etablierten sich naturgetreue dreidimensionale Wachsnachbildungen zur Schulung des diagnostischen Blicks. Mitte des 20. Jahrhunderts wurden diese so genannten Moulagen allerdings durch moder­ne technische Bildverfahren (Farbfotografie, Videoübertragung) aus dem Hörsaal ver­drängt. Umso spannender ist ihre aktuelle internationale Wiederentdeckung als Lehr­mittel an den Universitäten.


Sabine Affolter: Dolografie. Eine Kommunikationshilfe für die Schmerztherapie

Dolografie unterstützt die Kommunikation zwischen Fachperson und Patient/in, indem sie das differenzierte Sprechen über verschiedene Komponenten von Schmerz durch abstrakte Bilder unterstützt. Das Instrument wurde von den Kommunikationsdesigne­rinnen Affolter/Rüfenacht entwickelt und in Zusammenarbeit mit Dr. Niklaus Egloff in schmerztherapeutischen Gesprächssituationen am Inselspital Bern validiert. Das Pro­jekt gewann 2013/14 den Design Preis Schweiz in der Kategorie «Research» und er­hielt 2014 den Vermarktungsbeitrag der Berner Design Stiftung.

 

Apéro im Anschluss

 

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06. Januar 2016, ONO, Kramgasse 6, Bern

Höher, schneller, schöner? - Hochleistung in Musik und Wirtschaft

 

Gäste: Andreas Gurtner, Tobias Pfleger

Organisation: FSP Interpretation

 

Wie gelangen aus Spezialisten zusammengesetzte Teams zu Höchstleistungen? Wie funktionieren, kommunizieren und interagieren solche Teams in der Musik und was könnte die Wirtschaft daraus lernen? Musikwissenschaftler, Psychologin, Wirtschaftsexperte und Bassistin hefteten sich an die Fersen von drei Musikensembles, beobachteten Probenprozesse, führten Interviews und werteten Fragebögen aus. Das gemischte Team aus HKB und Fachbereich Wirtschaft der Berner Fachhochschule präsentiert seine Ergebnisse und stellt seine Folgerungen zur Diskussion.

 

Forschungsteam: Andrea Gurtner, Tobias Pfleger

Podiumsgespräch mit Graziella Contratto (Dirigentin und Fachbereichsleiterin Musik), Reinhard Riedl (Forschungsleiter Fachbereich Wirtschaft), Meret Lüthi (Künstlerische Leiterin Les Passions de l’âme), Jens Schubbe (Künstlerischer Leiter Collegium novum Zürich) und Xavier Zuber (Opern- und Konzertdirektor Konzert Theater Bern)
– Diskussionsleitung: Thomas Gartmann 

Eine Veranstaltung zum Projekt Hochleistungsteams in Musik und Wirtschaft

 

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25. November 2015, Musikschule Konservatorium Bern, Grosser Saal, Kramgasse 36

Vítězslava Kaprálová - Zum 100. Geburts- und 75. Todestag

  

Gäste: Volker Timmermann, Irène Noguchi-Bigler

Organisation: FSP Interpretation

 

Dass Frauen komponieren, war auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts nicht der Regelfall. Und für das Streichquartett als eine der Königsdisziplinen der Komposition galt das ganz besonders – nur schon Frauen als Interpretinnen von Streichquartetten waren eine Rarität. Nichtsdestotrotz widmete sich Vítězslava Kaprálová 1935/36 als junge, erst zwanzigjährige Komponistin dieser Gattung. Folkloristische Elemente ihrer tschechischen Heimat nahm sie dabei ebenso auf wie Klangwirkungen der französischen Impressionisten.

 

19 Uhr Vortrag:

Referent: Volker Timmermann (Sophie Drinker Institut, Bremen)

Begrüssung: Irène Noguchi-Bigler (Wiss. Mitarbeiterin MA Music Performance)

Organisation: FSP Interpretation

 

20 Uhr Konzert:

ARIA Quartett (Basel/Bern)

Barbara Doll, Adelina Oprean, Gertrud Weinmeister, Conradin Brotbeck

 

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04. November 2015, HKB Fachbereich Theater, Zikadenweg 35

Musikalität und Musikalisierung: Dispositive und Strategien des Theaters

 

Gastredner: Prof. Dr. David Roesner

Forschende: Julia Kiesler, Claudia Rastetter

Organisation: FSP Intermedialität

 

Das SNF-Forschungsprojekt „Methoden der sprechkünstlerischen Probenarbeit im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater“ setzt sich mit Prozessen der Probenarbeit im Theater der Gegenwart, insbesondere hinsichtlich der Texterarbeitung auseinander. Im Zusammenhang mit den zu beobachtenden Musikalisierungstendenzen laden wir als Gastredner Prof. Dr. David Roesner, Professor für Theaterwissenschaft an  der Ludwig-Maximilians-Universität München, ein. In seinem Vortrag wird David Roesner über aktuelle Tendenzen und Verfahren im zeitgenössischen Theater berichten. So wird er das Feld der Musikalisierung bzw. der Musikalität des Theaters umreißen, in dem er seit mehreren Jahren intensiv forscht und publiziert. Bezug nehmen wird er dabei auf zwei Inszenierungen von Claudia Bauer und Susanne Kennedy, die im Rahmen des Forschungsprojekts (FSP Intermedialität) untersucht werden.

 

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14. Oktober 2015PROGR, Raum 369, Waisenhausplatz 30

Empfänger unbekannt?!

 

Gäste: Johanne Mohs, Cornelia Wild (Ludwig-Maximilian-Universität München), Christine Göttler (Universität Bern)

Organisation: FSP ­Intermedialität

 

Als Ferngespräch mit einer unbekannten Leserschaft wird die Tätigkeit des Schreibens meist mit einer notwendigen Abkehr von Geselligkeit und zwischenmenschlichem Austausch in Verbindung gebracht. Schreibende beteiligen sich an einem von Menschen, Zeiten und Orten losgelösten Dialog, der mehr einem Zirkulieren von Aussagen gleicht als einem Wortwechsel zwischen zwei konkreten Gesprächspartnern.

Anhand eines Forschungsvorhabens von Johanne Mohs soll diskutiert werden, inwiefern sich der Einsamkeitstopos in der Frühgeschichte der Schreibszene auch mit Gesprächsidealen ergänzen oder von diesen konterkariert werden kann. Die Vorstellung, während des Schreibens werde ein stummer Dialog mit einem höheren Wesen geführt, bekommt mit der Herausbildung individueller Autorschaft im 16. und 17. Jahrhundert eine weltliche Dimension. Der Forschungsmittwoch widmet sich der Frage, wie sich diese Schräglage in den Poetiken und Werken der Zeit widerspiegelt.

 

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07. Oktober 2015, Auditorium, Fellerstrasse 11

Design für die Psyche – ­Designinterventionen

  

Gast: Ute Ziegler

Organisation: FSP Kommunikationsdesign

 

Wie Designinterventionen das Wohlbefinden traumatisierter Menschen beeinflusst, hat ein Forschungsprojekt der Hochschule Luzern D&K untersucht. In einer Psychiatrischen Klinik wurde in partizipativen Prozessen mit Patienten, Pflegenden und Therapeuten der Prototyp Modularer Kokon entwickelt, implementiert und getestet. Das Projekt hat zwei Methoden miteinander verschränkt: Evidence und Experience based Design. Beim Evidence based Design wird auf bereits bestehende Erkenntnisse, wie beispielsweise die der Lichtforschung in der Chronobiologie zurückgegriffen. Beim Experienced based Design werden die unterschiedlichen Stakeholder in Form von Interviews, Workshops und Co-Designs mit in den Forschungsprozess eingebunden.

 

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23. September 2015, grosser Konzertsaal, Papiermühlestrasse 13d

"Von der Alp auf die Geige"

  

Gäste: Wilhelm Geipel, Wolfgang Frank

Organisation: FSP Interpretation

 

Die Herstellung von Musiksaiten aus Darm hat im 20. Jahrhundert einen grundlegenden Wandel durchlaufen, der sich auf die spezifischen Eigenschaften der Saite auswirkt. Mit den Herstellungsverfahren historischer Darmsaiten beschäftigt sich das Forschungs­projekt der HKB und HAFL Von der Alp auf die Geige. Dabei werden auch diejenigen Sai­ten zum Klingen gebracht, die im Rahmen des Projektes nach historischen Verfahren hergestellt worden sind (in Quartettbesetzung mit Dozierenden und Gästen der HKB).

Aufgrund der Beschaffenheit dieser experimentellen Darmsaiten, die sich im Bezug auf Ausgangsmaterial, verarbeitete Bestandteile und Herstellungsprozesse wesentlich von modernen Darmsaiten unterscheidet, verspricht dieser Forschungs-Mittwoch ein ganz besonderes Ereignis zu werden.

 

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27. Mai 2015, Grosse Aula, Fellerstrasse 11

"Mapping – Zur Neutralität als rhetorischer Effekt"


Co-Referentin: Annina Schneller

Gast: Pierre Smolarski

 

Organisation: Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign

 

Informationsdesign beruht auf Mapping. Und Mapping ist – vereinfacht gesagt – eigentlich nichts anderes als eine Abbildungsfunktion: Elemente der einen Menge werden auf Elemente der anderen Menge abgebildet. Das ist die Grundfunktion bei Reglern für den Herd, Lichtschalterreihen, aber eben insbesondere auch und vor allem bei Karten und Plänen. Dass eine solche Abbildung nützlicher oder weniger nützlich, verständlicher oder weniger verständlich sein kann, ist klar. Nicht jedes Mapping ist gleich gut im Sinne seiner ‚usability‘. Aber können Mappings darüber hinaus auch rhetorisch interessant sein? Wie erzeugen sie ‚Vertrauen‘? Wie werden sie glaubwürdig? Haben sie direkten Einfluss auf die Art und Weise wie wir bspw. den abgebildeten Raum wahrnehmen? Wie wir uns in ihm bewegen und wohin? Wie realisieren Mappings eine rhetorische Einflussnahme? Der Vortrag geht damit einer Frage nach, zu der in Bern schon länger geforscht wird: Was ist eine Rhetorik der Neutralität?

 

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13. Mai, Multifunktionsraum, Schwabstrasse 10:

 "Connected in Isolation"

Gäste: Michael Hiltbrunner, Eva Inversini

Organisation: Forschungsschwerpunkt Intermedialität

 

In einem forschenden Kunstprojekt haben Jacqueline Baum und Ursula Jakob sich mit dem Thema der Isolierung und Reproduktion von Natur auseinandergesetzt. Ihre Recherche galt Aspekten der Botanik, der naturalistischen Darstellung von Blumen in verschiedenen Medien, der In-Vitro-Reproduktion von Pflanzen sowie der monokulturellen Tulpenzüchterei in Holland. Ziel ist es, mit einer raumfüllenden, multimedialen Installation Bezüge herzustellen zwischen künstlerischen und wissenschaftlichen Isolierungs- und Transformationsprozessen anhand der Blume als vergleichbarem Objekt der Natur. Wie unterscheiden sich die beiden Vorge­hensweisen prinzipiell und was verändert sich aus der jeweils anderen Perspektive darauf? Mit künstlerischen Mitteln soll das anfänglich Isolierte durch Gegenüberstellungen neu verbunden werden.

 

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29. April, Multifunktionsraum, Schwabstrasse 10:

"Was hilft 3D-Druck der Kunst?"

 

Gast: Manfred Hofmann

Organisation: Forschungsschwerpunkt Materialität in Kunst und Kultur

 

3D Druck ist in den letzten Jahren sehr bekannt geworden als Oberbegriff für eine Familie von Technologien zum computergesteuerten Zusammenfügen von Objekten aller Art durch den Aufbau aus individuell geformten Schichten. Wenn auch ursprünglich als rationelle Methode für den Modell- und Prototypenbau konzipiert, haben schon bald kreative Anwender und For­schende die verfügbaren Geräte für ihre Zwecke eingesetzt, darunter auch Künstlerinnen und Künstler für ihre Kreationen. Der entscheidende Vorteil ist die freie Gestaltung von beliebig komplexen und neuartigen Strukturen im Computer, die dann automatisch und ohne besonde­ren Aufwand gebaut werden.
Zu der vor praktisch 30 Jahren entwickelten Stereolithographie wurden sukzessive weitere Methoden konzipiert und teilweise kommerzialisiert, wobei jede spezifische Eigenschaften und Möglichkeiten aufweist, besonders in der Auswahl von Materialien und der Oberflächen-strukturen. Von den ursprünglich polymer-basierten Werkstoffen wurde die Palette auf Metalle, mineralische und andere Verbindungen erweitert. Für die meisten Prozesse sind aber diese Ma­terialien spezifisch für den entsprechenden Bauprozess zugeschnitten und entsprechen nicht immer den üblichen Materialeigenschaften. Über die materiellen Eigenschaften und Einsatz­möglichkeiten von 3D-Druckern für das Kunstschaffen referiert Herr Manfred Hofmann von 3D-Systems. Hugo Ryser vom HKB-MediaLab wird anschliessend den hauseigenen 3D-Drucker präsentieren.

 

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15. April, Raum 404, Zentweg 27:

Opernparaphrasen für Klavier in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Quellen für die Aufführungspraxis

 

Gäste: Chanyapong Thongsawang

Organisation: FSP Interpretation

 

In der Opernparaphrase, einer besonders beliebten Gattung der Klaviermusik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, lebten Komponisten wie Joseph Woelfl, Carl Czerny, Ignaz Moscheles, Friedrich Kalkbrenner, Henri Herz, Franz Liszt oder Sigismund Thalberg nicht nur brillante Virtuosität aus, sondern sie imitierten auch durch Manieren und Phrasierungen die unmittelbar auf der Bühne erlebten Vokalkompositionen, hielten deren Ausführung in ausführlichen Angaben zu Artikulation, Dynamik, Agogik, Rhythmik und Ornamentik schriftlich fest und hinterliessen uns damit Hinweise, die für den heutigen Umgang mit den ursprünglichen Opernvorlagen von hoher Bedeutung sein können. Der Vortrag präsentiert zunächst einen Überblick über die Opernparaphrasen für Klavier. Dann werden spezifische Beispiele aus 4 Fantaisies dramatiques op. 72 von Ignaz Moscheles vorgestellt, in denen die genaue Nachahmung der Interpretation von drei berühmten Primadonnen zu finden ist. Schliesslich wird anhand einer Auswahl von Paraphrasen bekannter Opernarien gezeigt, wie unterschiedlich die Bearbeitungen von verschiedenen Komponisten sein können.

 

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25. März, Kammermusiksaal 001, Papiermühlestrasse 13a

Kombinationstöne und Tartinis "terzo suono"

 

 

Gäste: Angela Lohri

Organisation: FSP Interpretation

 

Kombinationstöne stellen ein vielschichtiges akustisches Phänomen dar, dessen Erforschung Musiker und Wissenschaftler herausfordert. Umfangreich untersucht wurden die Kombinationstöne erstmals von Giuseppe Tartini, der das Phänomen 1714 entdeckte. Er beobachtete auf der Geige, dass Zweiklänge einen leise mitschwingenden "dritten Ton" (terzo suono) erzeugen. Während Tartini bei Zweiklängen nur einen Kombinationston beschrieb, ist heute erwiesen, dass je nach Intervall mehrere Kombinationstöne gleichzeitig auftreten können.

 

Wie Tartinis terzo suono heute verstanden werden kann und wo die Berührungspunkte und Diskrepanzen zwischen seinen Auffassungen, modernen Hörtheorien und Konzepten anderer Kombinationsforscher liegen, untersuchte die Geigerin und HKB-Absolventin Angela Lohri im Rahmen ihres Doktorats an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Die daraus entstandene Dissertation Kombinationstöne und Tartinis "terzo suono" synthetisiert eigene und bereits vorhandene Forschungsergebnisse aus mehreren Disziplinen. Im Besonderen werden jene Aspekte beleuchtet, die für die Musikpraxis von Bedeutung sind. Mit Klangbeispielen auf der Violine wird den Zuhörenden ein praktischer Zugang zum Thema geboten.

 

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11. März, Auditorium, Fellerstrasse 11

Schluss mit dem Theater!? - Aktuelle Methoden der Probenarbeit im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater

Gäste: Julia Kiesler, Claudia Rastetter

Organisation: FSP Intermedialität

 

Auf der Bühne des zeitgenössischen Theaters hat sich der Umgang mit Texten, mit gespro­chener Sprache und mit Stimme grundlegend verändert. Texte werden chorisch gesprochen, sie werden musikalisiert und rhythmisiert, monologisierend statt dialogisch gestaltet, und sie sind nicht mehr unbedingt in die Repräsentation von Handlungen und schauspielerische Vorgänge auf der Bühne eingebunden. Das SNF Forschungsprojekt „Methoden der sprech­künstlerischen Probenarbeit im zeitgenössischen deutschsprachigen Theater“ untersucht anhand verschiedener Probenprozesse Herangehensweisen und Verfahren der Textarbeit, die mit traditionellen Theaterpraktiken brechen und veränderte Darstellungs- und Sprechfor­men hervorbringen. Im Zentrum des Forschungs-Mittwochs stehen Musikalisierungsprozes­se im Theater, die anhand der beobachteten Probenprozesse beispielhaft beleuchtet werden. Darüber ins Gespräch kommen wir mit dem Musiker, Theaterpädagogen und Sprechwissen­schaftler Hans Martin Ritter, der viele Jahre in der Schauspielausbildung tätig war. Eröffnet wird der Abend mit der vocal performance „Alles“ von und mit Cornelius Danneberg nach der gleichnamigen Erzählung von Ingeborg Bachmann.

 

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4. März, PROGR, Aula

Forschungsapéro 2015, 18.00h

 

Programm

Postersession

Begrüssung: Eine Strategie der Öffnung, Moderation / Thomas Gartmann

Pedestrian Flow Visualization / Beat Hürzeler (SBB), Jimmy Schmid

Connected in Isolation / Jacqueline Baum, Priska Gisler, Ursula Jakob

Künstlerfarben aus Tempera / Stefan Zumbühl

Moving Meyerbeer / Laura Möckli, Florian Reichert; mit dem melodramatischen

Beitrag Der Tod und das Mädchen von Melina Pyschny (Schauspiel/Gesang) und

Pawel Mazurkiewicz (Klavier)

Apéro 

 

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25. Februar, Multifunktionsraum, Schwabstrasse 10:

 

König Ludwigs Venusgrotte – High-Tech von 1880

Gast: Klaus Häfner

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Die Venusgrotte im Park von Schloss Linderhof wurde von 1876 bis 1877 von König Ludwig II erbaut. Die künstliche Grotte war für die private Nutzung des Königs gedacht. Als Vorbild diente die Blaue Grotte von Capri, das Bühnenbild der Oper Tannhäuser von Richard Wagner und Beispiele künstlicher Grotten in Frankreich. Zur Imitation der Felswände ist in das Bauwerk eine durchgehende kulissenartige Drahtputzkonstruktion einbeschrieben. Durch die täuschend echt nachempfundenen Formen der Felsformationen und durch den Einsatz modernster Technik von 1880 entstand die nahezu perfekte Illusion einer monumentalen Tropfsteinhöhle. Herabfallende Teile der armierten Grottenschale machten vor einigen Jahren jedoch die Sicherung der Besucherwege durch ein Schutznetz nötig. Ziel des seit ca. 2 Jahren erarbeiteten Erhaltungskonzeptes ist das gefahrlose Betreten der Grotte für BesucherInnen. Alle Massnahmen zur Sicherung der Grotte sollten denkmalpflegerischen Ansprüchen genügen und einen möglichst grossen Teil des Bestandes erhalten helfen.

 

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21. Januar, Auditorium, Fellerstrasse 11:

 

Design for [De]Growth – How can we shape the things to come?

Gast: Laura Popplow

Organsation: FSP Kommunikationsdesign

 

Design verändert sich, genau wie die Welt sich verändert. In den letzen Jahren sind nicht nur neue Disziplinen wie Servicedesign oder Design for Sozial Innovation entstanden, auch die traditionellen Designdisziplinen, wie etwas das Kommunikationsdesign, verändern sich.

Während vor ein paar Jahren noch die Digitalisierung als die grösste Umwälzung erschien, bestimmen nun zunehmend Themen aus dem sozialen und ökologischen Kontext die Arbeit des Gestalters und verändern Arbeitsweise und Ergebnisse. "Es wird Zeit, dass Design sich einmischt und sich die Finger schmutzig macht." (Florian Pfeffer)

 

Wie Design aussehen kann, das in die Zukunft blickt, was daran anders ist als in den 1970er Jahren und warum wir kein kritisches, sondern ein kompositorisches Design brauchen, soll u.a. mit Bruno Latour und anhand praktischer Beispiele in einer Auslegeordnung diskutiert werden. 

 

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7. Januar, PROGR, Raum 369:

 

Multiple Subjectivities. Reconsidering identity and self-imaging in the ethnographic photo archive

Gast: Anke Bangma

Organisation: FSP Intermedialität

 

Our understanding of the history of photography is changing as more and more attention is paid to photography outside the limited frame and narrative of the west. This talk will explore how new approaches may open up other histories within the ethnographic photo archive. How did photography serve practices of self-fashioning of a multiplicity of subjects? Can we recover any agency or subjectivity from colonial portraiture, which was so invested in constructing images of 'others'? What role can artists plan in this?

 

Anke Bangma is Curator Photography and Contemporary Art at the National Museum of World Cultures (Amsterdam/Leiden). She has worked with artists such as Mathilde ter Heijne, Erick Beltran and Jompet Kuswidananto. Recent projects include the exhibition 'Look at Me' and the conference 'Imagined Selves: Photography, Self-Fashioning and the Archive' (2014). She is also supervisor for the Nordic Artistic Research Fellowship Programme.

 

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3. Dezember, PROGR, Raum 369:

 

Schreiben im Zwiegespräch

Organisation: FSP Intermedialität

  

In verschiedenen Momenten ihres literarischen Arbeitens öffnen AutorInnen ihre Werkstatt und suchen das Gespräch über entstehende Texte. Das Forschungsprojekt Schreiben im Zwiegespräch fokussiert diese geöffnete Schreibszene und fragt danach, wie sich der Austausch mit einem "unsichtbaren Zweiten" bei der Genese von literarischen Texten niederschlägt, wie mit erfahrungsbasierten Begleitprozessen im Mentorat oder Lektorat umgegangen wird und welche Autorschaftsmodelle dabei eine Rolle spielen.

Am Forschungsmittwoch sucht das Forschungsteam das Gespräch mit zwei Gästen, die sich eingehend mit literarischen Schreibprozessen beschäftigt haben. Sandro Zanetti und Claudia Dürr reagieren auf erste Beobachtungen und Hypothesen zu einer unlängst begonnenen Datenerhebung in literarischen Schreibausbildungen an Hochschulen und Verlagshäusern. Im erweiterten Dialog mit dem Publikum sollen ausserdem die grundsätzlichen Potenziale des Forschungsprojekts diskutiert werden.

 

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19. November, Raum 110, Schwabstrasse 10:

 

Bethan Huws über Marcel Duchamp 

Referat von Hans Rudolf Reust

Organisation: FSP Interpretation

 

"Research Notes"

Während Jahren hat die Künstlerin Bethan Huws (*1961) mehrere tausend Seiten mit Notizen zum Werk von Marcel Duchamp (1887–1968) verfasst. Begleitend zur Ausstellung einer Auswahl von Blättern aus diesem beeindruckenden Konvolut im Kunstmuseum Bern (,Reading Duchamp – Research Notes 2007–2014‘) finden am 18. November, am 9. Dezember und am 27. Januar drei Workshops zur Rezeption dieser umfassenden Arbeit statt. Insbesondere der dritte Abend wird auf die Frage eingehen, wie sich kunsthistorische Forschung, artistic research und research by an artist in an artwork unterscheiden. 

Der Input am Forschungs-Mittwoch wird versuchen, diese konkrete Praxis einer Künstlerin in einen Kontext zu stellen. Dabei sollen erste Thesen gewagt werden im Hinblick auf ein Forschungsprojekt zur systematischen Rezeption von KünstlerInnen durch KünstlerInnen.

 

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5. November, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

 

Vom Archiv ins Konzert. Resultate, Beobachtungen, Thesen aus einem gemeinsamen Seminar der Universität Bern und der HKB  

Manuel Bärtsch, Sebastian Bausch (HKB) 

Cristina Urchueguía, Silja Reidemeister (UniBE)

Musikalische Umrahmung: Malwina Sosnowski (Violine), Sebastian Bausch (Klavier) 

Organisation: FSP Interpretation

 

Der russische Komponist Schweizer Abstammung Paul Juon (1872–1940), dessen Lebensweg von Moskau über Berlin und Baku nach Vevey führte, schuf ein Gesamtwerk von beeindruckender musikalischer Vielfalt und stilistischer Komplexität, das heute weitgehend vergessen ist. Sein in der Universitätsbibliothek Lausanne aufbewahrter Nachlass enthält eine Fülle von Skizzen, Reinschriften, Drucken und korrigierten Partituren. Dieses Material ermöglicht einen überaus detaillierten Einblick in seine Schaffensweise, wie ein gemeinsam veranstaltetes Seminar des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Bern und der HKB im Frühjahr 2014 zeigte. Dozierende und Studierende stellen eine reizvolle Utopie zur Diskussion: Eine moderne Gesamtedition dieses Nachlasses würde nicht nur einen interessanten Komponisten ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zurückbringen, sondern könnte musikalische und wissenschaftliche Erkenntnisse generieren, die weit über die Person Juon hinausreichen. Als realistische Zukunftsperspektive folgt aus diesen Überlegungen: Edition ist schon aus systemischen Gründen ein ausgesprochen produktives Thema für die Zusammenarbeit der so unterschiedlichen Hochschulen. 

Als klingende Beispiele werden die Geigerin Malwina Sosnowski und der Pianist Sebastian Bausch zwei Sätze aus Violinsonaten Juons zur Aufführung bringen. Eine davon stammt aus einem Manuskript aus Juons Jugendzeit.

 

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22. Oktober, Auditorium, Fellerstrasse 11

 

Referat von Wolfgang Hesse: Wir belichten hart und zeigen ohne Retusche… Arbeiterfotografie zwischen Dokument und Erfindung

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Seit der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert konnten es sich zunehmend auch nichtbürgerliche Amateure leisten, das eigene Leben fotografisch zu begleiten. Der massenhaften Privatisierung des technischen Blicks in der Zwischenkriegszeit stand als dialektisches Gegenstück die massenhafte Vergesellschaftung der Bildproduktion der Illustrierten gegenüber. Daher propagierte insbesondere der KPD-Politiker und Verleger Willi Münzenberg eine mediale Neuausrichtung der Parteipropaganda. Die von ihm organisierten Arbeiterfotografen überlieferten vielgestaltige Ansichten der Weimarer Republik "von unten" – für private Erinnerung wie für politische Agitation. Ihre Bilder verknüpfen Atelierkonventionen, Pressefotografie und Erfindungen der Avantgarde mit dem Pröbeln von Amateuren. Damit sind die Aufnahmen Zeugnisse nichtbürgerlichen Sehens und Zeigens, des Eigensinns visueller Deutungen des proletarischen Alltags zwischen "Dokument" und montierender "Erfindung" – und Vorboten heutiger Amateurkulturen im Internet.

 

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8. Oktober, Raum 110, Schwabstrasse 10:

 

Referat von Tim Hellstern: Material-Archiv – Die HKB als Teil des Netzwerks

Vorstellung des Verbunds Material-Archiv und Vernissage der Ausstellung "Leder und tierische Häute"

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Material-Archiv ist ein Bildungsnetzwerk für Lehre, Forschung und Praxis. Betrieben wird das Projekt von acht Institutionen aus dem Bereich Bildung und Kultur mit dem Ziel, eine grosse Bandbreite an Materialien unter transdisziplinären Gesichtspunkten zu erschliessen. Der interdisziplinäre Austausch und die Nutzung der spezifischen Eigenheiten und Stärken der einzelnen Beteiligten bilden dabei die Basis für eine professionelle und vielseitige Auseinandersetzung mit Materialien und Werkstoffen. Im Zentrum steht die Vernetzung der physischen Materialsammlungen der einzelnen Institutionen mit der gemeinsamen, öffentlich zugänglichen Onlinedatenbank.

 

Seit 2013 ist die Hochschule der Künste Bern Mitglied im Verbund Material-Archiv und bildet damit den achten Standort. Im Rahmen dieses Forschungs-Mittwochs werden der Verbund Material-Archiv sowie das Basiskonzept für den Standort an der HKB vorgestellt. Im Anschluss an die Präsentation wird zudem die aus einer Kooperation zwischen den Mitgliederinstitutionen Gewerbemuseum Winterthur und der Zürcher Hochschule der Künste entstandene Ausstellung "Leder und tierische Häute" eröffnet. Neben dem eigentlichen Inhalt sollen dadurch die Funktionen und Möglichkeiten von Material-Archiv veranschaulicht werden.

 

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24. September, Auditorium, Fellerstrasse 11:

 

Design – Forschung – Lehre

eine gemeinsame Veranstaltung des FSP Kommunikationsdesign und des M.A. in Communication Design

 

Die Forschung spielt ja im Master eine grosse Rolle. Doch welche genau? Und was trägt die Auseinandersetzung mit Forschung im Master zur späteren Arbeit im Atelier bei? Lassen sich Grafikdesign und Forschungsinteressen auch im beruflichen Alltag verbinden? Und wenn ja: wie wirkt sich die Forschungstätigkeit auf die Entwurfspraxis aus und umgekehrt?

Michael Flückiger und Simon Küffer/Pixelfarm (beides Absolventen des MA in Communication Design an der HKB) klären diese und weitere Fragen im Gespräch mit Ivan Weiss und stellen ihre aktuellen Grafik- und Forschungs-Arbeiten vor.

 

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ABGESAGT — 4. Juni, Raum 229, Fellerstrasse 11:

 

König Ludwigs Venusgrotte – High Tech von 1880

Referent: Klaus Häfner

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Die Venusgrotte im Park von Schloss Linderhof wurde von 1876 bis 1877 von König Ludwig II. erbaut. Die künstliche Grotte war für die private Nutzung durch den König gedacht. Als Vorbild dienten die Blaue Grotte von Capri, das Bühnenbild der Oper Tannhäuser von Richard Wagner und Beispiele künstlicher Grotten in Frankreich. Zur Imitation der Felswände ist in das Bauwerk eine durchgehende kulissenartige Drahtputzkonstruktion eingeschrieben. Durch die täuschend echt nachempfundenen Formen der Felsformationen und durch den Einsatz modernster Technik von 1880 entstand die nahezu perfekte Illusion einer monumentalen Tropfsteinhöhle. Herabfallende Teile der armierten Grottenschale machten vor einigen Jahren jedoch die Sicherung der Besucherwege durch ein Schutznetz nötig. Ziel des seit ca. 2 Jahren erarbeiteten Erhaltungskonzeptes ist das gefahrlose Betreten der Grotte für BesucherInnen. Alle Massnahmen zur Sicherung der Grotte sollten denkmalpflegerischen Ansprüchen genügen und helfen, einen möglichst grossen Teil des Bestandes zu erhalten.

 

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21. Mai, Buchhandlung Haupt, Falkenplatz 14:

 

Ästhetische Praktiken nach Bologna 

Architektur, Design und Kunst als epistemische Kulturen "in the making"

Referentinnen: Priska Gisler und Drilona Shehu (HKB), Anna Flach (ETH), Monica Gaspar (ZHdK)

Organisation: FSP Intermedialität

 

Die ersten KünstlerInnen, DesignerInnen und ArchitektInnen, die unter den Bedingungen der Bologna-Reform an den neu gegründeten Hochschulen der Künste (Hochschule für Gestaltung und Kunst etc.) und Universitäten studierten, schlossen vor bald zehn Jahren ihr Studium ab. Seither verfügen die entsprechenden Studierenden nun über einen Hochschulabschluss, einen Bachelor oder Master of the Arts und haben damit keine ,Schule’ mehr besucht, sondern eben: ein Studium durchlaufen. 

Das Forschungsprojekt "Ästhetische Praktiken nach Bologna" geht der Frage nach, wie künstlerische, gestalterische, architektonische Fertigkeiten heute, ein Jahrzehnt nach der hochschulpolitischen Reform, verstanden, konzipiert und ausgebildet werden. Mittels teilnehmender Beobachtung wird untersucht, wie Studierende zu KünstlerInnen, ArchitektInnen und DesignerInnen werden, welche Kompetenzen, Kenntnisse und Praktiken sie am Ende des Studiums als ExpertInnen ihres Faches ausweisen werden, welches Wissen ihnen dabei vermittelt wird. 

Anlässlich des Forschungs-Mittwochs werden das methodische Vorgehen der Untersuchung und erste Beobachtungen vorgestellt. Verantwortliche Personen aus den beforschten Kunsthochschulen sind eingeladen, auf das Präsentierte zu reagieren. Damit soll eine Reflexion des Vorgehens und eine Diskussion der Befunde ermöglicht werden, die das Projekt ebenso wie die hochschulpolitische Diskussion weiterbringen und befruchten können.

 

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7. Mai, Raum 224, Fellerstrasse 11:

 

Archigrafie – Schrift am Bau und im öffentlichen Raum

ReferentInnen: Agnès Laube und Michael Widrig

Organisation: FSP Kommunikationsdesign

 

Nach acht Jahren gemeinsamer Projektarbeit im Bereich Gebäudebeschriftung und Kommunikation im urbanen Raum und nach verschiedenen Studien zum selben Thema für die Stadt Zürich fanden die beiden ReferentInnen, es sei an der Zeit für eine breite Auslegeordnung zu diesem gestalterischen, historisch und theoretisch noch kaum erforschten Feld. Gemeinsam kuratierten sie 2009 eine Ausstellung mit dem Titel "Archigrafie – Schrift am Bau und im öffentlichen Raum" für das Architekturforum in Zürich. Für diese Ausstellung sammelten sie ca. 600 historische und zeitgenössische Projektbeispiele und kompilierten sie zu zwölf thematischen Clustern – umrahmt von Einführungen zum Thema "Architektur und Sprache" sowie einem Überblick über die wechselhafte Beziehungsgeschichte der beiden Disziplinen Grafik und Architektur. Die Erfahrungen aus ihrer Praxis und die Erkenntnisse aus dem Rechercheprojekt bringen beide heute in verschiedenen Kontexten in die Architektur- und Designlehre ein. Sie stellen die Inhalte des Ausstellungsprojekts vor und fokussieren dabei auf mögliche Forschungsfragen, die sich hieraus für das Forschungsfeld "Communication Design in Space" ergeben.

 

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23. April, Raum 229, Fellerstrasse 11:

 

"Die Kunst, Kunst zu beleuchten – eine naturwissenschaftliche Sicht auf neue Beleuchtungsmittel"

Vortrag von Rita Hofmann

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Das Dilemma: Für die Wahrnehmung der Brillanz von Farben eines Bilds ist eine helle Beleuchtung notwendig, die aber – je heller, je mehr – eine langsame Zersetzung der Farbmittel verursacht. Diese beiden Faktoren, Licht und Farbzersetzung, werden in der Museumsbeleuchtung seit Langem sorgfältig gegeneinander abgewogen. Seit einigen Jahren werden im Museumsbereich neue Lichtquellen mit sehr guter Energiebilanz eingesetzt, für die allerdings noch wenig Praxiserfahrung vorliegt.

Sind diese neuen Leuchtmittel tatsächlich für die Beleuchtung von Kunstwerken geeignet? Schonen sie wirklich die Materialien, und sind sie so langlebig, wie angepriesen? Anhand von Beispielen und Experimenten werden im Rahmen dieses Forschungs-Mittwochs der heutige Wissensstand zum Thema erörtert und offene Fragen aufgezeigt.

 

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9. April, Kammermusiksaal, Papiermühlestrasse 13a:

 

"Klangschichten – Von der grafischen Vision zur musikalischen Realisierung"

Präsentation des SNF-Forschungsprojekts "Das Auge komponiert" in Zusammenarbeit mit der Klavierklasse Tomasz Herbut und der Klasse für zeitgenössische Musik Pierre Sublet

Organisation: FSP Interpretation

 

Das Werk des Schweizer Komponisten Hermann Meier (1906 – 2002) nimmt in der frühen Avantgarde in der Schweiz eine besondere Position ein. Schon während seiner Studien bei Wladimir Vogel zeigen Meiers Kompositionen eine grosse Eigenständigkeit. In den 1950er-Jahren entwickelt Meier ein Kompositionsverfahren mit grossformatigen grafischen Plänen. Das SNF-Forschungsprojekt "Das Auge komponiert" geht auf Basis von Meiers, in der Paul Sacher Stiftung Basel befindlichem, Nachlass der Frage nach, welche Rolle diese Pläne bei Meiers Entwicklung zu seinen kompositorisch radikalen Positionen gespielt haben. Am Beispiel der Klangschichten, der einzigen im Studio realisierten elektronischen Komposition von Hermann Meier, wird ein Einblick in sein kompositorisches Vorgehen gegeben und das Forschungsprojekt als Ganzes erstmals vorgestellt.

 

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19. März, PROGR, Waisenhausplatz 30:

Forschungsapéro 2014

 


12. März, Studio, Fellerstrasse 11: 

 

Gast: Andrea Sabisch, Universität Hamburg

Organisation: FSP Intermedialität

Einführung: Nadia Bader, FSP Intermedialität / Universität Hamburg

 

Verkörperung und Figuration – Zeichnerische und sprachliche Annäherungen an Bildsequenzen

 

Eine Bilderfahrung beginnt nicht erst beim Identifizieren von Figuren in Bildern, sie setzt ein mit der Ausrichtung des Sehens und dem Angeblicktwerden durch Bilder an den Grenzen des Verstehens. Aber wie kann man einer nichtsprachlichen Affizierung anderer gewahr werden? Wie zeigt sich eine Aktivierung der bildnerischen Wahrnehmung und Erfahrung? Wie wird sie gehalten? Welche Spuren finden sich, wenn Kinder und Jugendliche zu unterschiedlichen Bildsequenzen sprechen und zeichnen? Wann kann man von Bilderfahrungen jenseits der Wiedererkennung sprechen? Welche imaginären und leiblichen Bildakte lassen sich erkennen? Ausgehend von theoretischen Überlegungen zur Bilderfahrung sollen an Videographien von Gesprächen und Zeichnungen unterschiedlicher Altersstufen verschiedene Facetten (u.a. Verkörperung, Identifizierung, Affizierung, Sprachlosigkeit etc.) des empirischen Forschungsprojekts zur Bilderfahrung aufgezeigt werden.

 

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26. Februar, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

 

Forschungs-Mittwoch zur Typographie mit Teal Triggs (Professor of Graphic Design and Associate Dean, School of Communication, Royal College of Art, London)

Organisation: FSP Kommunikationsdesign

 

Flair Magazine (1950 – 1951): Auteurist Publishing in an Age of Style

 

Flair magazine ran monthly in the United States from February 1950 – January 1951, with an advertising prototype published in 1949. Unapologetically, it became a luxury item. The magazine’s significance was in its "visualness" through which a new kind of design aesthetic emerged, involving cut-outs, embossed covers, avant-garde cartooning and illustration, and sophisticated fashion photography spreads. The broader research project traces the publishing impact of Flair magazine in post-war America and the network of designers, illustrators and writers, that its editor Fleur Cowles brought together to produce this remarkable lifestyle publication.

 

Teal Triggs is Professor of Graphic Design and Associate Dean, School of Communication, Royal College of Art, London. She is also Adjunct Professor in the School of Media and Communication at RMIT, Australia. As a graphic design historian, critic and educator she has lectured and broadcast widely and her writings have appeared in numerous edited books and international design publications. Her research has focused primarily on design pedagogy, self-publishing and feminism, with recent work extending into a number of community-based learning projects involving craft and digital technologies. Teal Triggs is also Supervising Editor of Iridescent: Icograda Journal of Design Research and co-editor of Visual Communication (Sage) and Associate Editor of Design Issues (MIT Press). Her books include: Fanzines and The Typographic Experiment: Radical Innovations in Contemporary Type Design, both published by Thames & Hudson. She is a Fellow of the International Society of Typographic Designers, the Royal College of Art and the Royal Society of Arts.

 

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15. Januar, Kammermusiksaal, Papiermühlestrasse 13a:

 

Host: Kai Köpp, SNF-Förderungsprofessur "Angewandte Interpretationsforschung"

Organisation: FSP Interpretation

 

"Mehr als Persönlichkeit und schöne Töne..."

Arbeiten aus der Toolbox zur musikalischen Interpretationsforschung 

 

Die Interpretationsforschung ist eine noch junge Richtung innerhalb der musikalischen Forschung, die sich mit einem scheinbar alltäglichen Vorgang beschäftigt: mit der klanglichen Realisierung von Musik. Oft ist es überraschend, wie nah das alltägliche Fragenstellen und Antwortenfinden mit musikalischer Forschung verwandt ist. Aber wodurch werden reflexive und experimentelle Prozesse zu Forschung? Ist es die Anwendung von etablierten Methoden, die Teilhabe an bestimmten Diskursen, die veröffentlichte Diskussion über das eigene Tun und Denken? In dem Forschungs-Lehrangebot "Toolbox" erproben Studierende diese Perspektiven mit Hilfe von Tools und Skills, die in der jungen Interpretationsforschung teilweise erst noch entwickelt werden müssen. Im Rahmen des Forschungs-Mittwoch werden Arbeiten und Fragestellungen aus den vergangenen Semestern vorgestellt.

 

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11. Dezember, Haupt-Buchhandlung, Falkenplatz 14b:

Buchpräsentationen: Katalog der Schadensbilder und Kunst im öffentlichen Raum

 

Achtung, späterer Termin: 19.00 – 20.00

 

In der Schriftenreihe Konservierung und Restaurierung an der Hochschule der Künste Bern sind im Herbst 2013 zwei neue Veröffentlichungen erschienen. Ein Ziel dieser Publikationsreihe ist die nachhaltig wirksame Kommunikation wissenschaftlicher Resultate für ein Fachpublikum wie auch für interessierte Leserinnen und Leser.

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Katalog der Schadensbilder

Spuren und Phänomene an Kunst und Kulturgut

 

Die Notwendigkeit einer Klärung von Fachausdrücken der Konservierung ist in den letzten Jahren zunehmend erkannt worden. Damit einher geht der Ruf nach einer einheitlichen Terminologie für typische Schadensbilder. Diesem Bedarf will der Katalog der Schadensbilder für den Materialbereich Papier in zweisprachiger Form entgegenkommen, orientiert an den Vorgaben von CEN und darüber hinaus beispielhaft illustriert. Die Erarbeitung der Inhalte erfolgte im Rahmen eines BFH-Forschungsprojekts der HKB mit Unterstützung eines internationalen Fachgremiums in einem Internetforum. Aus über 350 in der restauratorischen Praxis verwendeten Schadensbegriffen wurden 19 Oberbegriffe ermittelt, definiert, illustriert, ins Englische übersetzt und in einem Katalogteil mit ähnlichen Schadensbildern ergänzt. Die vorliegende Publikation versteht sich als Werkzeug für Konservatoren-Restauratoren, als Lehrmittel für Studierende sowie als Leitfaden für alle, die mit Kunst und Kulturgut umgehen.

AutorInnen: Beate Dobrusskin, Kirsten Glaus, Jean F. Rosston, Elke Mentzel

 

Zum Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum

Ein Leitfaden

 

Anders als im kulturell definierten Schutzraum – beispielsweise im Museum oder Depot – sind künstlerische Arbeiten im öffentlichen Raum ganz unterschiedlichen Nutzergruppen und Gefahrenpotentialen ausgesetzt und werden gern als viel zu teure Stadtmöblierung bezeichnet. Die Publikation greift daher grundlegende Aspekte und Probleme auf, die aus Sicht der Konservierung und Restaurierung von Bedeutung sind. Den mit der Pflege, Wartung und Erhaltung dieser Objekte betrauten Institutionen soll der Einstieg in die Problematik und die Entscheidungsfindung beim Erhalt der Werke erleichtert werden, indem ihnen ein wissenschaftlich abgesichertes, normatives Handlungsschema für den konkreten Anwendungsfall angeboten wird, ergänzt mit grundlegenden Informationen sowie zahlreichen illustrierten Fallbeispielen. Fundiertes Vorgehen, angemessene Behandlung und Bewahrung von Kunst und Kulturobjekten im öffentlichen Raum kommen der Verpflichtung gegenüber künftigen Generationen nach, denn: Keine Zukunft ohne Vergangenheit.

AutorInnen: Kristina Herbst, Andreas Buder

 

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4. Dezember, Alpines Museum Bern, Helvetiaplatz 4:

Der Bergsturz. Im Buch. Im Museum. Welche Rolle spielt die Kunst in kulturwissenschaftlichen Ausstellungen?

 

Achtung, späterer Termin: 18.00 – 19.30

 

Ein Gespräch mit Susanna Kumschick (Gewerbemuseum Winterthur), Roland Wetzel (Tinguely Museum Basel), Beat Hächler (Alpines Museum Bern), Florian Dombois, Priska Gisler, Markus Schwander, Schirin Kretschmann (Forschungsteam HKB) 

Organisation: FSP Intermedialität

 

Der grösste Bergsturz der Alpen ereignete sich vor knapp 10'000 Jahren in Flims und bildete die Grundlage für die Entstehung einer heute spektakulären Landschaft. Dieser Region und ihren v.a. künstlerischen Implikationen widmet sich das Buch "Präparat Bergsturz" von Florian Dombois, Priska Gisler, Schirin Kretschmann und Markus Schwander. Es erscheint im Periferia-Verlag und ist aus dem gleichnamigen künstlerischen Forschungsprojekt an der Hochschule der Künste Bern hervorgegangen, dem u.a. das Bündner Kunstmuseum Chur 2012 eine Ausstellung widmete.

 

Der Buchvernissage folgt ein offenes Gespräch mit Gästen. Dabei stellen die Autoren und die Autorinnen ihr Vorgehen zur Disposition und fragen sich und das Publikum: Welche Rolle spielt die (Kultur-)Wissenschaft in Kunstausstellungen und welche die Kunst in kulturwissenschaftlichen Ausstellungen? Was passiert mit dem Kunstwerk, wenn es ausserhalb seines Rahmens gezeigt wird? Geschieht dabei eine Entwertung der Kunst und eine Aufwertung der Infoausstellung? Oder demonstriert sich hier im Gegenteil die gesellschaftliche Dringlichkeit der Kunst? Wie kommen Kunst und Gesellschaft, Wissenschaft und Kultur im Museum zusammen? Welche Rollen nehmen die Akteure ein, und was treibt die beiden Seiten wirklich zueinander? 

 

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27. November, Auditorium, Fellerstrasse 11:

Die allmähliche Verfertigung von Krieg und Frieden beim Malen. Rubens' Bilddiplomatie

 

17.00 – 19.00

Referent: Ulrich Heinen, Bergische Universität Wuppertal

Organisation: FSP Kommunikationsdesign

 

Briefe und Gemälde belegen, wie Rubens seine Malerei als Diplomat einsetzte, um die Mächte Europas in einer umfassenden strategischen Kommunikation von der Notwendigkeit zu überzeugen, in Kriege einzugreifen oder Frieden zu schließen. Komplexe politische Konstellationen und Visionen machte er in mythologischer Einkleidung greifbar, fügte seine Bilder zu überwältigenden Argumentationsketten zusammen und entwickelte subtil alle Register der verbal-visuellen Kommunikation, um seine Verhandlungspartner zu den erforderlichen Taten zu bewegen.

 

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20. November, Naturhistorisches Museum Bern, Bernastrasse 15, Vortragssaal: 

Gefährdungen, Bemühungen. Dialoge zur Inszenierung von Tieren in Museen und Zoos

 

16.00

mit Tahani Nadim, Stefan Hertwig, Luzia Hürzeler, Julia Siegmundt und Priska Gisler

Organisation: FSP Intermedialität

 

Nicht nur Delphine sind gefährdete Spezies, wenn es um die Erlaubnis ihres Herzeigens in Zoologischen Gärten geht. Selbst Taxidermien von Hunden sind nicht mehr ohne Kontroversen in Naturhistorischen Museen auszustellen. Schliesslich bieten auch Arbeiten in Kunstmuseen, die sich der Frage nach dem Umgang mit Lebewesen oder Naturobjekten stellen, Potenzial für öffentliche Einsprachen oder zeitigen gar ein Bilderverbot.

 

In der Veranstaltung wenden wir uns den Debatten über die Inszenierung von Tieren in Museen und Zoologischen Gärten zu. Wir möchten ganz neugierig Fragen nach den musealen Ausstellungspraktiken in diesen Institutionen stellen. Wie werden die Ausstellungskonzepte entwickelt, die Objekte der Natur erhalten, wie werden diese im Raum verkörpert, mit welchen Materialien wird gearbeitet, in welche Ordnung werden sie gestellt? Wir interessieren uns aber auch für die Frage nach der Gefährdung dieser Objekte: Was macht das Ausstellen von Tieren für den Menschen mitunter so brisant? Welche Ordnungen werden umgestossen, wenn neue Ausstellungskonzepte entwickelt oder neue Inszenierungsweisen erprobt werden?

 

Die Wissenschaftsforscherin Tahani Nadim (Naturkundemuseum Berlin), der Kurator für Wirbeltiere Stefan T. Hertwig (Naturhistorisches Museum der Burgergemeinde Bern), die Künstlerin Luzia Hürzeler und die Soziologin Julia Siegmundt (beide Hochschule der Künste) gewähren sich in einem dialogischen Verfahren gegenseitig Einblicke in die eigene Arbeit und gehen auf die Fragen, die dabei immer wieder aufgeworfen werden, ein.

 

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23. Oktober, Grosser Konzertsaal, Papiermühlestrasse 13d:

Projektpräsentation "Moving Meyerbeer"

 

16.00 – 17.00 Projektpräsentation mit Vorträgen (Referentinnen: Laura Möckli, Anette Schaffer und Stephanie Schroedter)

17.30 – 19.30 Pariser Gesellschaftstanz zu Meyerbeers Zeiten: Workshop mit Richard Powers (Stanford)

 

Die Opern Giacomo Meyerbeers (1791 – 1864) prägten durch ihre in Musik gesetzten Bewegungsbilder die europäische Musiktheater-Landschaft nachhaltig: Ab 1831 schufen sie sowohl für die traditionsreiche Opéra Comique als auch für die neue französische Grand Opéra innovative Modelle, die für jüngere Komponisten wie Giuseppe Verdi und Richard Wagner richtungsweisend werden sollten. Im Zentrum des Forschungsinteresses stehen jene musikdramaturgischen Elemente, in denen erhöhter körperlicher Ausdruck gefordert wird: Tanzszenen an dramatischen Wendepunkten, schauspielerisch anspruchsvolle Rezitative und emotionsgeladene Tableaux.

 

Der renommierte Tanzspezialist Richard Powers wird uns in einige Tanzformen einführen, die in Paris zur Zeit Meyerbeers getanzt wurden und auch in seinen grossen Opernproduktionen (Robert le diable, Les Huguenots, le Prophète) zum Einsatz kamen. Musiktheater und Tanz waren im Paris des 19. Jahrhunderts eng miteinander verbunden: Selbst auf jenen (kleineren) Bühnen, die aufgrund fehlender Privilegien keine (ausladenden) Choreographien zeigen durften, wurden Tänze zumindest musikalisch angedeutet. Das damalige Publikum vermochte diese, wenn auch nicht immer sichtbaren, so doch deutlich hörbaren, Tanzbewegungen – nicht zuletzt aufgrund der omnipräsenten Dansomanie im Pariser Stadtleben – in seiner dramatischen und dramaturgischen Bedeutung sogleich zu entschlüsseln.

 

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9. Oktober, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

Authentizitätsprüfung: Ein Zusammenspiel der Disziplinen

 

Echtheitsbestimmung und Fälschungserkennung von Kunst- und Kulturgut als interdisziplinäre Aufgabe und Herausforderung

 

Achtung, späterer Termin: 17.00 – 19.00

ReferentInnen: Markus Küffner, Dipl. Restaurator, Leiter Dienstleistungsbereich der Abteilung Kunsttechnologie, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich und Floria Segieth-Wuelfert, Dipl. Restauratorin, Mitglied Wissenschaftlicher Beirat, Alexej von Jawlensky-Archiv AG, Locarno

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Authentizitätsprüfung: Ein Zusammenspiel der Disziplinen

 

Dass Authentizitätsfragen, die die Kunstwissenschaft über kunsthistorische Kontextualisierung, Stilkritik und Archiv- sowie Provenienzforschung allein nicht lösen kann, idealerweise interdisziplinär anzugehen sind, wird heute in weiten Kreisen akzeptiert. Weniger im Bewusstsein verankert ist der Umstand, dass sich eine professionelle Bearbeitung von Authentizitätsfragen nicht etwa durch die Einhaltung immer gleichbleibender Untersuchungsabläufe oder den Einsatz bestimmter Techniken auszeichnet, sondern durch stets neue, dem betreffenden Fall angepasste Strategien. Unterschiedlich gelagerte Fallbeispiele behandeln die Bedeutung der fallimmanenten Faktoren, des interdisziplinären Diskurses, die Grenzen einzelner Methoden und Lösungsansätze. Fragen der Abgrenzung von und Einordnung in Künstleroeuvres, der Händescheidung, Datierung, Werkgenese, Bewertung von Veränderungen am Kunstwerk im Verlauf der Rezeptionsgeschichte sowie der Fälschungserkennung werden thematisiert.

 

Echtheitsbestimmung und Fälschungserkennung von Kunst- und Kulturgut als interdisziplinäre Aufgabe und Herausforderung

 

Echtheitsbestimmung sowie Erkennung und Nachweis gefälschter Arbeiten erfordern interdisziplinären Austausch und pluridisziplinäre Zusammenarbeit. Neben der etablierten kennerschaftlichen Einordnung und der stets weiter zu entwickelnden kunsttechnologisch/naturwissenschaftlichen Untersuchung und Auswertung stellt sich in der Praxis die Provenienzforschung als ein im Verfahren unerlässlicher und mitentscheidender Faktor heraus. Hier aber sind nachvollziehbare Bewertungsmethoden und verbindliche Kriterien ein Desiderat. Fehlende Minimalstandards bei Authentifizierungsverfahren erleichtern den Handel mit gefälschten Arbeiten.

 

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25. September, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

DesignForschungLehre

Talk Nr. 2

 

Achtung, späterer Termin: 18.00 – 19.30

 

Referent: Volker Friedrich, HTWG Konstanz

Organisation: Arne Scheuermann und Agnès Laube

 

Hilft die Rhetorik Gestalterinnen und Gestaltern eigentlich vor allem – oder sogar ausschliesslich – bei der Analyse? Oder auch bei der Produktion? Wie sprechen Designerinnen und Designer von ihrer Arbeit? Volker Friedrich ist Professor für Schreiben und Rhetorik sowie Direktor des Instituts für professionelles Schreiben an der Hochschule für Gestaltung Konstanz. Als Initiator der Website www.designrhetorik.de interessiert ihn der Austausch zwischen den Disziplinen an genau dieser Stelle. Doch wie soll das gehen? – "... über Design und die Stilmittel der Gestalter besser, genauer, verständiger und verständlicher reden"? Volker Friedrich wird sich diesen Fragen im gemeinsamen Gespräch mit Agnès Laube (Studiengangsleiterin Master of Arts in Communication Design) und Arne Scheuermann (Leiter Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign) stellen.

 

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5. Juni, Studio (OG), Fellerstrasse 11:

I See: Artistic Research Process

 

Referentin: Natalie Schwarz, HKB Forschung

Kommentar: Nicolas Vermot Petit-Outhenin, Künstler und PhD-Student Kunstuniversität Linz / ZHdK

Organisation: FSP Intermedialität

 

Wie lässt sich der künstlerische Schaffensprozess mittels sprachlicher und nicht-sprachlicher Mittel erfassen und sichtbar machen? Und was bedeutet es, nach dem eigenen Arbeitsprozess zu fragen und sich selbst zu reflektieren? Diesen Fragen widmete sich das Projekt "I See: Artistic Research Process", in Interaktion zwischen einer Ethnografin, einer Künstlerin, welche die Grenzen des Mediums Fotografie austestet, und einer experimentellen Fotokünstlerin. Als Schlüssel der Untersuchung diente die Annahme: "Any work of art can [...] profitably be seen as a series of choices [...]. Almost all works of art [...] are some combination of routine and unusual choices among available possibilities. [...] A full understanding of any work means understanding what choices were made and from what range of possibilities they were made [...]." Howard S. Becker (2006)

 

Ferner wurde für den theoretischen Rahmen auf Ansätze aus der Wissenschaftsforschung, für das methodische Vorgehen auf Formen der Kameraethnographie zurückgegriffen. Dieser Forschungsmittwoch beschäftigt sich mit den methodologischen Überlegungen und methodischen Vorgehensweisen des Projekts und wird ergänzt durch einen Kommentar des Künstlers Nicolas Vermot Petit-Outhenin vor dem Hintergrund seiner persönlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen. 

 

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22. Mai, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

Krankheitsbilder in Wachs gegossen 

Die Erhaltung der Zürcher Moulagensammlung (Referentin: Katja Friese)

 

Restaurierte Wachsmoulagen in der Lehre?

historische Beispiele aus der Zürcher Moulagensammlung (Referentin: Sabina Carraro)

 

Achtung, späterer Termin: 17.00 – 19.00

 

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Moulagen sind naturgetreue Abformungen erkrankter Körperteile, die meistens in Wachs gegossen und farbig gefasst sind. Die Zürcher Moulagensammlung zählt mit ihren über 1'800 dermatologischen und chirurgischen Moulagen zu einer der bedeutendsten Sammlungen Europas. Seit dem 19. Jahrhundert fanden medizinische Moulagen insbesondere als Lehr- bzw. Studienmittel Verwendung. Als Lehrmittel werden Moulagen seit 2005 erneut in der universitären Lehre eingesetzt. Sie sind auch von medizinhistorischem Interesse, da sie heute nicht mehr existierende Krankheitsbilder dokumentieren.

 

In diesem Forschungsprojekt wurde die Herstellungsweise und Materialität der Zürcher Moulagen untersucht. Von Interesse war, ob sich das von dem Moulaguer oder der Moulageuse weitergereichte Rezept der Moulagenmasse und die Herstellungstechnik im Laufe der Jahre verändert hatte. Bei der Begutachtung einzelner Moulagen konnten historische konservierende und restauratorische Massnahmen dokumentiert werden. In diesem Zusammenhang stellte sich die Frage nach der Originalität und der Authentizität der Krankheitsbilder. Begriffe wie Erhaltung, Pflege, konservierende und restaurierende Massnahmen rückten in den Vordergrund.

 

 

8. Mai, Schweizerische Nationalbibliothek, Hallwylstrasse 15:

Makellos transparent oder mit romantischen Schlieren?  Überlegungen zu Sortenvielfalt und Ästhetik des Fensterglases im frühen 20. Jahrhundert

 

Achtung, späterer Termin: 17.00 – 19.00

 

ReferentInnen: Anne Krauter, Ueli Fritz

Organisation: FSP Materialität in Kunst und Kultur

 

Wenn in der Denkmalpflege von Glas die Rede ist, so wird im Wesentlichen eigentlich nur zwischen dem wertvollen „alten handgezogenen“ und dem wertlosen „modernen Maschinenglas“ unterschieden. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts existierten jedoch unterschiedlichste Produktionsverfahren und folglich auch eine nie erreichte Vielzahl an Glassorten. Mit dem Siegeszug des Floatglases gingen diese Kenntnisse jedoch verloren. So ist heute nicht einmal in der Glasbranche bekannt, welche 
Vielfalt an Gläsern den Architekten des Jugendstils und der klassischen Moderne zur Verfügung standen, und warum sie für ganz bestimmte Effekte verwendet wurden. Zudem ist heute nicht 
mehr bekannt, dass Flachglas zwischen 1850 und 1950 in der Herstellung noch kein rein industriell erzeugtes Produkt war. Insbesondere das hochwertige „Kristallglas“ wurde in aufwendigen manuellen Nachbearbeitungsprozessen veredelt. Bei Sanierungen werden immer wieder gerade diese technisch hochwertigen Gläser nicht als wichtige Bestandteile des Originals erkannt und zu schnell entsorgt. Die im Forschungsprojekt erarbeiteten Ergebnisse sollen hier zu einer Sensibilisierung für diese Problematik in der Denkmalpflege beitragen.

 

Neben einer Zusammenstellung der Glassorten, insbesondere im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, erarbeitete sich die Forschungsgruppe einen systematischen Überblick über die verschiedenen Herstellungsverfahren dieser Gläser. Anschliessend wird im Rahmen einer Führung durch die Referenten das Gebäude der Nationalbibliothek unter dem Gesichtspunkt der verwendeten Glassorten betrachtet. Diskussionsmöglichkeiten bieten sich beim nachfolgenden Apero.

 

Ueli Fritz, Anne Krauter, Heidi Schuler

Projektleitung: Dieter Schnell

 

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3. April, Kammermusiksaal, Papiermühlestrasse 13a:

Peter Cornelius als Musiktheoretiker 

  

Organisation: FSP Interpretation

 

Mit Beiträgen der Forschenden im BFH-Forschungsprojekt "Peter Cornelius als Musiktheoretiker": Roman Brotbeck, Michael Lehner, Nathalie Meidhof, Martin Skamletz, Stephan Zirwes

 

Der heute vor allem für seine beiden Opern "Der Barbier von Bagdad" und "Der Cid" bekannte Peter Cornelius (1824 – 1874) stand Zeit seines Lebens in engem Kontakt zu den bedeutendsten Komponisten in der Mitte des 19. Jahrhunderts: zu den "Neudeutschen" um Franz Liszt und Richard Wagner ebenso wie zu deren konservativen Antipoden um Johannes Brahms. Neben seiner kompositorischen und dichterischen Tätigkeit arbeitete er auch als Kritiker, Übersetzer und Schauspieler. Ab den späten 1860er Jahren war er auch als Lehrer für Harmonielehre und Rhetorik an der königlich bayerischen Musikschule in München angestellt. 

 

Im Forschungsprojekt "Peter Cornelius als Musiktheoretiker" wurden die umfangreichen musiktheoretischen Aufzeichnungen zu dieser Unterrichtstätigkeit aus Cornelius' Nachlass erstmals ausgewertet. Sie ermöglichen exemplarisch eine Rekonstruktion der musiktheoretischen Pflichtfach-Ausbildung an einem deutschen Konservatorium in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zur Diskussion steht die Relevanz dieser Dokumente für den Satzlehreunterricht an einer heutigen Musikhochschule.

 

Flyer zur Veranstaltung (PDF)

 


20. März, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

Forschungsapéro 2013

 


6. März, Grosser Konzertsaal, Papiermühlestrasse 13d:

Projektvorstellung "Geisterhand 3"

  

Gast und Co-Referent: Martin Elste, Staatliches Institut für Musikforschung /  Preussischer Kulturbesitz Berlin

Organisation: FSP Interpretation

  

Mit Beiträgen der Forschenden im SNF-DORE-Projekt "Recording the Soul of Piano Playing (Geisterhand 3)": Kai Köpp, Manuel Bärtsch, Daniel Debrunner, Dominik Hennig, David Rumsey, Edoardo Torbianelli, Hans-W. Schmitz

 

Musikalische Beiträge von Jeannine Camenzind (Gesang) und Felix Knecht (Violoncello), begleitet von Welte-Klavierrollen

 

Aus einem ersten BFH-Projekt "Wie von Geisterhand" 2007/2008 ist mittlerweile eine mehrteilige, vom SNF unterstützte Projektserie geworden, deren Forschungsansatz nach wie vor Überraschungen bereithält: Die gelochten Papierrollen für selbstspielende Klaviere und Orgeln der Firma Welte zählen zu den frühesten Tondokumenten künstlerischer Interpretation. Dennoch sind sie von der Forschung wenig beachtet worden, weil ihr Entstehungsprozess – und damit ihre Glaubwürdigkeit – ungeklärt war. Dank der Untersuchung des einzigen erhaltenen Aufnahmeapparates und der Entdeckung von mehr als 1300 Aufnahmerollen mit den Tintenspuren des Apparates konnten im aktuellen Forschungsprojekt "Geisterhand 3" zentrale Fragen geklärt und neue Wege zur Auswertung der Klavier- und Orgelrollen als Interpretationsdokumente erprobt werden, die bis weit ins 19. Jahrhundert zurückreichen.

 

 

20. Februar, Grosse Aula, Fellerstrasse 11:

Bond im Zeitalter globaler Bedrohung: Daniel Craig als 007

  

Vortrag: Tobias Hochscherf, Fachhochschule Kiel

Organisation: FSP Kommunikationsdesign

  

Die Popularität der James Bond Filme, nach über 50 Jahren die erfolgreichste Filmserie der Welt, lässt sich unter anderem dadurch erklären, dass die Produktionsfirma EON stets die Zeichen der Zeit erkannt hat: So gab es in den Jahren seit "Dr. No" zahlreiche "Reboots", die oft mit einem Wechsel des Hauptdarstellers einhergingen. Doch erst mit Daniel Craig hat es die Serie geschafft, sich von den Denkmustern und narrativen Strukturen des Kalten Krieges zu lösen. Neben den Charaktereigenschaften und der Physiognomie des britischen Superagenten wurden dabei auch dramaturgische und gestalterische Aspekte verändert. Bewusst hat man sich hierbei an Vorbildern orientiert, die 007 zusehends Konkurrenz gemacht haben: Jason Bourne, Jack Bauer und das Team aus der BBC-Fernsehserie "Spooks". Neben allgemeineren Aspekten wie "Stardom" und "Crossmedia Marketing" wird der Vortrag insbesondere diese neuen gestalterischen Formen vorstellen.

 

 

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