
Schweizerisches Literaturinstitut
Das Schweizerische Literaturinstitut in Biel wurde im Jahr 2006 als Fachbereich der HKB gegründet und bietet den Bachelor in Literarischem Schreiben an. Das Studium ermöglicht die Konzentration auf die Entwicklung einer eigenen literarischen Praxis, einen kritischen und konstruktiven Austausch, Kontakte, das Gehen neuer Wege oder die Vertiefung des Bestehenden. Das Schweizerische Literaturinstitut ist zweisprachig organisiert, der Studiengang Bachelor in Literarischem Schreiben kann komplett auf Deutsch oder Französisch besucht werden. Zwei der Besonderheiten des Studiums am Schweizerischen Literaturinstitut sind die Lehrform des Mentorats (kontinuierliche Begleitung der individuellen Schreibprojekte durch eine erfahrene Autorin, einen erfahrenen Autor) und die fächerübergreifenden Lehrangebote des Instituts für Transdisziplinarität (Y), die den künstlerischen Horizont über das Schreiben hinaus erweitern.
Das Masterstudium (d/f) mit Schwerpunkt in Literarischem Schreiben oder Literarischem Übersetzen ist im Rahmen des Masters in Contemporary Arts Practice (MA CAP) möglich, der HKB-übergreifend vom Y – Institut für Transdisziplinarität angeboten wird.
Zurzeit laufen zwei Forschungsprojekte, die an das Literaturinstitut angegliedert sind:
Mentoratsbeziehungen
Starke Wechselwirkungen
Studiengänge
Dienstleistung und Weiterbildung
Schreiben! Ecrire! – zweisprachiges Weiterbildungsprogramm in Literarischem Schreiben
Neben der grundständigen Ausbildung in Literarischem Schreiben (Bachelor of Arts, Master of Arts) richtet das Schweizerische Literaturinstitut ein regelmässiges zweisprachiges Weiterbildungsprogramm mit dem Titel „Schreiben! Ecrire!“ ein. Im Laufe der gegenwärtigen Aufbauphase wird das Institut mehrere Pilotkurse anbieten, die anschliessend als reguläres Programm weiterlaufen sollen. Diese Weiterbildungsangebote richten sich an verschiedene Zielgruppen wie Literaturvermittler/-innen und Lehrpersonen, professionelle Autor/-innen sowie literarische Übersetzer/-innen.
Das Programm stützt sich auf die Stärken des Literaturinstituts: Kompetenz und Professionalität auf dem Gebiet des Schreibens und der Schreibausbildung auf Hochschulniveau, und zwar sowohl auf Deutsch als auch auf Französisch. Denn auch das Weiterbildungsprogramm beinhaltet Lehrangebote für jede der beiden Sprachen.
Im Schuljahr 2011-2012 wird für Lehrpersonen und literaturnahe Kulturschaffende ein neuer Weiterbildungs-Studiengang angeboten: Certificate of Advanced Studies (CAS) Schreiben und schreiben lassen – Literaturateliers und Literaturvermittlung im Schulunterricht und anderen Kontexten. Dieses Angebot ersetzt den bisherigen Kurs gleichen Namens, verbindet wie dieser weiterhin eigene Schreibaktivitäten in einer Literaturwerkstatt mit Kursen über praktische und didaktische Aspekte des literarischen Schreibens mit Schulklassen (sowie neu mit anderen Personengruppen) und erweitert den früheren Kurs um wesentliche Aspekte der Literaturvermittlung, Schreibdidaktik und Gruppenleitung; ausserdem wird der praktischen Übung und Umsetzung grösseres Gewicht beigemessen. Der CAS dauert zwei Semester und beginnt am 31.10.2011. Anmeldeschluss ist der 15. August 2011. Ausführliche Informationen hier.
Das Weiterbildungsprogramm „Schreiben! Ecrire!“ wird durch die GEBERT RÜF STIFTUNG anschubfinanziert.
Alexander Wenzel, Studiengangsleiter CAS Schreiben und schreiben lassen
Projekt »Literatur-Mentoring« für professionelle Autorinnen und Autoren in den Kantonen Bern und Jura
Das Schweizerische Literaturinstitut und das Amt für Kultur des Kantons Bern schreiben gemeinsam das Projekt »Literatur-Mentoring« für Autorinnen und Autoren aus. Zum ersten Mal können sich 2011 auch SchriftstellerInnen aus dem Kanton Jura beteiligen. Ausgewählte deutsch- oder französischsprachige Literaturschaffende erhalten die Möglichkeit, bei Bedarf für ein aktuelles literarisches Projekt eine Fachperson als Mentorin oder Mentor beizuziehen zur beratenden Begleitung von kritischen Arbeitsphasen oder des gesamten Schaffensprozesses. Alle grösseren literarischen Vorhaben sind denkbar (z.B. Roman, Erzählung, Lyrik-Band, Hörspiel, Theatertext, Hörbuch, Spoken Poetry-Programm etc.). Die geeigneten Mentoring-Personen können von den Literaturschaffenden selber vorgeschlagen werden. Der gemeinsame Arbeitsprozess von Autorin oder Autor und Mentorin oder Mentor ist vertraulich und kann individuell gestaltet werden. Auch ein gegenseitiges Peer-Mentoring von zwei oder mehr Literaturschaffenden ist möglich.
In vielen Berufsfeldern ist Mentoring heute eine Selbstverständlichkeit. Das «Literatur-Mentoring» wird vom Schweizerischen Literaturinstitut und vom Amt für Kultur deshalb als gezielte Weiterbildungsmöglichkeit für professionelle Autorinnen und Autoren jeden Alters angeboten. Das Amt für Kultur des Kantons Bern finanziert die Lohnzahlungen an die Mentoring-Personen. Es können drei bis fünf konkrete Mentoring-Projekte mit Maximalbeiträgen von CHF 8‘000 pro Projekt ermöglicht werden.
Über den folgenden Link finden Sie eine Übersicht der früheren BeitragsempfängerInnen.
Dozierende
Nicolas Carrel
Blaise Hofmann
Joseph Incardona
Lehrbeauftragte und Gäste SLI
Lukas Bärfuss
Paul Brodowsky
Enzo Cormann
Ulrike Draesner
Simon Froehling
Célia Houdart
Thomas Hettche
Thomas Jonigk
Annette Kappeler
Guy Krneta
Katja Lange-Müller
Hervé Laurent
Jo Lendle
Fredi Lerch
Ursula Krechel
Daniel Mezger
Annette Mingels
Anna Mitgutsch
Terézia Mora
Thomas Pletzinger
Ilma Rakusa
Yves Rosset
Sarah Schmidt
Peter Stamm
Saša Stanišic
Raphael Urweider
Peter Weber
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