
Die Vogelfoscherin
Die Vogelforscherin
36 Seiten, 36 Abbildungen, 28,8 x 20 cm, Hardcover, deutsch, CHF 38.–, Euro (D) 24.–, Euro (A) 24.70, ISBN 978-3-7212-0712-5
Heutzutage findet der natürliche Sterbeprozess grösstenteils im Verborgenen, im anonymen Umfeld von Alters- und Pflegeheimen, in der Intensivstation oder im Sterbehospitz statt.
Kann eine Bildergeschichte eine Auseinandersetzung über die Vergänglichkeit des Lebens anregen? Eine mögliche Antwort gibt das Buch Die Vogelforscherin von Rosa Monika Guggenheim. In einer unaufgeregten, auf das Essenzielle reduzierten Erzählweise macht es den Vorschlag, den notwendigen Fatalismus für die Auseinandersetzung mit dem eigenen Ende, dem Ableben nahestehender Personen aufzunehmen und sich mit dem Umgang mit dem Tod in unserer Gesellschaft auseinanderzusetzen. Der spärlich eingesetzte Text lässt Raum für eigene Gedanken. In die Tiefe der Geschichte geführt, werden die Betrachter zudem durch zahlreiche, erst auf den zweiten Blick wahrnehmbare Details in den breitformatigen Bildern, die auf die Vergänglichkeit des Lebens anspielen. Das Buch gewinnt durch die Leichtigkeit der Erzählung in Wort und Bild, das einen versöhnlich mit dem schwierigen Thema stimmt. Trost spendet nicht nur das Ende der Geschichte sondern auch die Wahl des Mediums Bilderbuch. Da setzt sich der Nachwuchs den Erwachsenen auf den Schoss, wird eingeführt in das Leben zwischen Werden und Vergehen.
Die Publikation Die Vogelforscherin ist die «Ausgewählte Bachelor Thesis 2008» der Hochschule der Künste Bern, Studiengang Visuelle Kommunikation.
Rosa Monika Guggenheim (*1980) schloss im September 2008 ihr Studium in visueller Kommunikation an der Hochschule der Künste Bern ab. Davor absolvierte sie den Vorkurs Film/Video an der ZHDK. Seit 2002 arbeitet sie selbstständig als visuelle Gestalterin.

