Bildsprachfähig

Visuelle Werkzeuge in der Kommunikation mit Aphasiepatientinnen und -patienten

 

Für Aphasiepatienten fällt die Sprache zur Bewältigung ihres (Spital-)Alltags oft aus – selbst nach mühsamem Wiedererlernen des Sprechens hindern sie Defizite in ihrem Sprachverständnis an einer gelingenden Kommunikation. Bilder und Piktogramme könnten hier helfen und werden in der Praxis dennoch kaum genutzt: Die Systematiken solcher bestehenden «Bildhilfen» sind mangelhaft konzipiert und unbefriedigend gestaltet. Zugleich ist die Bildkommunikation von und mit Aphasikern bislang noch wenig erforscht.

Das Projekt setzte hier an und generierte Wissen über die visuelle Kommunikation mit Aphasiepatientinnen und -patienten. Die forschungsleitende Hypothese war: Die Kommunikation zwischen Personal und Aphasikern kann durch visuelle Hilfsmittel dann gesteigert werden, wenn die Valorisierung der Therapeutinnen- und Patientenfähigkeiten im Zentrum der Gestaltung steht – kurz: Wenn die visuelle Gestaltung ihren Ausgangspunkt in den sprachlichen Fähigkeiten und kommunikativen Bedürfnissen der Patienten sowie den visuell-kommunikativen und improvisatorischen Erfahrungen der Logopädinnen nimmt. Dieses Wissen fliesst in die Gestaltung passender visueller, situativer oder strategischer Werkzeuge ein – das können Bildkarten, Legesysteme oder andere visuelle Mittel und Interfaces sein, die eng an die Praxisbedürfnisse angepasst sind.

 

2010 erscheint die Broschüre «Bildsprachfähig», in der die wichtigsten visuellen Grundlagen zur Arbeit mit Aphasiepatienten vorgestellt werden (zu beziehen über den Forschungsschwerpunkt Kommunikationsdesign).

 

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

 

 

Bild: Auslegeordnung: Beispielkarten «Wortschätzchen» – Ein Quartspiel zum Üben von Ober- und Unterbegriffen, ProLog (1998), Köln: Prolog

 

 

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