AktiveArchive 1

Erhaltung und Dokumentation elektronischer Kunst

 

Die Anfänge von «AktiveArchive» reichen ins Jahr 2000 und das vom Bundesamt für Kultur initiierte Symposium «sitemapping.ch» zurück. Aus einer von vier Arbeitsgruppen für Fördermassnahmen im Bereich der elektronischen Künste hervorgegangen, hat sich über Vor- und Pilotprojekt schliesslich ein Forschungsprojekt von 4 Jahren regulärer Laufzeit mit einem Jahr Verlängerung etabliert. Eng angebunden an die Vertiefungsrichtung Moderne Materialien und Medien des Fachbereichs Konservierung und Restaurierung, hat «AktiveArchive» sehr schnell ein nationales und internationales Beziehungsnetz aufgebaut, das bereits während der Projektphase 1 zu zahlreichen Symposiumsbeteiligungen in Europa und zunehmend auch in Nord- und Mittelamerika führte.

 

Auf nationaler Ebene sind unter anderem die Teilprojekte mit konkreten Vorhaben und Ergebnissen anzuführen: Gemeinsames Inventar und Koordination im Archivbereich der 12 grössten Videokunstsammlungen der Schweiz, Aufbau eines historischen Gerätepools zwecks Restaurierung und Aufführung vorwiegend vergangener Videokunst, unkomprimierte Sicherung auf Harddisks, Kooperationen mit lokalen und nationalen Projekten im Bereich Audio- und Netzkunst, Musterwerkdokumentationen von analogen und digitalen Werken. Zwei grosse Arbeitspakete schliessen die erste Projektphase ab: die Ausstellung mit rekonstruierten Videoinstallationen der 70er- und 80er-Jahre und wieder sichtbar gemachter Bänder im Kunstmuseum Luzern sowie das Buchprojekt «Kompendium der Bildfehler im analogen Video», welches Anfang 2010 dt. /engl. erscheinen wird. Die Ergebnisse von «AktiveArchive» fliessen in die Lehre zurück, zudem ist der historische Gerätepool ein wichtiger Fundus für die Ausbildung künftiger Medienrestauratorinnen und -restauratoren.

 

www.aktivearchive.ch

sitemapping.ch

 

Lurk, Tabea: Virtualisation as Preservation Measure. In: Archiving 2008. Society

for Imaging Science and Technology (Hrsg.), Springfield, VA, USA 2008, S. 221–225

Lurk, Tabea: Nachtschichten. In: Nachtschichten. Köppl, Jörg (Hrsg.), Wilhelm Fink Verlag, Zürich 2008, S. 9–21

Gfeller, Johannes: Die Videobänder von Jean Otth. In: Memoriav Bulletin Nr. 14. 2008

Gfeller, Johannes: Pixel und Zeile zu Frame. Baukasten zu einer Theorie der Medienerhaltung. In: Visions of a future. Art and art history in changing contexts. Zürich: Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft 2004, S. 207–226 

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Johannes Gfeller

 

Mitarbeit:

Irene Müller (SIK, 2002–2006)

Irene Schubiger (HKB, 2004–2006, SIK ab 2006)

Joanna Phillips (SIK, 2005–2008)

Tabea Lurk (ab 2006)

 

Kooperationspartner:

Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK)

sitemapping.ch

 

Finanzierung:

Bundesamt für Kultur (BAK) im Rahmen von sitemapping.ch

 

Laufzeit:

01/2002 – 12/2003 Pilotprojekt

01/2004 – 12/2008 Projekt

 

 
efqm