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Analogien des Digitalen: Von der Fallstudie zur allgemeinen Erhaltungsmatrix medialer Kunst

 

Analogien des Digitalen beschäftigt sich mit der Erhaltung von elektronischem Kulturgut unter besonderer Berücksichtigung des Übergangs von analogen zu digitalen Technologien. Elektrotechnisches und informatisches Fachwissen wird durch einen medienarchäologischen Hintergrund erweitert und sowohl kunsttechnologisch als auch kunst- und kulturhistorisch neu verankert.
Elektronische Kunstwerke sind wie die meisten räumlichen Kunstwerke primär durch die Degradation ihrer materiellen Bestandteile gefährdet. Ihre analogen Schaltkreise und mechatronischen Baugruppen sind dadurch von einem Funktionsverlust bedroht, und ihre digitalen Bestandteile von einem Funktions- und einem Informationsverlust.

Erweiterte präventive Konservierung und Datensicherung, Reparatur, Migration und Virtualisierung gehören zu den gemischten Strategien, die heute anzuwenden sind, um eine ethisch vertretbare Balance von Authentizität und Funktionalität zu erreichen. Namentlich im Bereich digitaler Werke gibt es erst einzelne Fallstudien, aber von einer durch eine Fachgemeinschaft allgemein anerkannten Praxis sind wir noch weit entfernt. Für zahlreiche neue Erhaltungsfragen gibt es noch gar keine Lösungen.

Vorliegendes Projekt hat zum Ziel, mittels Auswertung schon vorhandener Fallstudien, aus der Begleitung von solchen während der Projektdauer und aus selber durchzuführenden im nämlichen Zeitraum ein zusammenhängendes Wissensfeld über bekannte Ausfallrisiken und zu wählenden (Langzeit-)Erhaltungsstrategien in einem Umfeld stetigen technologischen Wandels zu generieren.

Analogien des Digitalen ist in einem grösseren Rahmen angesiedelt, nämlich dem EU-Interreg IV – Projekt „Digitale Medienkunst am Oberrhein. Konservierung – Restaurierung – Zukunftssicherung“ (2010-2012). Drei der insgesamt 6 Interreg-Partner sind vorwiegend mit dem Ausstellen von Medienkunst befasst. Als unsere DoRe-Projektpartner bilden ihre aktuellen oder zukünftigen Werke neben anderen Studienobjekten zentrale Forschungsmaterialien für uns.

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

 

Bild: Jeffrey Shaw, The legible city, 1988-91, ZKM

 

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Johannes Gfeller

 

Mitarbeit:

Jürgen Enge

Florian Kaufmann

Tabea Lurk

 

Praxispartner:

ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie, KarlsruheDigital Art Collection / Digital Art Store, Basel

Espace multimédia Gantner, Bourogne/F

 

Projektfinanzierung:

Schweizerischer Nationalfonds, DORE

 

Laufzeit:

12/2010–11/2012

 

 
efqm