Schauspielstudium

JA! ABER WIE?

Die Berufsbezeichnung „Schauspieler*in“ ist nicht geschützt. Jede und Jeder kann sich also Schauspieler*in nennen. Nahezu alle, die erfolgreich in diesem Beruf arbeiten, haben jedoch eine Ausbildung absolviert.

Es gibt im deutschsprachigen Raum (Deutschland, Schweiz, Österreich) neunzehn staatlich Schauspielschulen. Neben diesen staatlich geführten Hochschulen und Universitäten bieten auch unzählige private Schauspielschulen und Schauspiel-Coaches Ausbildungen an. Während an den staatlichen Schauspielschulen in der Regel eine hochwertige Ausbildung garantiert ist, schwankt die Qualität der privaten Anbieter stark. Im Gegensatz zu privaten Anbietern sind die staatlichen Hochschulen nicht primär auf deine Gebühren angewiesen. Sie sind also günstiger. Ausserdem weisst Du, dass du dort wegen deinem Talent aufgenommen wirst und nicht wegen deinem Geld.

  • Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ Berlin – Abteilung Schauspiel
  • Universität der Künste Berlin – Fakultät Darstellende Künste, Studiengang Schauspiel
  • Hochschule der Künste Bern – Fachbereich Theater (Das sind wir ;-)
  • Folkwang Universität der Künste – Studiengang Schauspiel, Bochum
  • Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main – Diplomstudiengang Schauspiel
  • Universität für Musik und darstellende Kunst Graz – Institut 9. Schauspiel
  • Hochschule für Musik und Theater Hamburg – Studiengang Schauspiel
  • Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover – Studiengang Schauspiel
  • Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig – Schauspielinstitut Hans Otto
  • Anton Bruckner Privatuniversität Linz – Institut Schauspiel
  • Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württember – Ludwigsburg
  • Theaterakademie August Everding – München, Studiengang Schauspiel
  • Otto-Falckenberg-Schule München – Fachakademie für darstellende Kunst der Landeshauptstadt München
  • Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf – Fakultät 1 – Studiengang Schauspiel
  • Hochschule für Musik und Theater Rostock – Institut Schauspiel
  • Universität Mozarteum Salzburg – Thomas Bernhard Institut, Abteilung für Schauspiel und Regie
  • Staatliche Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart – StudiengangSchauspiel
  • Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien – Studiengang Schauspiel
  • Universität für Musik und darstellende Kunst Wien Max-Reinhardt-Seminar – Studienzweig Schauspiel
  • Zürcher Hochschule der Künste – Departement Theater

Fächer die in der einen oder anderen Form an jeder staatlichen Schauspielschule unterrichtet werden sind: Schauspiel (Grundlagenunterricht, Szenenstudium, Schauspielmethoden, Improvisation etc.), Körperfächer(Tanz, Akrobatik, Kampfsportarten etc.), Stimme/Sprache (Stimmtraining, Textarbeit, Gesang etc.), Theorie (Theatertheorie, Aufführungsanalyse, Theatergeschichte etc.) Wie die Hochschule der Künste Bern HKB, bieten einige Schauspielschulen auch interdisziplinäre Projektarbeit und Praxissemester an. Jede Hochschule hat ein anderes Profil und setzt unterschiedliche Schwerpunkte.

In der Regel werden die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife (in der Schweiz Maturität oder gleichwertiger Abschluss auf Sek. II) verlangt. Ist eine besondere Begabung erkennbar, kann man an einigen staatlichen Schulen auch ohne Hochschulreife studieren. Persönliche Eigenschaften, die gefragt sind: starke Motivation, Spontanität, Disziplin, Ausdrucksfähigkeit, Belastbarkeit, Fantasie, gute Allgemeinbildung, Konzentrationsfähigkeit, robuste körperliche Konstitution, Bühnenpräsenz, Kritikfähigkeit, Freude am spielerischen ausprobieren von Neuem, Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen, körperliches und sprachliches Ausdruckspotential, künstlerischer Veräusserungs- und Gestaltungswille, Fähigkeit zur Reflexion einer Textvorlage.

Professionelle Schauspieler*innen arbeiten im Sprechtheater, Film, Fernsehen, Radio und anderen audiovisuellen Medien. Die performativen Formate, die darstellerisches Können erfordern, sind in den letzten Jahren immer vielgestaltiger geworden. Schauspieler*innen sind angestellt in einem Theaterensemble, arbeiten frei in verschiedenen Produktionen oder initiieren eigene Projekte. Darüber hinaus arbeiten Schauspielr*innen als Radiosprecher*innen, Synchronsprecher*innen und Hörbuchsprecher*innen oder in angrenzenden Berufsfeldern wie der Theaterpädagogik oder im Kommunikationstraining.

Jährlich bewerben sich mehrere Tausend Interessent*innen auf die rund 250 Studienplätze, die die staatlichen Schauspielschulen bereitstellen. Das soll dich jedoch nicht davon abschrecken, es zu versuchen. Alle staatlichen Schauspielschulen führen mehrstufige Aufnahmeverfahren durch.

Die meisten Schauspielschulen verlangen drei (klassische/moderne) Rollen. Viele verlangen auch eine selbstentwickelte Szene. Oft wird auch der Vortrag eins Gedichts und/oder eines Lieds verlangt. Viele Schulen bieten Vortests an, bei denen du am selben Tag erfährst, ob du zu einer weiteren Prüfungsrunde eingeladen wirst. Vortests für die Schauspielausbildung an der Hochschule der Künste Bern HKB finden jeweils in Berlin, München, Köln und Bern statt.

Der Studienbeginn ist von Hochschule zu Hochschule verschieden: entweder im Herbst oder im Frühling. Das Schauspielstudium an der Hochschule der Künste Bern HKB beginnt jeweils im Februar.

Die meisten Hochschulen nehmen Studierende zwischen 17 und 26 Jahren auf.

Es lohnt sich, sich genau über die Hochschule oder Universität zu informieren, an der du studieren willst. Jede Schauspielschule hat ihr eigenes Profil und setzt verschiedene Schwerpunkte. Im Schauspielstudium an der HKB lernst Du, wie an alle Hochschulen schauspielerisches Handwerk auf hohem Niveau. Darüber hinaus wird die Entwicklung deiner eigenen künstlerischen Handschrift gefördert.