Forschungsapéro 2019

27.02.2019 Woran die HKB forscht - Einblick in aktuelle Projekte

Nachhaltiges Kaffeerösten, Phänomene des Aspektsehens und klingende Schafdarmsaite

Am 20. März gibt die HKB-Forschung Einblick in ihr aktuelles Schaffen:
Der Kommunikationsdesigner Marius Disler berichtet über den nachhaltigen Zugang zum Kaffeerösten für alle, die Künstlerin Tine Melzer veranschaulicht Phänomene des Aspektsehens und die Interpretationsforschenden Jane Achtman und Kai Köpp lassen Musiksaiten aus Schafdarm neu erklingen. Umrahmt wird der Anlass von einer Posterausstellung.

In welch vielfältigen Feldern die HKB-Forschung unterwegs ist, zeigt sie auch heuer wieder an ihrer Jahresschau. Am Forschungsapéro 2019 berichten vier Forschende mit künstlerischen Performances und Kurzvorträgen aus ihrer aktuellen Projekttätigkeit:

 

Marius Disler | mikafi

Woher kommt der Kaffee, den wir täglich konsumieren? Oft bleibt diese Frage unbeantwortet und es erstaunt wenig, dass sich die Kaffee-Wertschöpfungskette heutzutage aus über 10 Beteiligten zusammensetzt. Mit mikafi sollen grüne Kaffeebohnen nun den Weg so direkt wie möglich zu den Konsument*innen finden, die diese nach eigenen Vorlieben zuhause rösten und so den Kaffeegeschmack individuell beeinflussen können. Wie künftig frischmöglichster und persönlicher Kaffeegenuss garantiert ist, erklärt Marius Disler.

Gefördert von: Gebert Rüf Stiftung

 

Tine Melzer | Bilder kippen!

In künstlerischer Praxis und Lehre, im Diskurs über Bedeutung und Interpretation von «Bildern» spielt das kognitive Instrument «Aspektsehen» eine zentrale Rolle. Das hierfür wohl bekannteste Beispiel ist das Bild des «Hasen-Enten-Kopfs» von Joseph Jastrow und Ludwig Wittgenstein, das entweder als Ente oder als Hase interpretiert werden kann. Das Forschungsprojekt führt zum einen den Begriff des «Aspektsehens» in die künstlerische Arbeit und Reflexion ein. Zum anderen bündelt es philosophische, wahrnehmungstheoretische und experimentelle Vorgehensweisen, um «Aspektsehen» als aktives diskursives Mittel in den Künsten zu etablieren. Wann Bilder kippen, veranschaulicht Tine Melzer performativ.

Gefördert von: HKB

 

Jane Achtman und Kai Köpp | From Field to Fiddle

Musik für Streich- und Zupfinstrumente erklang bis weit ins 20. Jahrhundert auf Saiten aus zusammengedrehtem Schafdarm. Obwohl diese Saiten über Jahrhunderte hinweg als unübertroffen galten, werden Darmsaiten heute aus rundgeschliffenem Rinderdarm hergestellt, der jedoch merklich andere physikalische Eigenschaften besitzt als die alten Saiten. Im Projekt wurden historische Herstellungsverfahren erforscht und mit Hightech-Sensorik emuliert. Durch die Verwendung von Schweizer Schafdarm sind spezifische Klangqualitäten und Spieleigenschaften historischer Darmsaiten wieder verfügbar. Wie Schafdarmsaiten hergestellt werden und wie sie klingen, demonstrieren Jane Achtman und Kai Köpp.

Gefördert von: Innosuisse, Projektpartner: Camerata Bern, Geigenbauatelier Stephan Schürch

 

Durch den Abend führt der Leiter der HKB-Forschung, Thomas Gartmann.

Nach den Kurzvorträgen folgt zudem ein erstes Preview in die interaktiven Forschungsbeiträge Horror-Game-Politics und Aktive Thermografie von der Museumsnacht Bern, die am 22. März ebenfalls am HKB-Standort Fellerstrasse 11 stattfindet.

 

Wir würden uns freuen, Sie begrüssen zu können!

Kontakt

Wann?

20. März 2019
18.00 Uhr

Wo?

Hochschule der Künste Bern HKB
Fellerstrasse 11
3027 Bern
(S-Bahnhof Bümpliz Nord)

 

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Fachgebiet: Musik, Theater und andere Künste
Rubrik: Forschung