Kirchenmusik

Die Kirchenmusikschule koordiniert innerhalb des Fachbereiches Musik die Ausbildung für Orgel.

 

Im Auftrag der Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn führt sie Kurse für den kirchenmusikalischen Dienst im Nebenberuf durch.

 

Die Berufsfeldfächer des Orgelkurses I sind auch Teil des CAS/DAS Orgel-Studiums für Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker mit Hauptfach (oder besonders qualifiziertem Nebenfachabschluss) Klavier bzw. Cembalo.

 

Die Kurse dauern jeweils 4 Semester während einem Nachmittag pro Woche (im Chorleitungskurs zusätzliche Termine für Praktika), dazu persönliche Vorbereitung.

Information

Organisation

Leitung Studiengang Kirchenmusik

Antonio Garcia

Dozierende

Orgel

Pascale Van Coppenolle

Daniel Glaus

Benjamin Righetti

 

Improvisation

Benjamin Righetti

 

Chorleitung, Stimmbildung, Singleitung

Christine Guy

 

Orgelkunde, Orgelliteratur

Thomas Leutenegger

 

Orgelspiel Spezialgebiete

Antonio Garcia

 

Einführung in die Popularmusik

Jürg Lietha

 

Liturgik und Hymnologie (deutsch)

Antonio Garcia

 

Liturgie (français)

Dominique Giauque

 

Hymnologie (français)

Anne-Marie Heiniger 

 

Kirchenmusikgeschichte

Antonio Garcia

Geschichte

Im 19. Jahrhundert gehörte das Orgelspiel zum Ausbildungsprogramm der bernischen Lehrerseminare, da die Lehrer (und später besonders auch die Lehrerinnen) normalerweise auch den Orgeldienst an ihrem Wirkungsort versahen. Anfangs des 20. Jahrhunderts wurde das Obligatorium aufgehoben, weil nur die wirklichen fähigen Leute diese Aufgabe übernehmen sollten.

 

Der im Jahre 1901 gegründete Bernische Organistenverband BOV führte von Anfang an Kurse zur Verbesserung der Qualität durch. 1914 schlossen der BOV und der Synodalrat (die Kirchenleitung) ein Übereinkommen zur Zusammenarbeit in der Organistenausbildung. Eine besondere Rolle spielten dabei die „Zentralkurse“. Diese wurden 1939 ans Konservatorium Bern verlegt (später kam auch das Konservatorium Biel dazu) und zu den heute noch bestehenden Kursen I und II ausgebaut. Die Ausbildung in den nebenberuflichen Kursen I und II und im Chorleitungskurs ist in einigen Fächern verknüpft mit den professionellen Studiengängen. Dies spart nicht nur Kosten, sondern schafft vor allem wertvolle Kontakte zwischen professionellen und nebenberuflichen Organistinnen und Organisten.

 

Daneben besteht weiterhin das Kursangebot des BOV, das von der Reformierten Kirche finanziell unterstützt wird: Grundkurse für den Einstieg ins Orgelspiel, Fortbildungskurse für amtierende Organistinnen und Organisten im Sinne der „éducation permanente“ und wechselnde Kursangebote zu verschiedenen Einzelthemen. Ähnliche Angebote bestehen im französischsprachigen Teil des Kantons Bern und in dem zum Synodalverband gehörenden Kanton Jura, organisiert von der „Société des organistes protestants du Jura“.

 

Die Organisation der Kurse am Konservatorium wurde durch die Sekretariate der Konservatorien gemeinsam mit der synodalrätlichen Prüfungskommission vorgenommen. Zur Vereinfachung der Administration wurde 1996 am Konservatorium Bern die „Kirchenmusikschule“ als Koordinationsstelle für die kirchenmusikalischen Ausbildungen gegründet.

 

In der heutigen Struktur des Fachbereichs Musik der Hochschule der Künste nimmt die Kirchenmusikschule eine Sonderstellung ein, weil sie verschiedene Studiengänge übergreift. Sie nimmt als „Studienbereich“ die Koordination kirchenmusikalischer Anliegen in der HKB wahr und pflegt Kontakte mit entsprechenden Abteilungen an anderen Ausbildungsstätten.

Suche