Schnittstellen der zeitgenössischen Musik

Das Forschungsfeld befasst sich mit ästhetischen Phänomenen, die seit den 1990er-Jahren immer stärker ins Blickfeld rücken: Composed Theatre, Klangforschungen, neue Musiksysteme, improvisatorische Praktiken, Verbindungen zu Malerei und Literatur, neue Autorhaltungen in der Performancepraxis wie das Verschwinden des Interpreten.

Das Erkenntnisinteresse des Forschungsfelds gilt entsprechend nicht in erster Linie statischen Werkstrukturen, sondern kreativen Entwicklungsprozessen sowie den sozialen Interaktionsmustern, die diesen zugrunde liegen. Erörtert werden ferner die heute vieldiskutierten Fragen nach der «Welthaltigkeit», nach musikalischer Autonomie und Relationalität, nach gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Zusammenhängen insbesondere des experimentellen Musiktheaters und benachbarter Bühnenformen.

Zur Erfassung und Dokumentation von Praktiken der zeitgenössischen Musik bedient sich das Forschungsfeld u.a. bewährter Verfahren der qualitativen Feldforschung und der Ethnographie. Zur Prozessdeutung werden neben Erklärungsmodellen der genetic studies of performances insbesondere Handlungstheorien aus der Ritualforschung herangezogen.

 

Kernkompetenzen

• Empirische Beobachtung und Analyse von Kreationsprozessen in den zeitgenössischen performing arts

• Experimentelle Forschung an den künstlerischen Mitteln der zeitgenössischen Musik

• Expertise zu Exzellenzförderung und Qualitätsentwicklung der Schnittstellen von Musik zu Theater, bildender Kunst, Literatur etc.

• Gestaltung, Begleitung und Evaluation von Projekten, die das dialogfördernde und identitätsstiftende Potential der experimentellen Musik nutzen (Interkulturalität, Migration, Globalisierung)

 

Ansprechpartner

Leo Dick

 

 

Laufende Projekte
performing speech (2016/17)

Ecoute élargie (2015–2018)

 

Abgeschlossene Projekte

Hochleistungsteams in Musik und Wirtschaft (2014/15)

«Das Schloss Dürande» von Othmar Schoeck (2013–16)

«Das Auge komponiert» (2013–16)

Zwischen Konversation und Urlaut (2012–15)

«In Ketten tanzen erweist sich erfahrungsgemäss als Herausforderung» (2012/13)
Autorenauftritte (2011/12)

Sprechende Hände (2009/10)

Musiktheater in Migration (2009/10)

 

 

 

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