Wie von Geisterhand

Digitalisierung von Papierrollen für Reproduktionsklaviere

 

Zwischen 1905 und 1930 wurde mit Hilfe von Reproduktionsklavieren und -orgeln Musik mechanisch aufgezeichnet. Diese Instrumente, vielfach aus dem Hause Welte in Freiburg/Breisgau, benutzten als Tonträger Lochstreifen aus Papier (Notenrollen) und konnten so die eingespielten Musikstücke inklusive der Anschlagsdynamik – wie von Geisterhand – weitgehend authentisch wiedergeben. Ziel des im Herbst 2008 abgeschlossenen Forschungsprojektes war die Entwicklung eines Musikrollen-Scanners und der dazugehörigen Steuerungsapparate und Archivierungssoftware. Dank Vorarbeiten am BFH-Departement Technik und Informatik während der Jahre 2001 bis 2006 erreichte der Scanner Produktionsniveau. Papierrollen aller Fabrikate können nun in abspielbare MIDI-Dateien konvertiert oder als Rohdaten archiviert werden. Die Ablage der Rohdaten ermöglicht den Fortbestand der mechanischen «Aufnahmen» ohne weitere Abnützung der originalen Rollen und Abspielgeräte, und die Umwandlung ins MIDI-Format macht sie für die Interpretationsforschung unmittelbar zugänglich.

 

Publikation

C. Bacciagaluppi: Prima di Welte: il melografo da utopia illuminista a prodotto industriale, in: Instrumental Music and the Industrial Revolution, hg. von Roberto Illiano/Luca Sala, Bologna 2010 (Ad Parnassum Studies, 5), S. 543–572.

 

Bild: Der Scanner geht zur Sammlung: Roger Tschanz beim Digitalisieren einer Privatsammlung (Daniel Debrunner)

 

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Roman Brotbeck

 

Mitarbeit:

Claudio Bacciagaluppi

Daniel Debrunner, BFH-TI

Roger Tschanz, BFH-TI

 

Kooperationspartner:

BFH-TI: Technik und Informatik

Museum für Musikautomaten, Seewen

 

Finanzierung:

Berner Fachhochschule, BFH

 

Laufzeit:

1/2007-10/2008

 

 

Weitere Informationen

Website FSP Interpretation