Kreativitätstechniken als Wissenstechniken

Methoden der künstlerisch-gestalterischen Forschung

 

In den aktuellen Debatten zur künstlerisch-gestalterischen Forschung sind Methodenfragen zentral – der konkrete Methodengebrauch in der Forschungspraxis wird jedoch selten reflektiert. Es fehlen wichtige Einblicke in die Art und Weise wie neues Wissen in diesem Bereich produziert wird und welche Kriterien dabei ausschlaggebend sind. Mit Blick auf den Methodengebrauch ist zu beobachten, dass einerseits 'kreative', d.h. kunst- und designspezifische Arbeitstechniken und Darstellungsformen als 'Forschungsmethodik' bzw. 'Wissenstechnik' aufgefasst und für die Zwecke der künstlerisch-gestalterischen Forschung angepasst werden. Andererseits werden bestehende wissenschaftliche Ansätze, etwa aus den Sozialwissenschaften, der Wissenschafts- und Technikforschung, aufgegriffen und für die eigenen Belange passend gemacht.

 


Das Projekt untersucht den Methodengebrauch in der künstlerisch-gestalterischen Forschung anhand von drei Fallbeispielen. Dazu werden die Entwicklung eigener innovativer Methoden sowie der Transfer bestehender Methoden aus den Sozialwissenschaften in die künstlerisch-gestalterische Forschung analysiert. Die untersuchten Methoden sind: Cultural Probes, Speculative Design und Grounded Theory.

 


Gefragt wird, wie die Akteure in der künstlerisch-gestalterischen Forschung im Abgleich, oft aber im Konflikt mit wissenschaftlich überlieferten Kriterien- und Normensets ihre methodischen Verfahrensweisen erarbeiten, wie diese beschaffen sind und praktisch angewandt werden und wie sie diese theoretisch reflektieren. Im Projekt wird ein erstes begrifflich-theoretisches Instrumentarium entwickelt werden, das es erlaubt, den Methodengebrauch in der künstlerisch-gestalterischen Forschung fundierter zu verstehen und seine zentralen Aspekte griffiger zu benennen.

 

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

 

Forschungsbericht Nr. 9

ISBN 978-3-9523846-9-5 

 

Bild: Claudia Mareis

 

zurück

 

 

Suche

ORGANISATION

Projektleitung:

Claudia Mareis

Priska Gisler

 

Mitarbeitende:

Franziska Parpan

 

Finanzierung:

Berner Fachhochschule, BFH

 

Projektdauer:

3/2011-08/2013