Sepulkraldesign

Wie nutzen Friedhofsbesucher/innen eigentlich den Friedhof? Und welche Rolle spielt hierbei die Gestaltung?

 


Vorgehen
Eine Befragung von 363 Besucher/innen der drei Friedhöfe der Stadt Bern vom September 2002 stellt einen – für die Schweiz einmaligen – Versuch dar, aktuelle Raumnutzungsdebatten zu diesen öffentlichen Stätten auf eine empirische Grundlage zu stellen und dabei das Erwartungsprofil der FriedhofbesucherInnen näher zu umreissen.

 


Im Einzelnen wurden Einstellungen zu Nutzungsänderungen unter anderem in Abhängigkeit von Besuchsmotiven und gefühlsmässigen Besetzungen des Friedhofbegriffes erhoben und die Beziehungen der Besuchenden zu den Anbietenden friedhofsrelevanter Leistungen (Stadtgärtnerei und Grabmallieferanten) analysiert.

 


Ergebnisse
Eine Mehrheit ist Nutzungsänderungen wie etwa der Einrichtung von Picknickplätzen eher skeptisch gegenüber eingestellt; die Palette der Besuchsmotive fällt jedoch sehr breit aus und weist auf die Multifunktionalität der Friedhöfe hin. Insgesamt kann man von einer hohen Kundenzufriedenheit sprechen, wenngleich bestimmte Einzelaspekte des Leistungsangebotes der Stadtgärtnerei wie etwa das Orientierungssystem oder das Bepflanzungsangebot kritisch beurteilt werden. Schliesslich erfolgt eine systematische Gegenüberstellung formeller und informeller Regelungspraktiken (Grabmalverordnung, Grabmalkommission) mit den geäusserten Wünschen und der Toleranzschwelle der FriedhofbesucherInnen.

 


Bei der Erfassung der Einstellungen des Publikums zu unterschiedlichen Bestattungsformen ist das starke Interesse an alternativen Modellen auffällig, insbesondere auch was friedhofsexterne Bestattungsformen angeht.

 

Bild: Impression vom Berner Bremgartenfriedhof

 

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Walter Kretz

 

Kooperationsartner:

Stadtgärtnerei der Gemeinde Bern