Visualisierung OGD

Open Government Data aus der Perspektive des Kommunikationsdesigns

 

Grundlagen

Öffentliche Dienste stellen der Öffentlichkeit zunehmend mehr und mehr Daten zur Verfügung. Doch Informationsdienstleistungen, die aus offenen Daten hervorgehen, erfordern ein breites Spektrum an Fähigkeiten und technologischen Methoden. 
Dieses Forschungsprojekt bündelt zwei Perspektiven. Die Wirtschafts- und Verwaltungswissenschaften untersuchen die Nutzung der zur Verfügung gestellten Daten vor allem auf der Grundlage der Anbieter und Verwerter. Das Kommunikationsdesign untersucht den offenen Zugang zu Behördendaten auf visueller Ebene und beschreibt den Wertschöpfungsprozess aus der Nutzerperspektive. Damit werden der Visualisierungskontext, die gestalterischen Entscheidungen und die Datenmodelle erstmals in einem Zusammenhang beschrieben.

 


Vorgehen


Die heutige Visualisierungspraxis sowohl in der OGD-Nutzung als auch in der öffentlichen Datenvisualisierung durch Behörden wird untersucht. Hierzu werden Projektbeispiele, wissenschaftliche Publikationen und politische Aussagen herangezogen.
- Der Bedarf im Überblick wird erhoben: Wichtige Zielgruppen werden identifiziert und die besonderen Bedürfnisse dieser Zielgruppen werden erforscht. Als Basis dienen die Auslegeordnung, die Hypothesen und die Fallbeispiele aus der Untersuchung der Visualisierungspraxis.
- Es werden zwei prototypische Visualisierungen erarbeitet, beide auf konzeptioneller Ebene und eine davon als Software-Prototyp. Sie werden auf der Basis der Auslegeordnung und der Zielgruppenanalyse entworfen, mit Nutzern getestet und nach der Rahmenstruktur der Auslegeordnung dokumentiert.
- Der Prozess, von der Datenbereitstellung bis zur Verwertung der visuell und anderweitig aufbereiteten Daten, wird als ganzer generisch beschrieben und kritisch reflektiert.



 

 


Ergebnisse
Auf der Ebene des Kommunikationsdesigns generiert das Projekt Wissensgrundlagen für die datengetriebene Visualisierung in Printmedien und in interaktiven Anwendungen. Der offene Zugang zu Behördendaten wird auf visueller Ebene kritisch untersucht und hinsichtlich seiner Leistungsfähigkeit beurteilt. Auf der Ebene der Verwaltung erhalten die Behörden ein besseres Verständnis über die Verwerter Ihrer Daten. Auch bekommen sie einen Überblick zu den Qualitätsanforderungen aus Sicht des Kommunikationsdesigns.

Auf der Ebene der Wirtschaft erhalten Medienunternehmen einen Überblick zur OGD-Landschaft und zu möglichen Instrumenten für die Nutzung der Daten bspw. im journalistischen Kontext. Sie können bestehende Lücken zwischen verfügbaren und erforderlichen Kompetenzen im Bereich der Visualisierung identifizieren und sich über neue Angebote profilieren. Intermediäre können neue Möglichkeiten für die Erfüllung ihrer Aufgaben erschliessen und neue Angebote für ihr Klientel entwickeln.

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

Suche

Projektleitung:

Daniel Schoeneck

 

Mitarbeit:

Marianne Fraefel, BFH-WGS

Reinhard Riedl, BFH-WGS

Jérôme Brügger, BFH-WGS

Hansjakob Fehr

Christoph Stähli Weisbrod

 

Kooperationspartner:

BFH-WGS: Wirtschaft, Gesundheit, Soziale Arbeit

 

Laufzeit:

01/2014 - 06/2015

 

Finanzierung:

BFH