Malereien auf Lehmputz

Festigung pudernder tibetanischer Wandmalerei auf Lehmuntergründen

 

Tibetische Wandmalereien werden traditionell mit wasserlöslichen Bindemitteln, meist Glutinleim, direkt auf Lehmputzuntergründe gemalt. Viele historische tibetische Wandmalereien wurden in den letzten Jahren zum Schutz der Oberfläche oder zur Festigung schwach gebundener Malschichten mit Kunstharzen behandelt. Für die westliche Kunsttechnologie ist Lehm als Bildträger ein wenig erforschtes

Material. Ziel des Projektes war es, die Eignung von verschiedenen Bindemitteln im Anstrichverbund mit Lehmuntergrund systematisch zu untersuchen und so geeignete Konservierungsverfahren zu entwickeln. Die Festigung diffusionsoffener Malschichten auf Lehmuntergrund wurde mit simulierten Bewitterungszyklen bezüglich Kondenswasserbildung und dadurch bedingten Anlösungen und Fleckenbildung untersucht. Weiter wurde mittels einer Kombination praxisrelevanter Kriterien (Optik, Colorimetrie, Abrieb, Beständigkeit) eine klare Differenzierung erreicht. Die Resultate werden seit 2007 an Objekten in Tibet umgesetzt.

 

Kilchhofer, Mathias; Scherrer, Nadim C.: Konservierung von Malereien auf Lehmputzen. In: Zeitschrift für Kunsttechnologie und Konservierung, Vol. 22, 2008, Heft 2, S. 344–354. ISSN 0931-7198

 

 

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ORGANISATION

Projektleitung:

Nadim C. Scherrer

 

Mitarbeit:

Ueli Fritz

Matthias Kilchhofer

 

Kooperationspartner:

HSB Biel

Isabel & Balz Baechi Stiftung

 

Finanzierung:

Berner Fachhochschule, BFH

 

Laufzeit:

1/2006-12/2006