Dozierende und Mitarbeitende

Name: Alony
Vorname: Efrat
Organisationseinheit: Musik, Jazz
Funktion: Dozentin
Unterrichtsfach: Gesang, Ensembles
 

Efrat Alony
Als Kammer-Jazz-Parallel-Welt feiert das Feuilleton die Musik der preisgekrönten israelischen Sängerin Efrat Alony. 1997 kam sie nach Berlin und gehört inzwischen zu den wichtigsten Stimmen des deutschen Jazz. Sie schreibt dichte, poetische Texte und verbindet Elemente aus Folk und Electro Musik mit der Freiheit des Jazz. Mit ihrem Trio ALONY gilt sie als eines der „herausragendsten Ensembles der internationalen Singer- und Songwriter-Szene“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2010)

 

In Israel, Deutschland und den USA studierte Efrat Alony Komposition, Arrangement, Jazzgesang und klassischen Gesang; fortführende Studien führten sie zu Bob Brookmeyer und Steve Gray. Als Feature-Solistin und Komponistin trat sie mit zahlreichen Bigbands auf, z.B mit dem Sunday Night Orchestra (CD „Overcast“, 2008), dem Zürich Jazz Orchestra, dem Jazz Orchestra of the Concertgebouw (Amsterdam), dem Ed Partyka Jazz Orchestra  (CD „Songs for love lost“ 2011) und der Hessischen Rundfunk Bigband. Als Vocal-Coach und musikalische Leiterin hat sie u.a für den amerikanischen Regisseur Robert Wilson gearbeitet.

 

Unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie bisher 4 CDs. Die letzen beiden beim renommierten deutschen Label Enja Records („Unarmed and Dazed“, eine Co-Produktion mit rbb Radio Berlin Brandenburg und „Dismantling Dreams“, eine Co-Produktion mit dem Bayerischen Rundfunk)

 

Efrat erhielt zahlreiche Preise für ihre Musik, so wurde sie mit dem Jazz-Performance-Preis der Karl-Hofer-Gesellschaft ausgezeichnet (2007) und erhielt den Jazz-Förderpreis des Berliner Senats (2008 und 2010). Die „Nürnberger Nachrichten“ haben ihr den Internationalen Jazzpreis 2009 verliehen und sie wurde für den BMW World Jazz Award 2010 in München nominiert.

 

In „Dismantling Dreams“ mischt  Alony – nun reduziert zum Trio (plus Streichquartett) – akustische und elektronische Elemente zu originellen Sounddesigns, die gezielt von aktuellen Konzepten der Popmusik beeinflusst sind. Eingebettet in diese abenteuerlichen Sound-Scapes , gewinnt Efrats faszinierende, hochbewegliche Alt-Stimme eine neue, fundamentale Klarheit und eine beeindruckende emotionale Tiefe. Von der Presse wird ihrer Musik als „Singer-Songwriter-Kunst von besonderer, grenzüberschreitender Art“ beschrieben oder als „populäre Kunstlieder, hoch expressiv“ benannt.

 

Mit der Freiheit, sich in keine Schublade einordnen zu lassen, geht Efrat Alony immer neue, musikalische Wege. Ihr neues Projekt Alony/Leicht/Wingold, ein Trio aus Stimme, Klarinette und Gitarre ist der Ausgangspunkt eines neuen Klangerlebnisses. Gemeinsam erweitert, verfremdet und bereichert das Trio diese Grundklänge durch Electronics zu bizarren, entrückten, mysteriösen, verwunschenen und doch wunderschönen Klangbildern. Die CD Co-Produktion mit dem rbb Berlin Brandenburg für dieses Projekt findet im Juli 2011 statt,  sowie ein Premieren Konzert  bei dem vom Deutschen Bundestag veranstalten Festival zur Thema „Jazz und Jüdische Kultur“ im Jüdischen Museum, Berlin. (Juni 2011)

 

Jedoch kehrt Efrat Alony immer wieder zu den „Wurzeln“ des Jazz zurück: wie z.B bei einem gemeinsam Recital mit dem renommierten Bassisten Riccardo del Fra, die beiden waren in Berlin mit einer Auswahl von Jazz-Standards zu hören. Hier trafen sich zwei Solisten, die die Klangvielfalt, Schönheit und Tiefe ihrer „Instrumente“ auf das schönste verbanden.

 

Bleibt am Ende noch zu sagen, dass mit Doug Ramseys (Artsjournal) Worten  Efrat Alonys Musik vielleicht am schönsten zu beschreiben ist: I'm not sure that there is a category for what Alony does. I'm not sure that there should be. Call it music."

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