Dozierende und Mitarbeitende

Name: Wessel
Vorname: Kai
Organisationseinheit: Musik, Klassik
Funktion: Professor
Unterrichtsfach: Gesang, Kammermusik
 

Der Countertenor Kai Wessel wurde in Hamburg geboren und studierte Musiktheorie (Prof. R. Ploeger), Komposition (Prof. Dr. F. Döhl) und Gesang (Prof. Ute von Garczynski; Konzertexamen mit Auszeichnung) an der Musikhochschule Lübeck.

 

Parallel dazu kam ein externes Studium barocker Aufführungspraxis an der Schola Cantorum Basiliensis bei René Jacobs, dessen Assistent er bei Bearbeitungen mehrerer Opern war.

 

Kai Wessel errang Preise beim VdMK-Wettbewerb Berlin (u.a. Sonderpreis des Deutschen Bühnenvereins für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes) und des Concours Musica Antiqua des Flandern-Festivals Brugge und erhielt Stipendien von der Studienstiftung des Deutschen Volkes und dem DAAD (Fortbildung bei Peter Kooy, Holland).

 

Kai Wessel gehört zu den führenden Vertretern seines Fachs, eingeladen von Orchestern und Dirigenten in aller Welt (u.a. von Ph. Herreweghe, N. Harnoncourt, G. Leonhard, J. Savall, T. Koopman, W. Christie, N. McGegan, R. Goebel, M. Suzuki, M. Haselböck, H. Max, M. Corboz, H.-W. Henze, S. Cambreling, H. Holliger, K. Nagano, P. Rundel), dokumentiert durch Rundfunk-, Fernseh- und über 90 CD-Aufnahmen.

 

Operngastspiele führten ihn an die wichtigsten Häuser in ganz Europa, u.a. an das Theater Basel, dem er von 1994 bis 2004 als Gast verpflichtet war.
Dort wirkte er mit unter der Regie von Herbert Wernicke, Joachim Schlömer (u.a. in der UA von Olga Neuwirths "Lost Highway" in Co-Produktion mit dem Steirischen Herbst Graz 2003), Karin Beier und Claus Guth (als Armenischer Knabe in der UA von Klaus Hubers "Schwarzerde").

 

Ebenso trat er in Bühnenproduktionen bei Festspielen für barocke oder zeitgenössische Musik auf, wie den Händel-Festspielen in Göttingen (Joacim, Arsace, Cesare), Karlsruhe (Giustino, Maria Cleofe) und Halle (Bertarido), in Schwetzingen (UA S. Sciarrino "Luci mie traditrici", UA G.F. Haas "Thomas"), Wien und Salzburg , Amsterdam und Venedig (M. Kagel "Aus Deutschland"), Innsbruck, Bregenz (UA G. F. Haas "Die schöne Wunde") und Zürich (UA R. Irman "Poem ohne Held").

 

Für seine Stimme wurden Werke geschrieben von A. Schlünz, R. Saunders, K. Obermüller, Ch. Czernowin, M. Kagel, H. Holliger, K. Huber, M. Pintscher, Stefano Gervasoni u.a.

 

Kai Wessel doziert Gesang und Historische Aufführungspraxis für Sänger an der Hochschule für Musik und Tanz Köln und lehrte in den vergangenen Jahren an der Wiener Privatuniversität.

 

An der HKB bringt sich Kai Wessel insbesondere für die Interpretation zeitgenössischen Gesangs- und Musiktheaterrepertoires und im Bereich von Projekten des clusters création musicale ein.

 

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