Dozierende und Mitarbeitende

Name: Glaus
Vorname: Daniel
Organisationseinheit: Musik, Klassik, Komposition
Funktion: Professor
Unterrichtsfach: Orgel, Komposition, Interpretation zeitgenössische Musik, Kammermusik
 

Daniel Glaus (*1957 in Bern)
durchlief umfassende Musikstudien in Bern, Freiburg im Breisgau und Paris in den Fächern Theorie (Theo Hirsbrunner), Komposition (Klaus Huber, Brian Ferneyhough), Orgel (Heinrich Gurtner, Gaston Litaize, Daniel Roth, Luigi Ferdinando Tagliavini, Harald Vogel) und Dirigieren (Paul Theissen, Erich Schmid).

 

Eindrückliche Begegnungen mit Luigi Nono, Gérard Grisey, Tristan Murail, Brian Ferneyhough, Yannis Xenakis, György Ligeti, Heinz Holliger, Pierre Boulez, aber auch mit Heraklit, Platon, Augustinus, dem Buch Sohar, Meister Eckhart, Maimonides, Keppler, Swedenborg, Rilke, Ernst Bindel, Massimo Cacciari, mit Zahlen, Räumen, Zeiten, Klängen, mit Bergen, Bäumen, Schmetterlingen, Wassern, Einöden und mit vielen Menschen.
 
Er wirkt als Professor für Komposition an der Musikhochschule Zürich und für Orgel und Komposition an der Hochschule der Künste Bern und als Organist am Berner Münster, wo er als künstlerischer Leiter die sommerlichen Abendmusiken  betreut.
 
Neben reger internationaler Konzerttätigkeit als Organist engagiert sich Daniel Glaus stark für Fragen des Orgelbaus und der Kirchenmusik: unter anderem Konzeption der Bieler "Schwalbennest-Orgel"; Initiant des „Bieler Orgeldreigestirns“ (drei stilistisch aufeinander abgestimmte geplante und teilweise realisierte Instrumente)  Mitinitiant des IV. Internationalen Kongresses für Kirchenmusik Ittingen 1997 als Weiterführung der drei Kirchenmusikkongresse in Bern 1952, 1962 und 1972; Forschungsprojekt "Innov-Organ-um" (sensibel-dynamische Orgel).
 
2006 wurde ihm von der Theologischen Fakultät der Universität Bern die Ehrendoktorenwürde verliehen.
 
2009 Grosser Musikpreis des Kantons Bern
 
Sein kompositorisches Oeuvre umfasst Kammermusik (u.a. drei Streichquartette, Klaviertrio "In hora mortis"(1987-1993), Werke in verschiedenen Besetzungen), Orgelwerke, Vokalmusik (fünf Oratorien "Hüllen des Abgrunds" 1986/87, "Sunt lacrimae rerum" 1988/89, "Komposition zu Meister Eckhart" 1994/95, „Sola quae cantat audit et cui cantatur“ 2009, „von den vier Enden der Welten» 2011; mehrere Kantaten, Motetten, diverse Kompositionen für Stimme solo, Zyklus „De Angelis“ in memoriam Luigi Nono 1990-93), konzertante Orchesterwerke (u.a. Orgeldoppelkonzert mit improvisierendem Klarinettisten 1993, Cellokonzert 1999/2011, Violinkonzert 2004/05, Orgelkonzert „Tiphereth II“ 2011), Orchesterwerke (u.a. „Florestan und Eusebius“, 1981, „Zieh einen Kreis aus Gedanken“ 1986, „Meteorsteine“ 1987, vier Sephiroth-Symphonien 1999 - 04/...) und zwei Kammeropern ("Zerstreute Wege" 1981-83, "Die hellen Nächte" 1987-97).

 

Publikationsliste

 

Forschungsprojekte:

INNOV-ORGAN-UM

 

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