CAS Naturstein und seine Erhaltung

Im CAS Naturstein und seine Erhaltung werden die Studierenden auf den verantwortungsbewussten, behutsamen und schonenden Umgang in der Steinkonservierung vorbereitet.

 

Im Bauwesen verlagern sich die Aufgaben immer mehr vom Neubau auf das Erhalten und Umnutzen. Gefragt sind daher Fachleute, welche die Probleme von Denkmalpflege, Umnutzung und Konservierung kennen und anspruchsvolle Objekte begleiten können.

 

Das interdisziplinär abgestützte Kursprogramm reicht von der Entstehung, den spezifischen Eigenschaften und der Bearbeitung von Naturstein bis hin zu seinen vielfältigen Bedeutungen. Weitere Schwerpunkte bilden historische und moderne Techniken der Untersuchung, Dokumentation, Konservierung und Restaurierung, kunsttechnologische und künstlerische Aspekte sowie die Oberflächenbehandlung, Bemalung, Fassung und präventiven Schutz von Naturstein.

 

Der CAS Naturstein und seine Erhaltung ist ein Angebot des HKB-Fachbereichs Konservierung und Restaurierung und der HKB Weiterbildung.

Informationen

Info-Broschüre CAS Naturstein und seine Erhaltung

 

Zielpublikum

Der CAS Naturstein und seine Erhaltung richten sich an zukünftige und bereits praktizierende Fachpersonen, die sich beruflich mit der Erhaltung von Naturstein auseinandersetzen. Der Studiengang richtet sich primär an Konservatoren und Restauratoren, Konservatorinnen und Restauratorinnen. Angesprochen sind aber auch Personen aus der praktischen Restaurierung, Steinmetzinnen/Steinmetze und Mitarbeitende der Denkmalpflege, Studierende und Diplomierte im Bereich Architektur und Bau (AHB), sowie aus der Archäologie, etc. Der Inhalt ist ebenfalls ausgerichtet für Interessierte ausserhalb der Konservierung und Restaurierung, z. B. aus den Bereichen von Kunstgeschichte, Kunst, Design, etc.

 

Dauer und Umfang

Der CAS umfasst 15 ECTS und wird in sechs Kursblöcken zwischen Dezember 2018 und Juni 2019 organisiert. Präsenzunterricht und Selbststudium jeweils von Dienstag bis Freitag, 9:00–17:00 Uhr

Studiendaten 2018/19

 

Studienort
Hochschule der Künste Bern, Fachbereich Konservierung und Restaurierung. Das Programm enthält diverse Exkursionen mit Beiträgen von Fachpersonen: Münsterbauhütte Bern und Basel, Universität Bern/Institut für Geologie, Naturhistorisches Museum Bern, Münster Konstanz und Freiburg i. B., Musée Romain Avenches. Das Programm ist unter den Studiendaten im Detail aufgeführt.

 

Unterrichtssprache

Deutsch

 

Zulassung

Der CAS setzt in der Regel einen Abschluss an einer Kunsthochschule, einer Fachhochschule oder einer Universität oder einer gleichwertigen Vorbildung voraus. Falls diese Voraussetzung nicht erfüllt wird, ist eine Zulassung «sur Dossier» möglich, wenn die Kandidatin oder der Kandidat seit mindestens fünf Jahren beruflich intensiv im Bereich Denkmalpflege und Umnutzung tätig ist. Dies gilt besonders, wenn entsprechende Vorbildungen und berufliche Erfahrungen als Steinmetz oder in der Denkmalpflege nachgewiesen werden können.

 

Die Module setzen keine umfassende Kenntnis der Geologie voraus. Es wird von einer selbständigen Vertiefung der handwerklichen Anwendungen ausgegangen. Diese werden nur exemplarisch eingeführt und bedürfen eines eigenen Engagements, um sie professionell anzuwenden. Der Zulassungsentscheid liegt bei der Studienleitung.

 

Anmeldeunterlagen
Für die Anmeldung werden ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben (max. A4-Seite) verlangt mit Angabe der derzeitigen Tätigkeit. Die Studienleitung entscheidet über die definitive Aufnahme.

 

Abschluss

Certificate of Advances Studies BFH in Naturstein und seine Erhaltung

 

Kosten
Studiengebühr pro Semester CHF 2550.– pro Semester (2 Semester) plus CHF 250.– Anmeldegebühr. Die Gebühren sind steuerlich absetzbar. Wir beraten Sie gerne betreffend Ratenzahlungen und Stipendien.



Unterstützung der Bernischen Denkmalpflege-Stiftung
Es besteht die Möglichkeit, bei der Bernischen Denkmalpflege-Stiftung einen Beitrag an die Kurskosten zu beantragen, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • abgeschlossene Berufslehre (vorzugsweise mit Weiterbildung "Handwerker/in in der Denkmalpflege mit eidg. Fachausweis") oder Fachhochschulabschluss auf dem Gebiet Konservierung/Restaurierung 
  • berufliche Tätigkeit in vornehmlich denkmalpflegerischem Umfeld und mit Bezug zum Kanton Bern 

 

Das Beitragsgesuch ist direkt an die Bernische Denkmalpflege-Stiftung (c/o Denkmalpflege des Kantons Bern, Schwarztorstrasse 31, Postfach, 3001 Bern) zu richten. Es muss folgende Angaben enthalten: 

  • Begründung / Motivation für den Kursbesuch 
  • Unterlagen zum Beleg der obengenannten Voraussetzungen 
  • Lebenslauf

Ziele und Aufbau

Aufbau des Zertifikatprogrammes
Den Teilnehmenden wird während insgesamt sechs Präsenzwochen umfassendes Wissen über relevante Belange der Steingewinnung und -bearbeitung, auftretende Schäden an Natursteinen und deren Behebung vermittelt. Die Module behandeln dabei auch wichtige handwerkliche Techniken sowie die konservatorische-restauratorische Anwendung von Werkzeugen, Materialien und Techniken. Folgende Hauptkompetenzen werden während der sechs Kurswochen erarbeitet:

 

  • Erkennen und Benennen von Gesteinen (mit Fokus Schweiz) sowie deren Zuordnung zu Lagerstätten und Steinbrüchen, sowie deren Anwendung in Architektur und Ausstattung
  • Chronologisches Einordnen von Steinbearbeitungswerkzeugen und deren Bearbeitungsspuren in den historischen Kontext
  • Erkennen von Fügetechniken des Steins und Anwendungen von Steinfurnieren und Tessere an Kulturgütern (Bauwerke, Skulpturen, Dekorationstechniken, Steinböden, Terrazzo und Mosaiken)
  • Einordnen der Werke wichtiger Bildhauer in die Entwicklung der Steinskulptur
  • Erkennen und Benennen von Fasstechniken, präventiven Schutzmassnahmen und -anstrichen sowie Retuschen auf Stein. Zuordnung solcher Massnahmen zu unterschiedlichen Epochen
  • Erkennen und Benennen von Schadensbildern an Stein sowie Zuordnung zu möglichen natürlichen und künstlichen Ursachen (inkl. Dokumentation und Kartierung)
  • Auswählen sinnvoller Untersuchungsmethoden unterschiedlicher Dienstleister zur Einschätzung des Schadensausmasses sowie eigene Anwendung einfacher Untersuchungsmethoden- Beurteilen historischer und moderner Erhaltungskonzepte und Restaurierungsverfahren für Stein
  • Anwenden von Reinigungs-, Festigungs-, Hinterfüllungs- und Aufmörtelungsmethoden an Stein

 

Module

Kurswoche 1: Dienstag 18.12.2018 bis Freitag 21.12.2018

Kurswoche 2: Dienstag 08.01.2019 bis Freitag 11.01.2019

Kurswoche 3: Dienstag 15.01.2019 bis Freitag 18.01.2019

Kurswoche 4: Dienstag 28.05.2019 bis Freitag 31.05.2019

Kurswoche 5: Dienstag 04.06.2019 bis Freitag 07.06.2019

Kurswoche 6: Dienstag 11.06.2019 bis Freitag 14.06.2019

Weitere Informationen bieten die Info-Broschüre und die Übersicht der Studiendaten.

Dozierende

Leitung

Prof. Ueli Fritz

dipl. Konservator-Restaurator, HKB-Professor im Bereich Architektur und Ausstattung

 

Prof. Dr. Anne Krauter

Kunsthistorikerin; HKB, Leiterin ArtLab

 

Petra Dariz

dipl. Konservatorin-Restauratorin, Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der HKB


Es werden zudem verschiedene externe ReferentInnen eingeladen (insb. vom Institut für Geologie der Universität Bern, vom Naturhistorischen Museum, von den Münsterbauhütten Bern und Basel).

Impressionen

folgen in Kürze

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Termine und Anmeldung

Der CAS Naturstein findet statt, es sind noch einzelne Plätze frei. Bei Interesse melden Sie sich bitte beim Sekretariat Weiterbildung.

 

Studienbeginn: 18. Dezember 2018


Kontakt

Studienleiter

CAS Naturstein und seine Erhaltung

Ueli Fritz

T +41 31 848 38 93

E-Mail

 

Sekretariat Weiterbildung

Hochschule der Künste Bern

Fellerstrasse 11

3027 Bern

 

T +41 31 848 38 15 

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