CAS Werkzuschreibung und Provenienzrecherche interdisziplinär

Neues Aus- und Weiterbildungsprogramm der HKB

in Zusammenarbeit mit dem Kunstmuseum Bern

 

Neu bieten der Fachbereich Konservierung und Restaurierung und die HKB Weiterbildung den Minor/CAS Werkzuschreibung und Provenienzrecherche interdisziplinär an. Das Programm vermittelt Technologien und Strategien der Authentifizierung – und damit der Werkzuschreibung – im Bereich der Künste.

 

Das Besondere dabei: In den Kursmodulen werden die unterschiedlichen entscheidungsrelevanten Fachrichtungen und Akteure mit einbezogen. Dieses interdisziplinäre Vorgehen ist in der Authentifizierungspraxis auch heute noch nicht verbindlich und findet in der Ausbildung noch kaum Entsprechung. 

 

Ziel ist es, Rollen und Verantwortungen für Arbeitsbereiche zu klären, die nur interdisziplinär sinnvoll bearbeitet werden können wie beispielsweise bei der Provenienzforschung und Restitution, der Fälschungserkennung, dem Verdacht auf gestohlene Kulturgüter aus aktuellen Kriegsgebieten etc. Die Teilnehmenden lernen, Methoden und Argumente ihrer eigenen Fachrichtung im Diskurs und Spannungsfeld zwischen Kunstwissenschaft, Kunsttechnologie und Geschichte anzuwenden und zu vertreten. Dadurch werden sie für die Zusammenarbeit in einem multidisziplinären Experten-Team bei der Authentifizierung von Kunstwerken und für die Praxis im Museum, Kunsthandel, als selbständig Tätige oder in der Forschung befähigt.

Informationen

Info-Broschüre CAS Werkzuschreibung und Provenienzrecherche 2018

 

Zielpublikum

Das Programm ist inhaltlich multidisziplinär ausgerichtet und spricht daher neben Berufsleuten und Masterstudierenden der Konservierung / Restaurierung auch (angehende) Kunstwissenschaftlerinnen, Rechtswissenschaftler sowie Naturwissenschaftlerinnen oder Forensiker an. Damit werden idealerweise über konkrete Fallbeispiele bereits in der Ausbildung Vertreterinnen und Vertreter von Disziplinen zusammengeführt, die in der künftigen beruflichen Praxis zum notwendigen multidisziplinären Netzwerk gehören werden.

 

Dauer und Umfang:

Der CAS läuft von Januar – Juni 2018 (16 Präsenztage in 4 Blockveranstaltungen, Abschlussveranstaltung: 1 Präsenztag) und umfasst 15 ECTS. Begleitend zu den Modulen findet je ein öffentlicher Abendvortrag statt, die Teilnahme wird erwartet.

 

Studienort

Hochschule der Künste Bern: Fachbereich Konservierung und Restaurierung, Kunsttechnologisches Labor und weitere Durchführungsorte: Museen, Sammlungen, Archive.

 

Unterrichtssprache

Deutsch (einzelne Veranstaltungen in englischer Sprache)

 

Zulassung

Erfolgreich abgeschlossener BA-Abschluss in einem für das Themengebiet relevanten

Bereich. Nach Absprache mit der Studienleitung werden auch Interessenten mit nachgewiesenen relevanten Kompetenzen aufgenommen, welche über keinen entsprechenden Abschluss verfügen.

 

Anmeldeunterlagen

Für die Anmeldung wird ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben (max. eine A4-Seite) verlangt mit Angabe der derzeitigen Tätigkeit. Über die definitive Aufnahme entscheidet gegebenenfalls ein Orientierungsgespräch. Die Angaben werden vertraulich behandelt. Der Studiengang wird nur bei einer genügenden Anzahl Anmeldungen durchgeführt.

 

Abschluss

Certificate of Advances Studies BFH in Werkzuschreibung und Provenienzrecherche interdisziplinär

 

Kosten:

Studiengebühr pro Semester CHF 2'700.- (2 Semester) plus CHF 250.- Anmeldegebühren.

Die Gebühren sind steuerlich absetzbar. Wir beraten Sie gerne betreffend Ratenzahlungen und Stipendien.

 

 

 

Ziele und Aufbau

Aufbau des Zertifikatprogrammes

Die Provenienzrecherche setzt eine fundierte Werkidentifikation voraus und umgekehrt. Die einzelnen, aufeinander aufbauenden Module beziehen daher beide Aspekte der Beurteilung von Kunstwerken ein. Die Module reflektieren drei Aspekte des Lernens, nämlich

 

Netzwerk

Die Teilnehmenden lernen in den unterschiedlich ausgerichteten Modulen wichtige Spezialisten/innen des Fachgebiets und deren fachliche Netzwerke kennen. Gleichzeitig erhalten sie an relevanten Beispielen konkrete Einblicke in deren interdisziplinäre Zusammenarbeit.

 

Wissen & Kontext

Die Module erschliessen das Fachwissen und die relevanten Kontexte zum Thema der Werkidentifikation und Provenienzrecherche. Wichtige Grundlagen werden im Modul vermittelt und eine Basis für das weitere Selbststudium gelegt.

 

Methoden & Anwendung

Die Teilnehmenden lernen etablierte Methoden der Werkidentifikation und Provenienzrecherche kennen, haben Gelegenheit diese zu üben und am Fallbeispiel anzuwenden.

 

 

Module

Angebot ab HS 2017/18

18.-21.12.2017

Modul I: Fälschung, Fake, Kopie oder Rekonstruktion
(für CAS fakultativ)

 

10.-13.01.2018

Modul II: Provenienz und Werkverzeichnis
(CAS-Modul)

 

15.-18.01.2018

Modul III: Kunsttechnologie und Forensik
(CAS-Modul)

 

Angebot ab FS 2018

28.05.-01.06.2018

Modul IV: Drucktechnologie und Fälschung von Druckgraphik
(CAS-Modul)

04.-07.06.2018

Modul V: Kunstmarkt, Recht und Gutachten
(CAS-Modul)

11.-15.6.2018

Modul VI: Projektwoche Werkzuschreibung und Provenienzrecherche interdisziplinär
(Selbststudium, Anwesenheit fakultativ, ein obligatorischer Präsenztag: 15.06.2018)

 

Weitere Informationen zum CAS bietet die Info-Broschüre.

 

 

Dozierende

Dozierende

  • Floria Segieth-Wuelfert, M.A. BFH in Conservation-Restoration, M.A. Uni Bern in Research on the Arts; HKB, Konservatorin-Restauratorin, Studienleitung / Modulkoordination
  • Dipl. Rest. Nathalie Bäschlin, Konservatorin-Restauratorin; Kunstmuseum Bern, Leiterin Konservierung und Restaurierung
  • Thomas Becker, Konservator-Restaurator; HKB, Materialprüfer RT1, Röntgen von Kunst und Kulturgut
  • Prof. Akad. Rest. Sebastian Dobrusskin, Konservator-Restaurator für Grafik und Fotografie; HKB, Leiter HKB Forschungsschwerpunkt Materialität
  • Dr. Nikola Doll, Kunst- und Zeithistorikerin; Kunstmuseum Bern, Leiterin Provenienzforschung
  • Dr. Uwe Hartmann, Kunsthistoriker; Deutsches Zentrum Kulturgutverluste Magdeburg, Leiter Fachbereich Provenienzforschung
  • Prof. Dr. Anne Krauter, Kunsthistorikerin; HKB, Leiterin ArtLab
  • Henriette Küffer, MLaw et M.A., RA, Kunsthistorikerin, Staatsanwältin; Zürich
  • Dr. des. Jennifer Rabe, Kunsthistorikerin; HKB, Wissenschaftliche Mitarbeiterin
  • Chris Richter, Fotograf; HKB, Leiter Atelier für Dokumentationsfotografie
  • Prof. Dr. Nadim Scherrer, Erdwissenschaftler; HKB, Leiter Kunsttechnologisches Labor
  • Ernst Schöller, Kriminalhauptkommissar i.R. (LKA Baden Württemberg)
  • Dorothea Spitza M.A. BFH in Conservation-Restoration, Konservatorin-Restauratorin für Grafik, Fotografie und Schriftgut; Kunstmuseum Bern
  • Esther Tisa Francini, lic. phil., Historikerin; Museum Rietberg Zürich, Leiterin Schriftenarchiv und Provenienzforschung
  • Prof. Dr. Stefan Zumbühl, Dipl. Konservator-Restaurator; HKB, Materialanalytik
  • N.N. Zentralinstitut für Kunstgeschichte München (zugesagt)
  • N.N. Forensik (zugesagt)

 

Kooperation

Impressionen

folgen in Kürze

Suche

Termine und Anmeldung

Anmeldeschluss: 26. November 2017

Studienbeginn: 10. Januar 2017

Kontakt

Studienleiterin

CAS-Programm Werkzuschreibung und Provenienzrecherche interdisziplinär

Floria Segieth-Wuelfert M.A./M.A.

T +41 31 848 38 78

E-Mail

 

Sekretariat Weiterbildung

Hochschule der Künste Bern

Fellerstrasse 11

3027 Bern

 

T +41 31 848 38 15

E-Mail

Standorte & Lagepläne