CAS Werk- und Nachlass-Management

Künstlerische Gesamtwerke organisieren – Vorlässe gestalten – Nachlässe entwickeln

 

Kern des CAS Werk- und Nachlass-Management ist der Umgang mit künstlerischen Gesamtwerken und Kunstnachlässen. Dabei sind Erhaltung von Werkbestand und Schriftgut sowie die Gestaltung und das Management des Œuvres zentrale Fragestellungen. Die langfristig gedachte Aufstellung eines Werks wirkt sich nachhaltig auf seine aktuelle Rezeption und die posthume Überlieferung aus.

Informationen

Zielpublikum

Der CAS Werk- und Nachlass-Management richtet sich sowohl an Personen, die in ihrem beruflichen Umfeld vorrangig mit (noch nicht abgeschlossenen) künstlerischen Werkbeständen arbeiten, als auch an Personen, die mit künstlerischen Vermächtnissen umgehen und für den Erhalt von künstlerischen und geistigen Werten Sorge tragen.

 

Dauer und Umfang

Der CAS Werk- und Nachlass-Management dauert zwei Semester und umfasst 15 ECTS. Ein ECTS entspricht einer Arbeitszeit von 30 Stunden.

 

Studienort
Hochschule der Künste Bern HKB, Fellerstrasse 11, 3027 Bern

mit Exkursionstagen in Basel und Zürich

 

Unterrichtssprache
Deutsch

 

Zulassung
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer besitzen in der Regel einen Hochschulabschluss oder eine gleichwertige Aus- bzw. Weiterbildung. Sie zeigen anhand ihres Lebenslaufs und eines Motivationsschreibens eine Affinität zum Umgang mit künstlerischen Gesamtwerken. Kandidatinnen und Kandidaten, welche die formalen Zulassungsbedingungen nicht erfüllen, können "sur dossier" aufgenommen werden. Über die Zulassung wird (neben Lebenslauf und Motivationsschreiben) in einem persönlichen Eignungsgespräch entschieden.

 

Anmeldeunterlagen
Für die Anmeldung werden ein Lebenslauf, ein Motivationsschreiben und das Diplom des massgebenden Abschlusses verlangt.

 

Abschluss
Certificate of Advanced Studies BFH in Werk- und Nachlass-Management

 

Kosten
Studiengebühr CHF 5'860.– plus CHF 250.– Anmeldegebühr. Die Gebühren sind steuerlich absetzbar. Wir beraten Sie gerne betreffend Ratenzahlungen und Stipendien.

Ziele und Aufbau

Ziele

Der CAS Werk- und Nachlass-Management lässt Sie die grundlegenden Schritte zur Aufstellung eines künstlerischen Gesamtwerks theoretisch, methodisch und praxisbezogen überblicken. Im Studiengang entwickeln Sie ein eigenes Projekt oder Fallbeispiel weiter. In Werk- und Nachlassfragen ausgewiesene Expertinnen und Experten begleiten Sie dabei.

 

Mit dem Abschluss verfügen Sie über die methodischen Grundlagen, ein Œuvre eigenständig zu charakterisieren und einzuordnen. Sie sind fähig, die Vielzahl an Einzelwerken und Dokumenten zu strukturieren und klassifizieren, um handlungsfähig zu werden. Sie wissen, worauf es bei der archivgerechten und digitalen Inventarisierung und Aufbewahrung ankommt. Sie können aus dem künstlerischen Profil methodisch eine passende Managementstrategie entwickeln, Kooperationspartner identifizieren und Ansätze für Kommunikationskonzepte und Finanzierungsmodelle entwickeln. Um diese Schritte umzusetzen, kennen Sie in Grundlagen die rechtlichen Gestaltungsmöglichkeiten und relevanten steuerlichen Fragen.

 

Aufbau

Der CAS Werk- und Nachlass-Management behandelt das Thema grundlegend in Vorlesungen und Seminargesprächen. Die allgemeinen fachlichen Inhalte werden durch Exkursionen beispielhaft und praxisbezogen vertieft. Kursbegleitend bearbeiten die Teilnehmenden ein Werk- oder Nachlassbeispiel praktisch in allen kursrelevanten Fragen. Unterstützt werden sie in diesem Prozess durch Übungen und Diskussionen ihrer konkreten Frage- bzw. Problemstellungen in Mentorings. Die Arbeitsergebnisse werden im Kolloquium vorgestellt und abschliessend besprochen.

 

21.–23.3.2019

Modul 1: Strukturierung und Profilbildung

  • Beteiligte und ihre Perspektiven
  • Inventarisierung und Dokumentation, Werkverzeichnis
  • Strukturierung und Auslegung eines Œuvres
  • Mentoring

 

2.–4.5.2019

Modul 2: Aufstellung und Planung

  • Konzept
  • Kontextualisierung und Vermittlungsansätze
  • Projektmanagement
  • Mentoring

 

20.–22.6.2019

Modul 3: Kommunikation und Finanzierung

  • Kulturmarketing und strategische Kooperationen
  • Kosten und Finanzierung
  • Mentoring

 

5.–7.9.2019

Modul 4: Konservatorische und rechtliche Absicherung

  • Lagerung und Bestandspflege, Versicherung
  • Rechtliche Formen und Rahmenbedingungen
  • Steuerfragen
  • Mentoring

 

18.–19.10.2019

Abschluss-Kolloquium

  • Präsentationen der Studierenden: Analyse und Auswertung der Projekte

 

Änderungen vorbehalten, Stand November 2018.

Dozierende

Leitung

Anna Kathrin Distelkamp, Rechtsanwältin und Hochschuldozentin
Dr. Friederike Hauffe, Kunsthistorikerin und Hochschuldozentin

 

Dozierende

  • Florian Berktold, Executive Director Hauser & Wirth, Zürich
  • Susanne Bieri, Dr. phil., Leiterin Graphische Sammlung Schweizerische Nationalbibliothek NB, Bern
  • Bernhard Bischoff, Partner, Galerie Kornfeld Auktionen AG, Bern
  • Ruth Bloch-Riemer, Dr. iur., Rechtsanwältin und dipl. Steuerexpertin, Partnerin Bär & Karrer AG, Zürich
  • Elisa Bortoluzzi Dubach, Dr. Dr., Stiftungs- und Sponsoringberaterin, Lehrbeauftragte und Autorin, Zug
  • Mayo Bucher, Bildender Künstler, zusammen mit seinem Bruder Indigo Bucher Nachlasshalter "The Estate of Heidi Bucher" und "Nachlass Carl Bucher“, Zürich
  • Anna Kathrin Distelkamp, Rechtanwältin (D), Berlin
  • Fabienne Eggelhöfer, Dr. phil, Chefkuratorin / Leiterin Sammlung Ausstellungen Forschung, Zentrum Paul Klee, Bern
  • Steffi Göber-Moldenhauer, Kunsthistorikerin, Beraterin/Leiterin Archiv ArchivArte, Bern
  • Friederike Hauffe, Dr. phil., Kunsthistorikerin und Bildungsreferentin, Geschäftsführerin Kunstagentur Hauffe, Berlin
  • Wolfgang Henze, Dr. phil., Kurator Ernst Ludwig Kirchner Archiv, Wichtrach/Bern, Geschäftsleitung Galerie Henze & Ketterer, Wichtrach/Bern
  • Agathe Jarczyk, Konservatorin und Restauratorin mit Schwerpunkt auf Modernen Materialien und Medien, HKB
  • Günther Ketterer, Sammler, Präsident der ART-Nachlassstiftung, Bern, Präsident der Ernst Ludwig Kirchner Stiftung, Davos (Kirchner Museum Davos), Mitglied im Stiftungsrat der Stiftung PROGR (Atelierhaus)
  • Barbara Nägeli, lic. phil. / UP Papierkuratorin, Leiterin Expertisen und Schätzungen, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich und Lausanne
  • Simonetta Noseda, lic. phil., Leiterin Inventarisation und Fotoarchiv, Abt. Kunstdokumentation, am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich und Lausanne
  • Matthias Oberli, Dr. phil. / MAS, Abteilungsleiter Kunstdokumentation, Schweizerisches Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich und Lausanne
  • Rudolf Probst, Dr. phil., Co-Leiter Dienst Erschliessung und Nutzung, Schweizerisches Literaturarchiv, Schweizerische Nationalbibliothek NB, Bern
  • Michael Schmid, lic. phil., Leiter Schweizerisches Kunstarchiv, Abt. Kunstdokumentation, am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft (SIK-ISEA), Zürich und Lausanne
  • Florian Schmidt-Gabain, Dr. iur., Rechtsanwalt, Nobel & Hug Rechtsanwälte
  • Franz Josef Sladeczek, Dr. phil., Gründer und Geschäftsführer ARTexperts GmbH, Bern
  • Karolina Soppa, Professorin für Gemälde und Skulptur, Konservatorin und Restauratorin, HKB
  • Thomas Steinruck, Dr. phil., Senior Underwriter, Fine Art bei Helvetia Versicherungen, Zürich
  • Sandra Sykora, Rechtsanwältin (D) und Kunsthistorikerin M.A., Luzern
  • Eva Wiederkehr-Sladeczek, lic. phil, Leiterin Archiv/Dokumentation, Zentrum Paul Klee, Bern

 

Beirat

  • Nathalie Bäschlin, Dipl. Rest., Dr. des. Leitende Restauratorin am Kunstmuseum Bern, Dozentin im HKB-Fachbereich Konservierung und Restaurierung
  • Carola Ertle-Ketterer, Kunstsammlerin, Präsidentin der Steuergruppe Kunstachse Bern Bümpliz, der städtischen Kulturkommission Bern und des HKB-Beirats, Stiftungsratsmitglied der Ernst Ludwig Kirchner Stiftung Davos
  • Alexander Meszmer, bildender Künstler, Vorstandsmitglied Visarte Schweiz, Pfyn TG
  • Thomas Strässle, Prof. Dr., Präsident der Max Frisch-Stiftung, Titularprofessor an der Universität Zürich, Leitung Y Institut HKB

Impressionen

Radiobeiträge zum Thema Kunstnachlässe aus der Sendung Heute Morgen (Radio SRF 1, SRF 2, SRF 4 News, SRF Musikwelle, 27. August 2018) mit Interviews mit den CAS-Dozenten Franz-Josef Sladeczek und Matthias Oberli:

 

Beitrag mit Interview mit Franz-Josef Sladeczek

 

Beitrag mit Interview mit Matthias Oberli

Suche

Termine und Anmeldung

Anmeldeschluss: 31. Januar 2019

Studienbeginn: 21. März 2019

Kontakt

Studienleitung CAS Werk-

und Nachlass-Management

 

Anna Kathrin Distelkamp

E-Mail

 

Dr. Friederike Hauffe

E-Mail

 

Sekretariat Weiterbildung

Hochschule der Künste Bern


Fellerstrasse 11


3027 Bern
    
T +41 31 848 38 15

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