CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich

Gestalten, musizieren, Theater spielen und Natur erleben mit Kindern von 0–6
Grundlagen der Kunst-, Musik-, Theater-, Medien-, Museums- und Naturpädagogik

 

«Wenn himbeerblaue Schatten morgengrüne Lieder tanzen»

 

Die zunehmende Forderung von Politik und Gesellschaft nach Bildungsqualität und Chancengleichheit in der frühen Kindheit stellt ausserfamiliäre Betreuungseinrichtungen von Kindern vor neue und wachsende Herausforderungen. Integrationsförderung, kulturelle Bildung, Sprachförderung und das Lernen mit allen Sinnen sind nur einige Aspekte, denen im Sinne einer ganzheitlichen Förderung von Kindern im Frühbereich und Vorschulalter verstärkt Rechnung getragen werden muss.

 

Kreative Kompetenz als Leitgedanke für Lernen findet vermehrt Eingang in die Diskussion.

Doch was braucht es, damit Kinder ihre eigene Kreativität entdecken, lustvoll üben und diese zu einer vielfältigen Lebensgestaltungs- und Problemlösungskompetenz entwickeln können?

Warum ist ästhetische und kulturelle Bildung für die Chancengerechtigkeit gerade im Frühbereich so zentral? Was hat dies mit Integrationsförderung zu tun?

 

Der berufsbegleitende CAS bietet Erziehungs- und Betreuungspersonen von Kindern von

0 bis 6 Jahren theoriebasierte praktische Grundlagen für die kulturpädagogische Arbeit im eigenen Tätigkeitsfeld und damit verbundene Projekte mit Schwerpunkt Kreativitäts- und Integrationsförderung.


Aktuell

Die Fokuspublikation "Ästhetische Bildung & Kulturelle Teilhabe – von Anfang an!" ist soeben erschienen. Als Broschüre mit Umschlagposter kann die Publikation unter fokuspublikation.ch bestellt werden.

Informationen

Zielpublikum
Der CAS richtet sich an

  • Leitungs-, Betreuungs- und Erziehungspersonen öffentlicher und privater Einrichtungen für Kinder von 0–6 Jahren (Kindertagesstätten, Spielgruppen, Freizeitanlagen, Horte, Kindergärten, Kinderheime, soziale Einrichtungen usw.)
  • KunsthochschulabsolventInnen, die sich im Elementarbereich pädagogisch qualifizieren möchten
  • MuseumspädagogInnen

  • SonderpädagogInnen, SozialarbeiterInnen

  • LogopädInnen, ErgotherapeutInnen und andere Fachkräfte, die im Früh- und Vorschulbereich tätig sind


 

Dauer und Umfang

Der berufsbegleitende CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich erstreckt sich über 10 Monate (September bis Juni) und umfasst 12 ECTS bzw. 360 Arbeitsstunden. Davon sind rund 120 Stunden Kontaktunterricht und ca. 240 Stunden Selbststudium.

 

Studienorte
Verschiedene Standorte der HKB in Bern und Biel
Diverse externe Standorte gemäss Studienplan

 

Unterrichtssprache

Deutsch

 

Zulassungsvoraussetzungen
Berufserfahrung im Frühbereich oder auf der Vorschulstufe. Für die Anmeldung wird ein Vorgespräch mit der Studienleiterin vorausgesetzt. Der Anmeldung sind ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben beizulegen.

 

Abschluss
Certificate of Advanced Studies BFH Kulturelle Bildung im Elementarbereich
Gestalten, musizieren und Theater spielen mit Kindern von 0–6
Grundlagen der Kunst-, Musik-, Theater-, Medien- und Naturpädagogik

 

Studiengebühr

Die Studiengebühr beträgt CHF 4'950.– plus CHF 250.– Einschreibegebühr. Spesen und Reisekosten gehen zulasten der Teilnehmenden.

Ziele und Aufbau

Ziele

Die AbsolventInnen erarbeiten sich vielfältige gestalterisch-künstlerische Ausdrucksformen sowie inter- und transkulturelle Kompetenzen, die dazu befähigen, ein anregendes Umfeld zu schaffen, in dem sich Babys und Kleinkinder unterschiedlicher Herkunft in ihrer individuellen Kreativität entfalten können. Dabei sind sie sensibilisiert auf kreativitätsfördernde und –hemmende Faktoren. Durch gezieltes Beobachten nehmen sie die Interessen und Fähigkeiten der Kinder wahr und können diese mittels ästhetisch und kulturell bildender Methoden, Materialien, Mittel und Medien altersgerecht fördern. Sie erkennen die kreativen Prozessphasen der Kinder und können diese individuell begleiten, dokumentieren und analysieren, um daraus weiterführende Bildungsanreize zu schaffen. Sie sind zudem in der Lage, die Eltern und andere Bezugspersonen der Kinder in ihre Arbeit einzubeziehen sowie Begegnungsorte und -momente zu schaffen, in denen Elternaustausch stattfindet.

 

Kontaktunterricht

Der Studiengang beinhaltet 16 Präsenztage:

  • 4 zweitägige Blockveranstaltungen (jeweils Freitag & Samstag, 9–18 Uhr)
  • 3 Einzeltage (Freitag)
  • 1 Intensivwoche (Montag bis Freitag)

 

Selbststudium
Die Teilnehmenden vertiefen im Selbststudium theoretisch und praktisch selbst gewählte Schwerpunktthemen aus den drei Modulen, die für das eigene Tätigkeitsfeld relevant sind. Dazu gehören die Weiterentwicklung der eigenen gestalterisch-künstlerischen Kompetenzen, gegenseitige Praxisbesuche unter den Teilnehmenden (kollegiale Hospitation) sowie ein individuelles Coaching durch die Studiengangsleiterin.
Zudem wird erwartet, dass die Teilnehmenden in ihrer Freizeit aktiv am kulturellen Leben teilnehmen (bspw. Museums- , Ausstellungs-, Theaterbesuche, Teilnahme und Mitwirkung an kulturellen Anlässen innerhalb des Praxisfeldes u.s.w.).

 

Lern- / Arbeitsformen
Impulsreferate von ExpertInnen, Workshops, Seminare, Atelierbetrieb
Selbststudium, Videoanalysen, Peerreviews, Individuelles Coaching, Intervision, Supervision, Exkursionen.

 

Module

Modul 1: Theoretische Grundlagen

  • Ansätze und Ziele ästhetischer, kultureller Bildung
  • Leitprinzipien des Orientierungsrahmens für frühkindliche Bildung, Betreuung, Erziehung in der Schweiz
  • Entwicklungs- und Wahrnehmungspsychologie
  • Dispositionale Zugänge zu Lernen und Denken in den Künsten
  • Die Bildungsfunktion von Räumen
  • Kunstpädagogische und methodisch-fachdidaktische Ansätze frühkindlicher Förderung
  • Der kreative Prozess: Kreativität als Lebensgestaltung- und Problemlösungskompetenz
  • Inter- und transkulturelles Lernen | Integrationsförderung im Elementarbereich
  • Medienpädagogik in der Elementarbildung
  • Mit kleinen Kindern das Kunstmuseum entdecken
  • Dokumentation von kreativen Lernprozessen: Beobachten – Begleiten – Fördern
  • Einblicke in aktuelle Studien qualitativ-empirischer Forschung im Elementarbereich
  • Selbststudium: Vertiefung eigener Themenschwerpunkte aus dem Modul 1
  • Kompetenznachweis 1: Eigenen Vertiefungsschwerpunkt aus dem Modul mit eigener Praxistätigkeit kontextualisieren und reflektieren

 

Modul 2: Praktische Grundlagen

  • Bildnerisches Gestalten
  • Dreidimensionales Gestalten
  • Digitale Medien
  • Musik & Bewegung
  • Darstellendes Spiel
  • Natur- und Waldpädagogik
  • Selbststudium: Eigene praktische Vertiefung von 3 selbstgewählten Themenfeldern aus dem Modul
  • Kompetenznachweis 2: Prozess- und Ergebnisdokumentation des Selbststudiums in Form eines Portfolios, Lerntagebuch
  • Kompetenznachweis 3: Dokumentation und Reflexion eines Praxisprojekts im eigenen Tätigkeitsfeld, das mind. drei Themenfelder aus dem Modul beinhaltet.

 

Modul 3: Praxistransfer

  • Supervision, Konfliktmanagement, Projektmanagement
  • Selbststudium: Peerreview, Kollegiale Hospitationen, Intervision und Teamarbeit im Praxisfeld, Individuelles Coaching
  • Kompetenznachweis 4: Ausformuliertes integrationsförderndes Projekt im eigenen Praxisfeld

Dozierende

Impressionen

Fokuspublikation "Ästhetische Bildung & Kulturelle Teilhabe – von Anfang an!"

 

 

 

Die am 31.05.2017 erschienene Fokuspublikation "Ästhetische Bildung & Kulturelle Teilhabe – von Anfang an!" steht hier als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung. Als Broschüre mit Umschlagposter kann die Publikation unter fokuspublikation.ch bestellt werden.




Projekte

Der CAS KBiEB an der Museumsnacht Bern 2015

Der CAS KBiEB an der Museumsnacht Bern 2013



Ausgangslage

Die Schweizerische UNESCO-Kommission lancierte am 17. Juni 2010 anlässlich eines Nationalen Symposiums das Manifest für einen quantitativen und qualitativen Sprung in der kulturellen und künstlerischen Bildung im Schweizerischen Bildungssystem.

Manifest ‚Arts & Education‘

 

Der CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich ist eine Antwort und Konkretisierung der Forderungen folgender Leitbilder und Grundlagen:

Leitfaden kulturelle Bildung (PDF)

 

UNESCO-Weltkonferenz für kulturelle Bildung: Schaffung kreativer Kapazitäten für das 21. Jahrhundert, Lissabon, 6.–9. März 2006
Weiterführende Informationen

 

Orientierungsrahmen in der Schweiz für frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung

Erarbeitet vom Marie Meierhofer Institut für das Kind im Auftrag der Schweizerischen UNESCO-Kommission und des Netzwerks Kinderbetreuung Schweiz

Weitere Informationen

 

UN-Konvention über die Rechte des Kindes

 

Charta zur Qualität familienergänzender Kinderbetreuung

Netzwerk Kinderbetreuung Schweiz

 

Weiterführende Links

Suche

Termine und Anmeldung

Studienbeginn: Herbst 2018

Anmeldeschluss: 31. Mai 2018



Kontakt

Studienleiterin
CAS Kulturelle Bildung im Elementarbereich

Karin Kraus

T +41 31 848 38 47 (Mo & Do)

E-Mail

 

Sekretariat Weiterbildung

Hochschule der Künste Bern


Fellerstrasse 11


3027 Bern
     
T +41 31 848 38 15

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