CAS Popgesang

Das Berufsfeld Gesangspädagogik hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Es gibt immer weniger Schülerinnen und Schüler an Musikschulen, die sich für das Singen klassischer Stücke interessieren. In diesem Genre ausgebildete Gesangspädagoginnen und -pädagogen sind darum vermehrt aufgefordert, Popmusik zu unterrichten und sehen sich mit ganz neuen Anforderungen konfrontiert. Denn nicht nur die sängerische Herangehensweise ist anders; es sind zudem auch Repertoirekenntnisse, das Begleiten von Stücken mit Leadsheets, Kompetenzen im Umgang mit Mikrophon und Verstärkungstechnik und vieles mehr gefragt.

 

Der CAS Popgesang vermittelt fundierte Kompetenzen, die es den Teilnehmenden ermöglichen, das eigene Pop-Standbein weiter auszubauen oder sich auf eine Anstellung mit Pop-Anteilen bewerben zu können.

Informationen

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Ausbildungsziele

Der CAS Popgesang befähigt die Teilnehmenden, verschiedene Songs aus zentralen Stilen der Popmusik adäquat zu interpretieren sowie ihre Schülerinnen und Schüler dazu anzuleiten.

Die Absolvierenden verfügen über Repertoirekenntnisse im Popbereich und wissen, welche Songs sich für welche Schülerinnen und Schüler eignen. Mittels einfacher Techniken sind die Absolvierenden in der Lage, Popsongs anhand von Leadsheets mit dem Klavier zu begleiten. Sie kennen die bekanntesten Gesangsschulen und -methoden im Popbereich und die am meisten verwendeten Stimmeffekte.

Die Absolvierenden wissen um die physiologischen Unterschiede beim Singen von Pop und Klassik und verfügen über Kenntnisse im Bereich der Musiktechnologie. Zudem können sie Mikrophon und Verstärkungstechnik gezielt einsetzen und sind vertraut mit Popkultur, Genre- und Stilbildung.

 

Zielpublikum
Der CAS Popgesang richtet sich an klassisch ausgebildete Gesangspädagoginnen und -pädagogen mit einem Lehrdiplom in Gesang bzw. mit einem Master in Music Pedagogy Klassik, die entweder ihre Unterrichtstätigkeit auf den Popbereich ausweiten oder ihre diesbezüglichen Kompetenzen erweitern möchten.

Erfahrene Gesangspädagoginnen und -pädagogen können in Ausnahmefällen auch ohne entsprechenden Berufsabschluss „sur dossier“ aufgenommen werden.

 

Studieninhalte

Detaillierte Informationen zu den Studieninhalten

 

Dauer und Umfang

Der CAS Popgesang umfasst 12 ECTS-Credits und dauert 2 Semester.

Die Aufteilung der Unterichtstage und -inhalte ist so gewählt, dass sich die Weiterbildung gut mit der eigenen Beruftätigkeit vereinbaren lässt. Der CAS Popgesang besteht aus Klassenunterricht, aus Einzelstunden Popgesang (8 x 40 Minuten) bei einem/einer Pop-Gesangslehrenden nach Wahl, aus Arbeit in Zweier- und Kleingruppen, sowie aus individuellem Selbststudium.

Der Klassenunterricht findet in sechs Blockkursen zwischen September und Juni jeweils freitags und samstags statt.

Studienablauf und Termine 2017/2018

 

Studienorte

Hochschule der Künste Bern, Standorte Zentweg, Eigerplatz und Fellerstrasse

 

Studiengebühr
Die Studiengebühr beträgt CHF 4950.– plus CHF 250.– Einschreibegebühr.

 

Abschluss

Certificate of Advanced Studies BFH Popgesang

Dozierende

Efrat Alony: Sängerin, Komponistin. Preisträgerin unter anderem des Jazz-Förderungs-Preises des Berliner Senats und des "Nürnberger Nachrichten International Jazz Award". Trat als Feature-Vokalistin und Komponistin auf, mitunter mit dem Jazz Orchestra Concertgebouw, Amsterdam und mit der Bigband des Hessischen Rundfunks. Sie arbeitete als musikalische Leiterin und Vokaltrainerin für diverse Theaterproduktionen u.a. mit dem renommierten amerikanischen Regisseur Robert Wilson. Neben der Leitung von zahlreichen Workshops und anderen Tätigkeiten als Pädagogin ist Efrat Alony seit 2009 Dozentin für Jazzgesang an der HKB.

 

Dr. Immanuel Brockhaus: PPianist, Keyboarder und Komponist. Diplom der Swiss Jazz School Bern. Von 1989 bis 1993 Dozent an der Musikhochschule und an der Jazz & Rock Schule Freiburg im Breisgau. Seit 1991 Dozent an der Abteilung Jazz der HKB. Spielt in zahlreichen Formationen und Projekten der Schweizer Jazz- und Pop Szene. Komponierte Theatermusik in Warschau, Stockholm und Bern. Seit 2003 Leiter des MAS Pop & Rock an der HKB Bern. Bisher 9 veröffentlichte CDs mit Eigenkompositionen. Projekte an der Biennale Bern. Forschungsprojekt an der HKB mit Publikation "Inside The Cut" – Digitale Schnitttechniken in Populärer Musik, 2010. Weitere Publikationen: "Der Piano- und Keyboardprofi", "House Jam, Acid Jam, Funk Jam", 3 Bandbücher. 2013 MA Research on the Arts, Klangforschung in Populärer Musik. Promotion 2016 zum Thema „Kultsounds“. Lebt in Bern und Berlin.

 

Mei-Siang Chou: Nach dem Master in Jazzgesang an der Hochschule Luzern schloss Mei-Siang in Kopenhagen die dreijährige Ausbildung "CVT-Singer and Teacher Course" ab. Sie war 2011 die erste autorisierte CVT-Lehrerin in der deutschsprachigen Schweiz und unterrichtet seither vorwiegend Profis aus allen Musikrichtungen – von Jazz über Klassik bis Rock und Heavy Metal. Zudem ist sie gefragte Gastdozentin für CVT-Kurse und Masterclasses in der Schweiz, Deutschland und Österreich. Auf der Bühne ist Mei-Siang als Sängerin, Keyboarderin und Pianistin in Formationen verschiedenster Stilrichtungen anzutreffen, z.B. Sheee, Rykka oder Soul Bridges.

 

Christin Maho: LehrerInnenausbildung, Gesangsstudium an der SJS bei Sandy Patton und Denise Bregnard. Weiterführende Studien in New York (New School University) in Vokalimprovisation (Scatting), Gesangstechnik (non classical), Artikulation, Interpretation und Bühnenpräsenz. Wichtige Impulse durch Maria Rondèl (Musical Techniques), Niranjan Jhaveri (Indian Jazz Vocal Techniques), Eve-Marie Haupt (Stimmtherapie in Theorie und Praxis), sowie Wael Sami Elkholi, Orna Zakai und Roni Ishran in orientalischer Gesangstechnik, Improvisation und Verzierungen. Sängerin von "deux fois c", freischaffende Künstlerin/Schauspielerin in verschiedenen Projekten. Sie ist Dozentin für Gesang an der HKB im Fachbereich Musik und Bewegung sowie Gesangslehrerin an der Musikschule Thun.

 

Sibylle Fässler: Seit Abschluss des Musikstudiums (2002) arbeitet Sibylle als Sängerin, Studiomusikerin, Songwriterin sowie freiberufliche Gesangspädagogin. Letzteres als Dozentin in der HKB-Weiterbildung, an der Berner Gesangsschule "Vokal Lokal" und seit kurzem auch als beratende Stimmexpertin an der Schauspielabteilung von Konzert Theater Bern. Zuvor war sie während acht Jahren an der Musikschule Unteres Worblental tätig. Die Vielschichtigkeit als Sängerin macht sie zur gefragten Persönlichkeit in zahlreichen Projekten unterschiedlichster Stilrichtungen. So konnte sie im In- & Ausland diverse Erfahrungen als Lead- oder Backgroundsängerin sammeln. Dies auch als Teil des Ensembles, welches die Schweiz am ESC 2010 in Oslo vertreten hat. Viele renommierte Adressen der musikalischen Eventszene Schweiz zählen auf die professionelle Arbeit der Bernerin und deren emotionsreiche Performance. Ihr Debütalbum "Tools" mit dem Bandprojekt "Sibylle" wurde im 2010 veröffentlicht. Das Folgeprojekt "Zibbb" wartet in Kürze mit einem Release auf.

 

Prof. Dr. med. Eberhard Seifert: Nach dem Studium der Humanmedizin in Düsseldorf absolvierte Prof. Dr. med. Eberhard Seifert die Weiterbildung zum HNO-Arzt in Mannheim und zum Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie an der Universität Münster. Die Habilitation erfolgte 1999. Seit dem 01.01.2000 ist er ärztlicher Leiter der Abteilung Phoniatrie an der Universitätsklinik und Poliklinik für Hals, Nasen- und Ohrenkrankheiten, Kopf- und Halschirurgie am Inselspital Bern. Weitere berufliche Qualifikationen sind die Zusatzbezeichnung Sportmedizin sowie die Fähigkeitsausweise Delegierte Psychotherapie und Manuelle Medizin SAMM.
 
Nina Grunder absolvierte ihr Gesangsstudium an der HKB in der Klasse von Elisabeth Glauser. Neben ihrer gesanglichen und gesangspädagogischen Tätigkeit engagierte sie sich im Bereich Kulturmanagement, gründete KULT – die Studierendenagentur der HKB, und leitete zahlreiche Grossprojekte (u.a. für die Biennale Venedig, die Tage für zeitgenössische Kammermusik in Witten, das Stadttheater und die Biennale Bern). 2009 wurde ihr der Aufbau von Weiterbildungsprogrammen im Fachbereich Musik der Hochschule der Künste anvertraut, ein Jahr später übernahm sie den operativen Aufbau des künstlerischen Doktoratsprogramms Graduate School of the Arts. Neben Tätigkeiten ausserhalb der Hochschule der Künste Bern als künstlerische Beauftragte von Oper Schloss Hallwyl und Geschäftsleiterin des Musikwettbewerbs Concours Nicati blieb sie der HKB treu. Sie wurde Leiterin des Weiterbildungsschwerpunktes und CAS-Studiengangs Singstimme und ist seit 2012 als Departementsleitungssmitglied der Hochschule der Künste Bern verantwortlich für sämtliche übergeordneten Fragen in der dortigen Lehre. Daneben ist sie mit Leib und Seele als Gesangspädagogin tätig.

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Anmeldung

Die nächste Durchführung ist mit Beginn im Herbst 2019 geplant.


Kontakt

Studienleiterin

CAS Popgesang

Nina Grunder 

T +41 31 848 39 59

E-Mail

 

Sekretariat Weiterbildung

Hochschule der Künste Bern

Fellerstrasse 11

3027 Bern

 

T +41 31 848 38 15

E-Mail

Standorte & Lagepläne

Bitte laden Sie bei der Anmeldung folgende Unterlagen als PDF hoch:

– Einen tabellarischen Lebenslauf

– Das Diplom des massgebenden Abschlusses

 

Bei zahlreichen Anmeldungen entscheidet der Eingang der Anmeldung über die Aufnahme.