CAS InterActing – vom Schauspiel zum Kommunikationstraining

Darstellende Künstlerinnen bringen professionelle Kompetenzen mit, die in anderen Tätigkeitsbereichen ebenfalls sehr wertvoll sind: Sie können auf der Bühne komplexe Situationen und Beziehungen aufbauen, in emotional geladenen Momenten des Spiels die Übersicht über das Geschehen behalten und die Spielsituation aktiv gestalten.

 

Eines der Arbeitsfelder für Schauspieler, welches in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat, ist der Einsatz in Kommunikationstrainings. Mithilfe von Rollenspielen versetzen sie die SpielpartnerInnen in realitätsnahe Situationen und beleuchten das Geschehene in einem Feedbackgespräch aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Ziel solcher Trainings ist es, die kommunikativen Kompetenzen des Gegenübers weiterzuentwickeln. Die zu lernenden Inhalte werden so nicht nur theoretisch, sondern auch emotional und sinnlich erfahrbar gemacht.

 

Durch den CAS InterActing eignen sich DarstellerInnen fundierte kommunikationstheoretische Kenntnisse an, die sie im Rahmen von Trainings selber anwenden. Ausserdem vertiefen sie ihr improvisatorisches Können und führen ein eigenständiges Projekt selbstständig und professionell durch.

Informationen

Info-Flyer CAS InterActing

 

Zielpublikum

Dieser Kurs richtet sich an professionell arbeitende darstellende Künstlerinnen und Künstler, welche einen Hochschulabschluss oder eine adäquate Ausbildung besitzen. Die Teilnehmenden möchten sich ein neues Berufsfeld erschliessen oder ihre bisherige Tätigkeit als Rollenspieler/-in fundierter ausüben können.

 

Dauer und Umfang

Der CAS InterActing umfasst 12 ETCS-Credits, ein Credit entspricht einer Arbeitszeit von 30 Stunden. Das Studium erstreckt sich über zwei Semester. Die Unterrichtstage sind so gewählt, dass der Kurs berufsbegleitend besucht werden kann. Neben dem jeweils zweitägigen Start- sowie Abschlussmodul besteht der Kurs aus vier dreitägigen Modulen. Unterrichtstage sind jeweils Freitag/Samstag oder Donnerstag bis Samstag. Der CAS startet im März und dauert bis zum Januar des darauf folgenden Jahres.

Daten und Ablauf 2019

 

Studienort

Hochschule der Künste Bern HKB, Standort Zikadenweg 35, 3006 Bern

 

Unterrichtssprache

Deutsch

 

Zulassung

Der CAS InterActing setzt in der Regel einen Abschluss als darstellende Theaterschaffende an einer Kunsthochschule, Fachhochschule oder Universität oder eine gleichwertige Ausbildung voraus. Erfahrene Schauspielerinnen und Schauspieler oder Theaterpädagoginnen und -pädagogen ohne Abschluss auf Bachelor- und Masterstufe oder gleichwertigem Titel können auch ohne entsprechenden Berufsabschluss "sur dossier" aufgenommen werden, wenn sie das Aufnahmeverfahren mit Erfolg durchlaufen.

 

Anmeldeunterlagen

Das Aufnahmeverfahren setzt sich aus zwei Teilen zusammen: Zuerst werden ein Lebenslauf und ein Motivationsschreiben von maximal 1 A4-Seite eingereicht. Im zweiten Teil findet der Aufnahmeworkshop von maximal drei Stunden Dauer statt.

Der Aufnahmeworkshop findet am 1. Februar 2019 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr statt!

 

Abschluss

Certificate of Advanced Studies BFH InterActing

 

Kosten

Studiengebühr CHF 4'950.– plus CHF 250.– Anmeldegebühr. Die Gebühren sind steuerlich absetzbar. Wir beraten Sie gerne betreffend Ratenzahlungen und Stipendien.

Ziele und Aufbau

Ziele

Die Teilnehmenden des CAS InterActing sind in der Lage:

  • Kommunikationstrainings auf der Basis von Rollenspielen zu konzipieren, durchzuführen und zu reflektieren
  • eine Figur im Rahmen eines Rollenspiels glaubwürdig zu gestalten
  • Rückmeldungsgespräche lösungs- und ressourcenorientiert zu moderieren
  • mit herausfordernden Spiel- und Feedbacksituationen umzugehen
  • ein Projekt von der Auftragsklärung bis zur Rechnungsstellung durchzuführen

 

Studieninhalte und eingesetzte Methoden

Der CAS InterActing – vom Schauspiel zum Kommunikationstraining besteht aus folgenden drei Hauptmodulen: 

 

1. Schauspielerische Methoden



  • Vertiefung Improvisation
  • Directing on Stage
  • Spezifische Repetitionsmethoden
  • Training Rollenwechsel/Rollenreflexion

 

2. Kommunikationstraining

  • Pädagogik: Lernpsychologie, Didaktik, Reflexion
  • Kommunikationstheorien (u.a. Personzentrierte Gesprächsführung, Lösungs- und ressourcenorientiertes Arbeiten, Nonverbale Kommunikation)
  • Wahrnehmungsschulung
  • Feedbacktechniken
  • Moderationsmethoden 

 

3. Professionalisierung und Positionierung

  • Branchenspezifische Auftragsklärung, Offertenerstellung, Konzeptentwicklung mit Auftraggebenden, Planung der Durchführung, Evaluation
  • Projektmanagement
  • Positionierung und Marketing

 

Der Studiengang setzt sich aus Präsenzunterricht, Selbststudium und der begleiteten Erarbeitung eines eigenen Projekts zusammen. Im Präsenzunterricht wird u.a. mit Referaten, Übungen, Fallstudien, Trainings und Videoanalysen in unterschiedlichen Gruppengrössen gearbeitet.

Dozierende

Leitung

Sibylle Matt Robert
Schauspielerin und Leiterin Kommunikationstraining

 

BFH-Dozierende

Lilian Naef
Schauspielerin, Regisseurin, Sprechcoach und Kommunikationstrainerin BFH

 

Matthias Fankhauser

Schauspieldozent ZHdK, Kommunikationstrainer BFH

 

Ninetta Scura
BSc Ernährung und Diätetik, Master of Arts in Professional Teaching & Training

 

Dr. Dörte Watzek
Dipl. Psychologin

 

Martina Wüthrich
lic.phil. Psychologin

 

Peter Zumstein
Schauspieler und Kommunikationstrainer BFH





Impressionen

Testimonials von Teilnehmenden des CAS InterActing 2018

 

Nicole Berger

 

Was haben Sie besonders geschätzt am CAS?
Die Vielfalt der verschiedenen Dozierenden hat mich beeindruckt. Für mich war es zentral, aus ganz verschiedenen Feldern Einblicke und Erfahrungen teilen zu können.

 

Was ist für Sie das Wichtigste, das Sie im CAS gelernt haben?
Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Ich kann hier meine Kreativität einsetzten und meinen ganz eigenen Weg finden.

 

Was können Sie konkret mitnehmen für Ihre berufliche Zukunft?
Für den ganzen Prozess von der Kundenakquise bis hin zur Durchführung und dem Abschluss eines Auftrags habe ich Grundlagen und Werkzeuge kennengelernt und angewandt. Diese konkreten Erkenntnisse und Erfahrungen nehme ich mit.

 

Wem würden Sie den CAS weiterempfehlen?
Für Schauspielende, welche ein Interesse an anderen Menschen und an der Arbeit mit ihnen haben, sich damit ein weiteres Berufsfeld erschliessen wollen und selbständiges Arbeiten suchen.

 

 

Diane DelaCroix

 

Weshalb haben Sie sich für den CAS InterActing angemeldet?

Die zwischenmenschliche Kommunikation fand ich schon immer faszinierend. Ich bin überzeugt, dass ein CAS aus der Schweiz sich für mich als sehr wertvoll erweisen wird.

 

Was haben Sie besonders geschätzt am CAS?
Neben dem inhaltlich interessanten Unterricht, schätzte ich besonders die kleine Teilnehmergruppe bestehend aus gleichgesinnten Personen mit ähnlichen Vorkenntnissen, kompetente Dozenten, welche auch aktiv in Ihrem Fachgebiet arbeiten, sowie den offenen und kollegialen Umgang aller Beteiligten miteinander.

 

Was ist für Sie das Wichtigste, das Sie im CAS gelernt haben?
Erst in dieser Weiterbildung ist mir klar geworden, welchen Stellenwert Empathie in der zwischenmenschlichen Kommunikation darstellt. Ich bin überzeugt, meine eigenen Fähigkeiten im Erkennen, Beurteilen und entsprechenden Reagieren auf den emotionalen Zustand meines Gegenübers enorm verbessert zu haben.

 

Was können Sie konkret mitnehmen für Ihre berufliche Zukunft?
Während diesem Lehrgang habe ich viele entscheidende Faktoren der zwischenmenschlichen Kommunikation kennen gelernt. Zudem konnte ich erkennen, in welchen Bereichen meine Kommunikation noch Verbesserungspotenzial aufweist und in welche Richtung ich mich weiter entwickeln möchte.

 

Wem würden Sie den CAS weiterempfehlen?
Ich würde den CAS InterActing neben Personen, welche eine Tätigkeit in der Kommunikationsberatung anstreben, auch jenen empfehlen, welche in Ihrem Alltag auf eine effiziente und zielgerichtete Kommunikation mit anderen Menschen angewiesen sind.

 

 

Roland Duppenthaler

 

Weshalb haben Sie sich für den CAS InterActing angemeldet?

Ich war schon lange auf der Suche nach einer Weiterbildung im Bereich Kommunikationstraining. Ich sehe im Bereich Kommunikationstraining für mich Arbeitsmöglichkeiten, welche sinnvoll sind und viel mit meiner bisherigen Arbeit als Schauspieler zu tun haben.

 

Was haben Sie besonders geschätzt am CAS?
Die kompetenten, sehr gut vorbereiteten Dozenten haben mich beeindruckt. Sehr viel theoretisches Wissen wurde direkt in praktische Übungen umgesetzt.

 

Was können Sie konkret mitnehmen für Ihre berufliche Zukunft?
Das eigene Projekt, das im CAS gefordert wurde, hat mir wahrscheinlich beruflich eine Tür geöffnet, die sonst geschlossen geblieben wäre: Aus dem Projekt gibt es wahrscheinlich einen grösseren Folgeauftrag.

 

Wem würden Sie den CAS weiterempfehlen?
Jedem Schauspieler, der bereits als Schauspielpatient arbeitet und sich weiter entwickeln will im Bereich eigener Kommunikation und die eigenen Feedback-Kompetenzen verbessern will.

 

 

Matthias Koch

 


Weshalb haben Sie sich für den CAS InterActing angemeldet?
Schon länger habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie Elemente des Schauspiels auch in anderen Bereichen eingesetzt und genutzt werden können, um Sicherheit in Auftritts-, Kommunikations- und Konfliktsituationen zu trainieren und so Freiheit im Umgang damit zu schaffen. Der CAS InterActing bot mir dabei die ideale Weiterbildungsform, um meine Kenntnisse zu vertiefen und meine Kompetenzen auszubauen.

 

Was haben Sie besonders geschätzt am CAS?
Besonders geschätzt habe ich die Vielfalt der behandelten Themen. Durch die unterschiedliche berufliche Herkunft und Erfahrung der Dozierenden habe ich viel Neues lernen und mein bisheriges Wissen auf eine positive Art und Weise kritisch reflektieren können.

 

Was ist für Sie das Wichtigste, das Sie im CAS gelernt haben?
Das Wissen über und die praktische Anwendung einer professionellen Gesprächsführung, die existierenden Kommunikationstechniken und die verschiedenen Methoden der Konzeption und Umsetzung eines Kommunikationstrainings.

 

Was können Sie konkret mitnehmen für Ihre berufliche Zukunft?
Durch die Vertiefung meiner methodischen und theoretischen Kenntnisse und die damit verbundene Möglichkeit, ein qualitativ hochwertiges Kommunikationstraining anzubieten, erschliesst sich für mich ein weiterer, sehr interessanter Arbeitsbereich.

 

 

Sonja Nydegger

 


Weshalb haben Sie sich für den CAS InterActing angemeldet?
Ich arbeite schon längere Zeit als Schauspielpatientin und werde zu Kommunikationstrainings eingesetzt. Die Arbeit macht mir grossen Spass und ich wollte mich in diesem Bereich unbedingt weiterbilden. Mir war zu wenig bewusst, dass ich nach der Ausbildung als selbstständige Kommunikationstrainerin arbeiten kann und in der Lage bin, selbst Kurse durchzuführen.

 

Was haben Sie besonders am CAS geschätzt?
Das Kursangebot, aufgeteilt in 2- bis 3-tägige Modulblöcke, ist die ideale Form, um die Weiterbildung berufsbegleitend absolvieren zu können. Die Dozenten und Dozentinnen sind sehr empathisch und offen für einen aktiven und regen Unterricht. Sie sind allesamt sehr kompetent und vermitteln den Lernstoff verständlich. Die Vielfalt des Lernangebotes hat mich sehr bereichert. Der Austausch mit den Klassenkameraden und -kameradinnen führte zusätzlich zu einem grösseren Lerneffekt.

 

Was können Sie konkret mitnehmen für Ihre berufliche Zukunft?
Nach und auch schon während diesem Studiengang habe ich mich in der Kommunikation als auch in der Feedbackgebung viel sattelfester gefühlt. Ich werde meine Selbstständigkeit ausbauen, um mich als Kommunikationstrainerin zu etablieren.

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Anmeldung

Anmeldeschluss: 16. Januar 2019

Aufnahmeworkshop: 1. Februar 2019 von 9.00 Uhr bis 12.00 Uhr

Studienbeginn: 22. März 2019

Kontakt

Studienleiterin
CAS InterActing

Sibylle Matt Robert

T +41 31 848 35 63

E-Mail

 

Sekretariat Weiterbildung

Hochschule der Künste Bern


Fellerstrasse 11


3027 Bern
    
T +41 31 848 38 15

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