Auge | Ohr

Von der Datenvisualisierung und -sonifikation in unterschiedlichen Anwendungsbereichen zur Audiovisualisierung

 

Wie können die vielfältigen audiovisuellen Gestaltungsmöglichkeiten für die Sonifikation genutzt und einer breiteren, wissenschaftlich orientierten Anwenderschaft erschlossen werden? Obschon wir unser Umfeld hauptsächlich durch simultanes Hören und Sehen wahrnehmen, findet die koordinierte Ansprache dieser Sinne für Analysen kaum Verwendung. Die direkte Manipulation physischer Objekte äussert sich oft als auditive Rückmeldung und bestätigt somit visuelle, taktile und andere Sinneseindrücke. Das zeitgleiche Ansprechen mehrerer Sinne ist also eher die Norm als die Ausnahme.

 

Es gibt Hinweise, dass Audiovisualisierung das tiefe Verständnis fördert, indem es zur mehrschichtigen Wahrnehmung führt und so besser verinnerlicht wird. Mit dem gleichzeitigen Ansprechen mehrerer Sinne kann zudem eine gewisse Redundanz erreicht werden, was wiederum als bessere Repräsentation bemerkbar wird. Mittels Audiovisualisierung lassen sich möglicherweise auch mehrdimensionale Daten gut repräsentieren, da die verschiedenen Aspekte in Sichtbares und Hörbares aufgeteilt werden können.

 

Wir gehen davon aus, dass durch die geeignete Übersetzung von «Ton zu Bild» und «Bild zu Ton» verborgene Strukturen entdeckt und für das Sicht- und Hörbarmachen genutzt werden können. Dies soll helfen, sich in komplexen Datensätzen zurechtzufinden, und neue Möglichkeiten bieten, Trends zu erkennen. Durch die von der anwendenden Person definierte, selektive Wahrnehmung kann der Blick aufs Wesentliche gelenkt werden. «Auge | Ohr» bringt die beiden Forschungsgruppen «Knowledge Visualization» und «Sonifikation» der HKB an ausgewählten Beispielen zusammen.

 

ausführliche Informationen zum Projekt (PDF)

 

www.sonifyer.org

 

Bild: Gemeinsames Modell für Datenvisualisierung und -sonifikation.

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ORGANISATION

Projektleitung:

Simon Tschachtli

 

Mitarbeit:

Florian Dombois

Oliver Brodwolf

Arne Scheuermann

Andi Schoon

 

Finanzierung:

Berner Fachhochschule, BFH

 

Laufzeit:

2008–2009