Addressing War? Mit «Ästhetisierung von Kriegsgewalt» im Landesmuseum

19.10.2026 Im Rahmen der Ausstellung «Wir und der Krieg» befasst sich ein HKB-Symposium damit, wie sich Kunstschaffende mit Kriegen auseinandersetzen, diese bearbeiten und in performative Strategien übersetzen.

Bild aus einer Computeranimation. Menschen laufen auf einen blauen Bildschirm zu.
Ausschnitt aus der Performance «Corazón Rudo» von Diana Rojas-Feile

Kriege sind in öffentlichen Diskursen, politischen Debatten und sozialen Realitäten vieler Menschen so präsent wie schon lange nicht mehr. Auch Künstler*innen weltweit setzen sich in vielfältigster Art und Weise mit Kriegen auseinander. Ob in Texten, Bildern, Klängen oder Körpern: Kunst ist dabei häufig ein Ort der Kritik, der Reflexion oder der Reinszenierung. Sie kann jedoch auch der Verklärung oder Propaganda dienen. Dass bestimmte Narrative künstlerische Arbeiten dominieren, während andere Perspektiven ausgeblendet werden, hat Einfluss auf die Wahrnehmung und den Umgang mit gewaltvollen Konflikten und Kriegshandlungen.

Im SNF-Projekt «Ästhetisierung von Kriegsgewalt» haben sich die drei HKB-Forscherinnen Priska Gisler, Darija Davidović und Diana Rojas-Feile während vier Jahren mit Fragen der Darstellbarkeit von Kriegsgewalt in Bezug auf die dokumentarisch arbeitende Theater- und Performanceszene beschäftigt. Mit ihrem Abschlusssymposium sind sie nun im Landesmuseum Zürich zu Gast. In zwei Workshops und einem Podium stellen sie ihre Forschungserkenntnisse zur Diskussion. Ergänzt wird das Programm durch eine 30-minütige White-Cube-Version der Performance «Corazón Rudo», die Einblicke in die künstlerische Forschungspraxis ermöglicht.

Im Rahmen des Symposiums möchte das Forschungsteam gemeinsam mit Gästen und der Öffentlichkeit darüber nachdenken, wie sich Kunst mit Krieg und Kriegsgewalt auseinandersetzen kann. Dabei führt die dreiteilige Veranstaltung Perspektiven aus Kunst, Kultur und Friedensförderung zusammen und betrachtet auch einzelne Themenbereiche der Ausstellung «Wir und der Krieg» im Landesmuseum.

Seien Sie herzlich eingeladen, teilzuhaben!

Programm

14.30 Uhr

Einführung: Priska Gisler

15 Uhr

Workshops (90 Minuten)

I: Über und gegen den Krieg singen / Singing on Conflict
Maayan Baram
Anmeldung

II: Zuhören: Stimmen, Stille und Krieg
Diana Rojas-Feile
Anmeldung

17 Uhr

Podium

Einführung: Jose Cáceres
The making of war images: A conversation on their creation, circulation and consequences
Kateryna Botanova, Joyce Mutiso, Rabih Mroué, Darija Davidovic (Moderation)
Anmeldung

18.25 Uhr

Multimediale Performance
Corazón Rudo – Short Version, Diana Rojas-Feile

ab 19 Uhr

Apéro

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