20 Jahre Literarisches Schreiben – ein Festtag in Biel/Bienne

23.09.2026 Das Schweizerische Literaturinstitut wird in diesem Jahr 20 Jahre alt. Diesen Geburtstag feierte es am 19. September 2026 mit Vertreter*innen aus der Politik, Wegbegleiter*innen und Interessierten.

Auf der Strasse vor dem Haus einen neuen Körper finden, einen, der nicht aus Stein ist, einen neuen Körper: Darum geht es bei einer der zehn Lesestationen auf dem literarischen Streifzug «Biel vertexten – Spaziergang und Lesung». In Diskussionen werden Fragen: Kann ein Text mehr als ein Ende haben? Wie wichtig ist es für Schreibende, Kollektive zu bilden? Und wie ist es, zu stolpern in einer noch fremden Sprache, was macht das mit unserem Denken, mit dem Wortrucksack in uns? Die Kürzestlesungen von Absolvent*innen in den Reben oberhalb der Villa des Instituts geben Einblicke in aktuelles Schaffen – unter anderem Michael Fehr, Simone Lappert, Meral Kureyshi, Antoinette Rychner, Jonas Sollberger und Ed Wige. Und bei WörterKing konnte man Texte bestellen, mit Schlüsselwörtern und Toppings – frisch getippt auf der Schreibmaschine, nach Wunsch auf Französisch oder auf Deutsch.

Es war das Motto «unterwegs», das durch diesen Jubiläumsanlass begleitete. Was mit viel Mut 2006 begann, inmitten der Umstrukturierungen der Hochschule und bildungspolitischen Diskussionen, fand früh in Biel und mit engagierten Menschen einen Raum, um sich zu etablieren und Jahr für Jahr zu einer wichtigen zweisprachigen literarischen Instanz in der Schweiz zu wachsen. Mit Bernhard Pulver ist der Kanton Bern stolz, die Stadt Biel mit Glenda Gonzalez Bassi auch und die vielen Talentabgänger*innen sprechen für sich.

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