Schmackhafte Gemeinschaftsverpflegung durch Mitwirkung von Kindern

Es werden kindgerechte Beteiligungsformate entwickelt, damit Kinder Feedback zu Mahlzeiten und Ernährungsumgebung geben können. Ihre Stimmen fliessen in die Menügestaltung ein und erreichen die Verantwortlichen auf verschiedenen Ebenen.

Steckbrief

  • Beteiligte Departemente Hochschule für Agrar-, Forst- und Lebensmittelwissenschaften
    Wirtschaft
  • Institut(e) Konsumentenorientierte Lebensmittelproduktion
  • Forschungseinheit(en) Food Business und Marketing
    Nachhaltigkeitsbewertung von Lebensmittelsystemen und Konsument:innenverhalten
  • Förderorganisation BFH
  • Laufzeit (geplant) 15.12.2025 - 15.12.2026
  • Projektleitung Eugenia Harms
  • Projektmitarbeitende Eugenia Harms
    Prof. Dr. Sabrina Stöckli
  • Partner BFH Strategische Themenfelder (Public Engagement)
    GEWA
  • Schlüsselwörter Gemeinschaftsverpflegung, Partizipation, Schulessen, Co-Creation, Akzeptanz

Ausgangslage

Die Quartierküche Bümpliz versorgt wöchentlich rund 3’000 Kinder in Kitas und Tagesbetreuungen mit frisch zubereiteten Mahlzeiten. Die Verpflegungsanbieterin GEWA verfolgt das Ziel, Qualität, Akzeptanz und Nachhaltigkeit kontinuierlich zu verbessern – etwa durch die Reduktion von Food Waste und die Förderung ausgewogener Ernährung. Bislang stützen sich Rückmeldungen zur Verpflegung vorwiegend auf Einschätzungen von Betreuungspersonen. Die Perspektive der eigentlichen „Endkund:innen“ – der Kinder – bleibt dabei weitgehend indirekt und gefiltert. Gleichzeitig zeigen Forschung und Praxis, dass gerade im frühen Kindesalter entscheidende Grundlagen für langfristige Ernährungsgewohnheiten gelegt werden. Geschmackserfahrungen, Mitbestimmung und positive Erlebnisse rund ums Essen sind dabei zentral. Vor diesem Hintergrund besteht ein klarer Bedarf, neue partizipative Ansätze zu entwickeln, die es Kindern ermöglichen, ihre Meinungen, Vorlieben und Ideen altersgerecht einzubringen. In der Gemeinschaftsverpflegung fehlen bislang erprobte und systematische Verfahren, um Kinder aktiv in Feedback- und Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Der Raum Bümpliz bietet dafür eine ideale Ausgangslage: Als klar umrissenes Umfeld mit bestehenden Strukturen ermöglicht er die Entwicklung, Erprobung und wissenschaftliche Begleitung entsprechender Beteiligungsformate.

Vorgehen

Das Projekt verfolgt einen partizipativen und iterativen Ansatz zur Entwicklung kindgerechter Feedbackformate. Im Zentrum stehen interaktive Co-Design-Workshops mit Kindern unterschiedlichen Alters, die gemeinsam mit Betreuungspersonen durchgeführt und wissenschaftlich begleitet werden. Ziel dieser strukturierten Workshops ist es, geeignete Beteiligungsformate und Instrumente zu entwickeln, die es Kindern ermöglichen, ihre Perspektiven wirkungsvoll einzubringen. Die Workshops sind spielerisch, kreativ und zugleich methodisch geführt gestaltet, sodass sie den Bedürfnissen und Ausdrucksformen der Kinder gerecht werden. Gemeinsam werden Ideen entwickelt, getestet und in erste Prototypen überführt – etwa für Feedback-Tools oder Beteiligungsformate im Rahmen der Verpflegung. So entstehen niedrigschwellige und altersgerechte Ansätze, die authentische Rückmeldungen zu Geschmack, Akzeptanz und Wünschen ermöglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden systematisch ausgewertet und in enger Zusammenarbeit mit GEWA in die Menügestaltung integriert. Ziel ist es, ein praxistaugliches und übertragbares Konzept zu entwickeln, das Kinderfeedback langfristig in der Gemeinschaftsverpflegung verankert.

Dieses Projekt leistet einen Beitrag zu den folgenden SDGs

  • 3: Gesundheit und Wohlergehen
  • 4: Hochwertige Bildung
  • 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
  • 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele