Du willst Schauspieler*in für Film und digitale Medien werden?

Dann bist du hier richtig. Hier erfährst du alles, was du auf deinem Weg zur*zum professionellen Film-Schauspieler*in wissen musst – immer aktuell und aus erster Hand. Wir bringen dich in Kontakt mit Profis, Lehrenden und Studierenden. Melde dich zu einer unserer nächsten Veranstaltungen an, stelle Fragen und diskutiere mit uns.

✶ Intuition & Flow: Ein Gespräch mit Filmregisseur Jakob Lass

Filmschauspiel ohne festgelegte Dialoge? Durchaus! Jakob Lass' auf Schauspielimprovisation basierende Arbeitsweise ist Thema dieses Webinars: Das Ziel dieser Arbeitsweise ist es, authentische und lebendige Szenen zu schaffen. Dabei arbeitet Lass mit Statusdynamiken, um eine Erzählung zu formen, erforscht mit den Schauspieler*innen, wie aus Bedürfnissen lebendige Beziehungen entstehen und wie aktives Zuhören und Durchlässigkeit zu glaubwürdigen Reaktionen führen.
Sprache: Englisch.

Jakob Lass

...verunsicherte bereits als in jungen Jahren die Bühnen der bayrischen Provinz. Nach mehreren Ablehnungen an deutschen Filmhochschulen realisierte er 2007 die Mockumentary Bademeister Paul, die erste Festivalpreise gewann. 2009 begann er sein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Bereits im ersten Studienjahr entstand Frontalwatte mit Franz Rogowski in der Hauptrolle. Internationale Aufmerksamkeit erhielt Jakob Lass mit Love Steaks, der 2013 beim Filmfest München mehrfach ausgezeichnet und für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. Mit Tiger Girl schloss er sein Studium ab; der Film feierte 2017 seine Premiere auf der Berlinale in der Sektion Panorama Specials. Es folgten die improvisierte Romanverfilmung So Was Von Da sowie die Comedy-Serie How to Dad (2022), produziert für die ARD Mediathek. 2019 erhielt Jakob Lass das Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles.

Mittwoch, 7. Oktober 2026, 19–20 Uhr 
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Portrait von Jakob Lass  mit hochgezogener Augenbraue und gezwirbeltem Schnauzbart
Bild: Anselm Belser

✶ Infoveranstaltung zum Master Acting for Screen & Digital Media

Alles zu Voraussetzungen, Lehrinhalten, Studienplanung (Teilzeitoption) und Berufsperspektiven des neuen HKB-Studiengangs für darstellende Künstler*innen. 
Sprache: Englisch.

Mittwoch, 18. November 2026, 19–20 Uhr 
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Frau wird in einem Dreh-Setting geschminkt, davor eine Filmkamera.
Bild: Ben Zurbriggen

Filmschauspieler*in werden – Ja! Aber wie?

Es gibt im deutschsprachigen Raum wenig Schauspielschulen, die eine umfassend Ausbildung im Filmschauspiel anbieten. Anders sieht es beispielsweise im englischsprachigen Raum aus, wobei die Studiengebühren für Studierende aus dem Ausland in der Regel sehr hoch sind. Was es gibt, sind viele private Anbieter*innen, die Filmworkshops als Weiterbildungskurse anbieten. Diese Workshops und Kurse geben zwar Einblicke in das Handwerk des Spielens vor der Kamera, können aber keine fundierte Ausbildung ersetzen.

Jede Hochschule hat ein anderes Profil und setzt unterschiedliche Schwerpunkte. Mögliche Fächer, die in der einen oder anderen Form an staatlichen Filmschauspielschulen unterrichtet werden, sind:

  • Camera Acting
  • Acting Techniques (e.g., Method Acting, Meisner-Technik, Chubbuck-Technik, Malmgren-Methode)
  • Körper- und Stimmtraining
  • Mikrofonsprechen
  • Motion Capture, Green Screen
  • Casting, E-Casting, Showreels
  • Film- und Drehbuchanalyse

Wichtig ist auf jeden Fall schauspielerisches Ausdruckpotential Live und vor der Kamera. Weitere persönliche Eigenschaften, die gefragt sind: starke Motivation, Spontanität, Disziplin, Belastbarkeit, Fantasie, gute Allgemeinbildung, Konzentrationsfähigkeit, Dialog- und Kritikfähigkeit, Freude am Ausprobieren von Neuem, Beobachtungsgabe, Einfühlungsvermögen, körperliches und sprachliches Ausdruckspotential, künstlerischer Veräusserungs- und Gestaltungswille, Fähigkeit zur Reflexion einer Textvorlage.

In der Regel wird für ein BA-Studium die Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife (in der Schweiz Maturität oder gleichwertiger Abschluss auf Sek. II) verlangt. Ist eine besondere Begabung erkennbar, kann man an einigen staatlichen Schulen auch ohne Hochschulreife studieren. Für ein MA-Studium ist in der Regel ein BA-Abschluss oder ein adäquater Abschluss notwendig.

Professionelle Filmschauspieler*innen arbeiten im Film, Fernsehen, Radio, Theater oder Gaming- und Animationsfilmproduktionen. Das Arbeitsfeld für Schauspieler*innen ist in den letzten Jahren grösser und vielgestaltiger geworden. Gerade durch die vermehrten Film- und Serienproduktionen der Streaming-Anbieter und die wachsende Game-Industrie.

Jede Filmschauspielschule führt ein anderes Zulassungsverfahren durch. In der Regel wird für Filmschauspiel ein Motivationsschreiben und eine Videobewerbung verlangt, die dann noch durch eine Eignungsprüfung vor Ort oder online ergänzt werden kann. Oftmals wird auch noch ein individuelles Gespräch durchgeführt. Hier erfährst du mehr zum Ablauf der Aufnahmeprüfung für den MA Acting for Screen & Digital Media an der HKB.

Der Studienbeginn ist von Hochschule zu Hochschule verschieden: entweder im Herbst oder im Frühling. Der Masterstudiengang Acting for Screen & Digital Media an der HKB beginnt jeweils im Februar.

Es lohnt sich, sich genau über die Hochschule oder Universität zu informieren, an der du studieren willst. Jede Schauspielschule hat ihr eigenes Profil und setzt verschiedene Schwerpunkte. Im Master Acting for Screen & Digital Media an der HKB lernst du, was es braucht, in verschiedenen Settings rund um Film und digitale Medien professionell zu agieren. Darüber hinaus ist die Ausbildung an der HKB international ausgerichtet und die Unterrichtssprache Englisch.

Du hast die Möglichkeit, an einem unserer Webinare teilzunehmen und Dich über spezifische Aspekte einer Ausbildung in Filmschauspiel zu informieren und im Gespräch Fragen zu stellen. Wenn Du am Masterstudiengang Acting for Screen & Digital Media interessiert bist, nimmst Du am besten an einer der nächsten Infoveranstaltungen teil oder direkt mit uns Kontakt auf: theater@hkb.bfh.ch.

Unser Sekretariat hilft dir bei Fragen.