Facilitation – Veränderungen (mit)gestalten: Weiterbildung zur Facilitator*in

In der Weiterbildung zur Facilitator*in stärken Sie die notwendigen Kompetenzen, um erfolgreiche Veränderungsprozesse in komplexen Umfeldern in Ihrem Unternehmen sowohl auf strukturierender als auch auf psychologischer Ebene zu gestalten und zu führen. Der theoretische Hintergrund der Weiterbildung bildet die «Theorie U» von Otto Scharmer.

Im Fachkurs

  • vermitteln wir Ihnen eine Veränderungstheorie – die «Theorie U», eine Veränderungstheorie, die ihnen hilft, Kopf, Herz und Hand Ihrer Teammitglieder in den Prozess einzubeziehen, um Veränderungen nachhaltig zu gestalten.
  • befähigen wir Sie, vier Qualitäten eines beziehungsorientierten und vertrauensvollen Prozesses anzuwenden: Fragen statt Antworten, Beobachten statt Bewerten, Perspektivwechsel statt Standpunkt und Selbstreflexion vor Fremdkritik.
  • vermitteln wir Ihnen einen Rucksack voller Tools und Methoden, um die einzelnen Prozessschritte zu begleiten.
  • befähigen wir Sie, die Sinnstrukturen hinter den Prozessen und den Prozessschritten zu erkennen und positiv zu beeinflussen.
  • ermöglichen wir Ihnen, herausfordernde Praxissituationen aus Ihrem persönlichen Arbeitsfeld zu reflektieren und Ansätze zu entwickeln, die dem individuellen Veränderungsprozess dienlich sind.

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Fachkurs
  • Dauer 15 Kurstage
  • Unterrichtstage Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag
  • Anmeldefrist 2026: noch offen
  • Anzahl ECTS 4 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 5’500
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Gesundheit
  • Nächste Durchführung August bis Dezember 2026:
    ⇢ 19. + 20. August, 2.,3. 9. + 10. September, 20.,21., 22. + 23. Oktober, 4., 5., 18. + 19. November, 2. Dezember 2026

Inhalt + Aufbau

Porträt

Die Wahrnehmung bevorstehender Veränderungen kann bei Menschen Ängste auslösen, obwohl sie für menschliche Lebens- und Entwicklungsprozesse wessentlich sind. Als Führungsperson oder Fachexpert*in begleiten Sie in Ihrer Praxis Veränderungsprozesse. In diesem Fachkurs lernen Sie Ihre Rolle als Changebegleiter*in kennen und erkunden Ihren Handlungsraum. Ob ein Veränderungsprozess gelingt, hängt entscheidend von der Haltung der Person ab, die den Prozess initiiert. Deshalb beschäftigen wir uns im Fachkurs mit der Reflexion der eigenen Haltung. Eine Grundhaltung des Ermöglichens und Ermutigens, die auf Beziehung und Vertrauen basiert – Facilitation ist der englische Begriff dafür  – ist eine wichtige Schlüsselkompetenz, die Sie im Kurs erwerben können.

Changeprozesse verlangen immer nach Perspektivenwechsel und nach psychologischen sowie strukturierenden Interventionen, wenn Sie auch mit verhindernden Strategien wie Zynismus oder Angst konfrontiert werden. Hierfür machen wir Sie mit der «Theorie U» als Leitfadentool für den Changeprozess vertraut und erarbeiten mit Ihnen zusammen Dynamiken, die in Transformationsprozessen entstehen können. So sind Sie gewappnet, um Veränderungsprozessen gelassen und neugierig zu begegnen.

Ausbildungsziel

Menschen mit Facilitator*innen-Kompetenz können

  • wirkungsvoll Transformationsprozesse initiieren und begleiten,
  • agile Teams und Selbstorganisation unterstützen,
  • innovatives Denken fördern,
  • Menschen beteiligen und Commitment aufbauen,
  • Vertrauen fördern und den Mut für neues Handeln stärken,
  • Mehrperspektivigkeit und damit die Öffnung für neues Denken ermöglichen,
  • Konflikte austragen für neue gemeinsame Wege.

Damit wirken Facilitator*innen in Organisationen wertschöpfend.

Modul 1: Downloading
 

  • Einführung in Facilitating Change, die Haltung und das Wirkungsfeld einer Facilitator*in sowie die Grundlagen des Lernens in Organisationen
  • Erste Orientierung in Changeprozessen, Agilität und Selbstorganisation anhand der «Theorie U»

Modul 2: Seeing
 

  • Erweiterung der eigenen Wahrnehmung: Komplexität vs. Kompliziertheit als Schlüssel für agile Entwicklung, Selbstorganisation in der Praxis erleben, Perspektivenwechsel trainieren
  • Einführung in PsychoDrama als Ursprung vieler moderner Methoden

Modul 3: Sensing
 

  • Erforschung von Wertesystemen, Glaubenssätzen und Annahmen in Entwicklungsprozessen – individuell und unternehmerisch
  • Dynamiken von Systemen, Rollen und Feldern sowie Konfliktbewältigung durch tiefes Zuhören und Spannungsfeldarbeit
  • Anwendung von Dynamic Facilitation zur Öffnung neuer Möglichkeitsräume

Modul 4: Presencing
 

  • Vertiefung der Presencing-Qualität: Entdeckung der eigenen Haltung zu People, Purpose, Planet, Profit, sowie Loslassen und Zulassen als Schlüssel für Transformationsprozesse
  • Methoden zur Emergenz-Förderung und Nutzung von Storytelling zur Begeisterung und Motivation

Modul 5: Crystallizing
 

  • Methoden zur Herausarbeitung zukünftiger Entwicklungen, Anwendung von Spiral Dynamics zur Werteanalyse, Prinzipien effektiver Workshopgestaltung und Einführung in Design Thinking als Innovationsmethode

Modul 6: Prototyping
 

  • Umgang mit Verhinderungsstrategien wie Urteilen, Zynismus und Ängsten in Changeprozessen
  • Qualitätsanforderungen an Prototyping, Auftragsklärung für Facilitating und praktische Fallstudien
  • Stärkung der Facilitator*innen-Rolle durch praktische Anwendungen
  • Einführung in das Pro-Action-Café als kreative Methode zur Projektentwicklung

Modul 7: Performing
 

  • Kommunikation in Transformationsprozessen, Integration der Ausbildung durch praxisbezogene Anwendungen, Nutzung von Appreciative Inquiry zur Change-Motivation
  • Abschluss und Anwendung der erlernten Methoden in einer konkreten Facilitator*innen-Rolle

Dieser Fachkurs gibt Ihnen ein tiefes Verständnis und praxisnahe Werkzeuge, um Veränderungsprozesse aktiv zu gestalten und Teams durch Transformation zu führen.

In diesem Fachkurs bieten wir eine beziehungsnahe Lernumgebung, um beste Voraussetzungen für ein nachhaltiges Lernen zu schaffen. Wir setzen auf einen dialogischen Austausch auf Augenhöhe zwischen den Kursteilnehmenden und Expert*innen aus der Praxis. Wir sind überzeugt, dass eine gemeinsam gestaltete kreative Lernumgebung die besten Erkenntnisse und Lernergebnisse hervorbringt. Neben fachlichen und theoretischen Kurzinputs stehen bei uns Erfahrungslernen und reflexives Lernen im Zentrum. Hierfür nutzen wir international anerkannte didaktische Methoden wie Storytelling, Social Theatre, Feldarbeit und Aufstellungsarbeit und Präsenzarbeit.

Aus der Lern- und Hirnforschung wissen wir, dass Lernen immer als ganzheitlicher Prozess von Körper, Geist und Seele verstanden werden muss. Deshalb setzen wir verschiedene Körper- und Entspannungstechniken ein und nutzen Erkenntnisse und Techniken aus dem Embodiement, um Lernerfahrungen und Erkenntnisse körperlich zu verankern und zu festigen. Gleichzeitig fördern wir so die Resilienz der Teilnehmenden.

Ihr Kompetenznachweis – Kreativ, interaktiv & inspirierend
 

Freuen Sie sich auf eine spannende Möglichkeit, Ihr Wissen praktisch anzuwenden. Während des Kurses gestalten Sie eine Lernkarte, die Sie gemeinsam in Zweiergruppen präsentieren – eine kreative Methode, die Ihre didaktischen Fähigkeiten stärkt. Ob Psychodrama, Life Design Thinking oder Storytelling – Sie wählen eine Technik, die zu Ihnen passt und Ihr Team inspiriert.

Ihr persönliches Portfolio begleitet Sie durch den gesamten Kurs, dokumentiert Ihre Erkenntnisse und hilft Ihnen, Ihre Entwicklung sichtbar zu machen. Am letzten Tag präsentieren Sie die Highlights Ihrer Lernreise in Form von «Lernblüten» – lebendig, authentisch und genau so, wie es zu Ihnen und Ihrer Gruppe passt.

Nutzen Sie diese Chance, um sich selbstbewusst zu zeigen und Ihre neuen Fähigkeiten mit Freude zu präsentieren. Sie werden stolz auf Ihr Ergebnis sein.

Titel + Abschluss

Fachkurs in «Facilitation – Veränderungen (mit)gestalten: Weiterbildung zur Facilitator*in»

Dozierende

  • Renate Franke, Dozentin, School of Facilitating, Berlin
  • Manuela Grieser, Facilitatorin, Pflegefachfrau, MA Erwachsenenbildung 
  • Tabea Knecht, Facilitatorin, Sozialanthropologin, Soziologin, Beraterin für Firmen und Teams
  • Regula Mader, Facilitatorin, Rechtsanwältin, Ethikerin, Dozentin
  • Karin Mc Evoy, Facilitatorin, MNSc
  • Hanna Rübsamen, Dozentin, School of Facilitating, Berlin

Partner

School of Facilitating
Führen in Veränderung
Suarezstraße 31, 14057 Berlin

Voraussetzungen + Zulassung

Die Weiterbildung richtet sich in erster Linie an Menschen, die in Veränderungsprozessen stark und aktiv gefordert sind. Dazu gehören Führungsperonen, Projektleiter*innen, Personalentwickler*innen, Organissationsentwickler*innen, Coaches und Berater*innen.

Unser Ziel im Departement Gesundheit ist es, Menschen mit Krankheitserfahrungen und Angehörige in der Weiterbildung, aber auch in der Ausbildung und in die Forschung zu integrieren. Dadurch soll die Gesundheitsversorgung nachhaltig verbessert werden. Mit diesem Symbol werden Weiterbildungsangebote gekennzeichnet, die auch Menschen mit Krankheitserfahrung offenstehen und die mit Betroffenen und Angehörigen im Co-Teaching durchgeführt werden.

Symbolbild für User-Involvement-Angebote der Berner Fachhochschule
User-Involvement-Angebot
  • Mit Hochschulabschluss: Wenn Sie über einen Hochschulabschluss verfügen (Fachhochschule, Universität, Pädagogische Hochschule), sind Sie direkt zum CAS zugelassen.
  • Mit Höherem Berufsbildungsabschluss: Wenn Sie über einen Höheren Berufsbildungsabschluss verfügen, z. B. diesen an einer Höheren Fachschule erworben haben oder eine Berufs- oder Höhere Fachprüfung absolviert haben, sind Sie direkt zum CAS zugelassen.
  • Mit einem eidgenössischen Berufsabschluss können Sie als Gasthörer*in zugelassen werden. Sie erhalten das gesamte Dienstleistungsangebot wie beschrieben sowie einen Kursnachweis.

Es gelten die allgemeinen Zulassungsbedingungen, die Sie im folgenden Dokument finden:

Sprachkenntnisse

Die Präsenzveranstaltungen werden in Deutsch gehalten. Es werden ausschliesslich Lehrmaterialien in deutscher Sprache verwendet.

Ausnahmen

Fachpersonen mit einem Bildungsabschluss Sekundärniveau (Berufslehre) können den Fachkurs als Gasthörer mit einer Teilnahmebestätigung absolvieren.

Organisation + Anmeldung

15 Kurstage
Für einen Fachkurs mit 8 ECTS-Credits rechnen wir mit einem durchschnittlichen studentischen Workload von 240 Stunden.
Unterrichtszeiten: in der Regel von 8.30 – 16.30 Uhr

  • Mittwoch, 19. August 2026
  • Donnerstag, 20. August 2026
  • Mittwoch, 2. September 2026
  • Donnerstag, 3. September 2026
  • Mittwoch, 9. September 2026
  • Donnerstag, 10. September 2026
  • Dienstag, 20. Oktober 2026
  • Mittwoch, 21. Oktober 2026
  • Donnerstag, 22. Oktober 2026
  • Freitag, 23. Oktober 2026
  • Mittwoch, 4. November 2026
  • Donnerstag, 5. November 2026
  • Mittwoch, 18. November 2026
  • Donnerstag, 19. November 2026
  • Mittwoch, 2. Dezember 2026 

Anmeldefrist

2026: noch offen

Im Rahmen des Online-Anmeldeprozesses benötigen wir von Ihnen folgende Dokumente:

  • Kopien Ihrer Bildungsabschlüsse (im PDF-Format, max. 1 MB pro Dokument)
  • Passfoto (JPEG)

Bitte laden Sie diese Dokumente auch dann hoch, wenn Sie diese bereits im Rahmen einer anderen Anmeldung eingereicht haben. Wenn Sie Fragen oder Probleme bei der Online-Anmeldung haben, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Geschäftsbedingungen

Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Änderungen bleiben vorbehalten. Im Zweifelsfall ist der Wortlaut der gesetzlichen Bestimmungen und Reglemente massgebend.

Rückzugsregelung: Gemäss Weiterbildungsreglement ist ein Rückzug ohne Kostenfolge bis zum Ablauf der Anmeldefrist möglich. Nach diesem Zeitpunkt sind bei einer Abmeldung vor Beginn der Weiterbildung 50% des zu verrechnenden Betrages geschuldet.