Diversität und Beteiligung in Gemeinden
Um die Teilhabesituation in Gemeinden diversitätssensibler zu gestalten, werden Ansätze der Sozialen Arbeit mit Social Design verknüpft und sinnlich-kreative Partizipationsmöglichkeiten geschaffen.
Steckbrief
- Beteiligte Departemente Soziale Arbeit
- Institut(e) Institut Soziale und kulturelle Vielfalt
- Strategisches Themenfeld Themenfeld Caring Society
- Förderorganisation BFH
- Laufzeit (geplant) 04.12.2025 - 30.09.2026
- Projektleitung Prof. Dr. Annina Tischhauser
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Projektmitarbeitende
Prof. Dr. Paola Pierri
Beatrice Kaufmann
Dr. Claske Dijkema
Prof. Simone Gäumann - Schlüsselwörter Diversität, Teilhabe, niederschwellige Formate, Social Design, Soziale Arbeit
Ausgangslage
Zahlreiche Gemeinden fördern zur Stärkung einer sorgenden Gesellschaft Beteiligung, Vernetzung und bedarfsorientierte Unterstützung. Trotz dieser Angebote zeigen sich Hürden und Grenzen, wenn es um die Erreichbarkeit und Teilhabe beispielsweise von sozial isolierten Menschen, von Personen mit Mehrfachbelastungen, mit wenig Kenntnissen der Mehrheitssprachen oder mit geringer nachbarschaftlicher Einbettung geht. Forschende der Sozialen Arbeit und der Künste erarbeiten wichtige inter- und transdisziplinäre Forschungsergebnisse zu partizipativen, diversitätssensibel und visuell-künstlerisch gestalteten Formaten. Diese Formate helfen, Teilhabehürden abzubauen und neue Möglichkeiten für Kommunikation, Mitgestaltung und Begegnung zu schaffen (z.B. Vielfältiges Quartier für alle, Sprechende Bilder, Jetzt. Da., Toolbox, Shaping Baukultur). Nun sollen diese Forschungsergebnisse gebündelt und in praxisnahen, leicht zugänglichen Formate umgesetzt werden, um insbesondere bisher wenig ereichte Bevölkerungsgruppen in Gemeinden besser zu erreichen.
Vorgehen
Das Projekt nutzt bisherige Forschungsergebnisse zur diversitätssensibel gestalteten Ansprache und Beteiligung und setz sie gemeinsam mit Gemeinden, Gemeinwesenarbeit und Zivilgesellschaft um. Ziel ist es, die entwickelten Formate praxisnah in zwei bis drei interessierten Gemeinden zu erproben. Für die inhaltliche Ausrichtung werden die interdepartementalen Forschungsergebnisse zusammengeführt und durch eine Literaturrecherche ergänzt. Danach folgen eine Bedarfsanalyse und die gemeinsame Festlegung der Ziele mit den Stakeholdern in den Gemeinden. Zum Abschluss wird ein Antrag für das Förderprogramm Agora erarbeitet, das Projekte unterstützt, die den direkten Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern.