Anna Orlichuk

Porträt Anna Orlichuk

Steckbrief

Stimmlage

Mezzosopran

Nationalität 

Russland & Israel

Email

orlichuk@gmail.com

Studium

Master Specialized Music Performance – Oper

Studienjahr

2025

Gesangsdozierende

Claude Eichenberger

Musikalische Vorstudien

  • Akademie junger Sänger des Mariinski-Theaters, 2018–2022 – Künstlerin. Gesangslehrerin Galina Gorchakova
  • Bachelor-Abschluss, 2013–2017, Staatliche Universität Sankt Petersburg, Fakultät für Kunstwissenschaften – Diplom mit Auszeichnung, Professorin Galina Gorchakova

Lebenslauf

Wichtige Projekte/Konzerte:

  • 2024: Sesto in La clemenza di Tito von Mozart, Croatian National Theatre, Varaždin, Croatia
  • 2023: Rosina in Il barbiere di Siviglia von Rossini, Teatro Savoia, Campobasso, Italia
  • 2023: Mademoiselle Dangeville in Adriana Lecouvreur von Cilea, Narva Ooperipäevad, Narva, Estonia
  • 2023: Dorothée in Cendrillon von Massenet, Trentino Musical Festival, Trento, Italy
  • 2022: Maddalena in Rigoletto von Verdi, Serbian National Theatre, Novi Sad, Serbia
  • 2020: Tsar’s page in Snow Maiden von Rimsky-Korsakov (cover), Mariinsky theatre, Saint Petersburg, Russia
  • 2019: Bandit Cat/Worm in Murych the Cat von Banevich, Mariinsky theatre, Saint Petersburg, Russia
  • 2018: Firefly in Snow White von Kolmanovsky, Mariinsky theatre, Saint Petersburg, Russia
  • 2017: Totosha in Moydodyr von Levitin, Mariinsky theatre, Saint Petersburg, Russia

Masterclasses: 

  • 2024: Bruna Baglioni

  • 2023: Alessandro Corbelli

  • 2023: Chelsea Bonagura / Jean-Michel Charbonnet

  • 2022: Mikhail Sinkevich

  • 2017: Larissa Gergieva

Interview: Drei Fragen an Anna Orlichuk

Warum studieren Sie Oper?

Ich habe mich mit verschiedenen Formen des künstlerischen Ausdrucks beschäftigt und hatte das Glück, mit dem Klavierspielen aufzuwachsen. Als Pianistin habe ich mich ausschließlich über Klänge ausgedrückt, aber die Oper hat mir eine völlig neue Dimension eröffnet: eine Dimension, in der Musik und Text Charaktere erschaffen, in der Drama und Musik untrennbar miteinander verbunden sind und in der ich viele Leben erleben und teilen kann.

Was war Ihre erste Begegnung mit Oper?

Ich habe die Oper durch Fürst Igor mit Olga Borodina als Kontschakowna entdeckt – sie hat mir gezeigt, wie die Oper Geschichte, Mythos und menschliche Leidenschaft zugleich vereinen kann. Aber meine wahre Liebe begann mit Tschaikowskys Eugen Onegin. In der Gartenszene, als Tatjana auf Onegins Antwort wartet, entdeckte ich die einzigartige Fähigkeit der Oper, Sehnsucht, Verletzlichkeit und Wahrheit einzufangen.

Welches ist Ihre Lieblingsoper und warum? 

Es ist unmöglich, eine einzige Lieblingsoper auszuwählen, denn unsere Wahrnehmung dessen, was wir lieben, verändert sich mit uns – und ich finde in dieser Unbeständigkeit pure Schönheit. Ich würde immer die Oper wählen, an der ich gerade arbeite, aber wenn ich eine nennen müsste, wäre es La Traviata – einfach brillant in jedem Detail, Musik, die ich endlos hören könnte.