Kulturelle Bildung

Kreativität ermöglichen ab der frühen Kindheit: Im berufsbegleitenden CAS Kulturelle Bildung erarbeiten Sie sich die kulturpädagogische Qualifikation für Ihre Arbeit im Frühbereich oder die pädagogische Qualifikation für Ihre Arbeit im kulturellen Bereich.

Der Studiengang:

  • richtet sich an Leitungs- und Fachpersonen aus den Bereichen frühe Kindheit, Bildung, Kultur und Soziales,
  • ermöglicht Ihnen, Ihre eigene Lernbiografie im Kontext gesellschaftlicher Konventionen zu reflektieren,
  • befähigt Sie, ästhetische Erfahrungen zu einer Basis frühkindlichen Lernens zu machen,
  • macht Sie mit der Ko-Konstruktion als kulturpädagogische Grundhaltung bekannt,
  • vermittelt ihnen die Gelingens- und Hemmfaktoren für kreative Prozesse,
  • befähigt Sie, transdisziplinäre Projekte kreativitätsorientiert zu planen, zu begleiten und zu evaluieren,
  • ermöglicht Ihnen, Netzwerke auszubauen und durch Dialog und Austausch zu stärken.
Stimmungsbild Kulturelle Bildung

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Certificate of Advanced Studies (CAS)
  • Dauer 10 Monate
  • Unterrichtstage September bis Dezember 4x Freitag & Samstag ganztags, 1 Intensivwoche im Januar, März bis Juni 3x Freitag ganztags
  • Anmeldefrist Der Kurs ist ausgebucht. Anmeldungen für Einzelkurstage 2019 werden noch entgegengenommen.
    Nächster CAS-Anmeldetermin: 1. Juni 2020
  • Anzahl ECTS 12 ECTS-Credits
  • Kosten CHF 5'180
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern Fellerstrasse
    Biel
    Zürich
  • Departement Hochschule der Künste Bern
  • Nächste Durchführung Herbstsemester 2020

Kontakt

  • Fachpublikation
  • Design, Musik, Theater und andere Künste

Fokuspublikation Ästhetische Bildung & Kulturelle Teilhabe – von Anfang an!

Inhalt + Aufbau

Portrait

In der berufsbegleitenden Weiterbildung entwickeln Sie Ihre Kreativität vielfältig weiter. Durch das Reflektieren der eigenen kreativen Prozesse lernen Sie, wie Sie ästhetische Erfahrungen von Kindern in und durch die Künste anregen und begleiten können. Sie erfahren, wie kreative Lernprozesse die Sprachentwicklung unterstützen und erleben, wie Kulturelle Teilhabe durch Ko-Konstruktion gelingt.

Ausbildungsziel

Mit dem erfolgreichen Abschluss des Studienganges erhalten Sie folgende Kompetenzen:

  • Sie verfügen über transdisziplinäre künstlerische Ausdrucksformen und können diese durch vielfältige Methoden, Materialien, Mittel und Medien in Ihr elementarpädagogisches Handeln integrieren.
  • Sie sind sensibilisiert auf kreativitätsfördernde und -hemmende Faktoren. Dadurch sind Sie in der Lage, Kinder in ihren individuellen kreativen Lern- und Entwicklungsprozessen altersgerecht zu unterstützen.
  • Durch gezieltes Beobachten und Dokumentieren kreativer Prozesse können Sie wichtige Lern- und Entwicklungsschritte der Kinder gegenüber Eltern, Teammitgliedern, andern Fachpersonen und Vorgesetzten nachvollziehbar machen. 
  • Basierend auf Ihren neuen Erkenntnissen und Erfahrungen sind Sie fähig, in Ihrem Umfeld durch kompetentes Argumentieren eine breite Akzeptanz für ein umfassendes Bildungsverständnis im Sinne kultureller Teilhabe zu schaffen.
  • Sie können niederschwellige Formate initiieren, in denen Kinder und Erwachsene gemeinsam entdecken, erforschen und experimentieren.
  • Sie können neue Freiräume für ästhetische Erfahrungen schaffen und erschliessen. Dies sowohl in ihrem angestammten Praxisumfeld, als auch in Kooperation mit kulturellen bzw. frühpädagogischen Partnern.

Der Studiengang ist modular aufgebaut. Die mit einem * gekennzeichneten Kurstage können einzeln besucht werden (beschränkte Platzzahl, max. 3 Kurstage).

Modul 1: Theoriebasierte Grundlagen

In diesem Modul erarbeiten Sie sich theoretische Grundlagen zur frühkindlichen ästhetisch-kulturellen Bildung. Diese Kurstage finden in Form von Seminaren statt, die aus Expertenreferaten, praktischen Übungen und Reflexionsarbeit bestehen. Dazwischen werden die Kursinhalte im Selbststudium vertieft. Modul 1 schliesst mit einer schriftlichen Arbeit (Kompetenznachweis) zu einem selbst gewählten Thema ab aus der Palette der Kurstage.

  • Einführung in die ästhetische kulturelle Bildung* (ab 13:30 Uhr, nur für Studierende der PHBern offen)

  • Wie Kinder von 0–4 Jahren lernen. Beobachten, reflektieren und Bildungsprozesse gestalten. Grundhaltung und Ziele frühkindlicher Bildung, Betreuung und Erziehung entlang des Orientierungsrahmens FBBE*
  • Kreativität als Lebensgestaltungs- und Problemlösungskompetenz*   

  • Kreative Prozesse anregen, begleiten, dokumentieren, reflektieren und kommunizieren*

  • Medienpädagogik in der Elementarbildung und Medienbasierte Projektarbeit mit Kindern*
  • Das Bilderbuch als Inspirationsquelle für dialogische kreative Prozesse*
  • Explorative Forschungsräume I: Erwachsene und Kleinkinder erforschen gemeinsam das Kunstmuseum Bern
  • Explorative Forschungsräume II: kreatives Ko-Konstruieren von Erwachsenen mit Kleinkindern*

Modul 2: Intensivwoche

In diesem Modul steht das eigene Tun im Zentrum. Denn man kann nur weitergeben, was man selbst an sich erfahren und reflektiert hat. Das Modul umfasst eine praktische Intensivwoche, die eigene Weiterentwicklung von zwei selbst gewählten Vertiefungsrichtungen im Selbststudium und deren Präsentation sowie einen Tag im Wald.

  • Auf Spurensuche: Experimente mit vielfältigen bildnerischen Methoden & Mitteln

  • Von der Fläche in den Raum: Ästhetisches Material als Inspirationsquelle

  • Von analog bis digital, oder: vom Suchen & Sammeln zum Ordnen & Sortieren hin zum Verändern & Verfremden

  • Bewegende Klänge, Töne und Geräusche

  • Darstellendes Spiel: Geschichten erfinden, entwickeln und spielen mittels Licht, Schatten, Figuren oder Schwarzlicht

  • Präsentationen eigene praktische Arbeit und Erfahrungsaustausch Hospitationen

  • Mit Kleinkindern die Natur entdecken und erforschen*

Modul 3: Netzwerken, Austausch & Reflexion

Dieses Modul dient der Vernetzung, dem Community Building sowie dem Erfahrungs- und Praxisaustausch. Der CAS ermöglicht Ihnen damit exklusiven Zugang  zu den Dialoganlässen der nationalen Initiative Lapurla – Kinder folgen ihrer Neugier.

  • Teilnahme an Dialoganlässen von Initiative Lapurla
  • Kollegiale Hospitationen bei Mitstudierenden
  • Intervision im Praxisfeld 

Modul 4: Praxistransfer

In diesem Modul geht es darum, das Gelernte in der Praxis zu erproben und final in Form eines Projekts im eigenen Tätigkeitsfeld umzusetzen. Die dabei gemachten Erfahrungen und Erkenntnisse werden zum Abschluss des CAS öffentlich präsentiert.

  • Mitwirkung an der Museumsnacht Bern, in Kooperation mit BA- und MA-Studierenden der HKB
  • Eigenes Praxisprojekt planen, durchführen und evaluieren
  • Präsentation Praxisprojekt

Die mit einem * gekennzeichneten Kurstage können einzeln besucht werden (beschränkte Platzzahl, max. 3 Kurstage). Bei Interesse schreiben Sie bitte an das Sekretariat der Weiterbildung.

Methodik

Der CAS setzt sich zusammen aus Seminaren mit interaktiven Referaten, Partner- und Gruppenarbeiten, Workshops, Atelierbetrieb, Teilnahme an nationalen Dialoganlässen, Mitwirkung an kulturellen Anlässen, Hospitationen sowie Reflexions- und Erfahrungsaustausch. Das Selbststudium umfasst die Vor- und Nachbereitung des Kontaktunterrichts mittels Skript- und Literaturstudium, Reflexion und Dokumentation der eigenen Lernprozesse und Erfahrungen sowie die eigene praktische künstlerische Weiterentwicklung.

Evaluation und Qualitätssicherung

Der CAS wird von der Studienleitung, den Dozierenden und Studierenden im stetigen Dialog laufend evaluiert. Zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung des Curriculums werden die Anliegen der Studierenden nach Studienabschluss mittels schriftlicher Befragung eingeholt. Die Leistungsnachweise werden nach transparenten Beurteilungskriterien eingeschätzt und rückgemeldet.

Die Studienleitung geht davon aus, dass alle Teilnehmenden die Bedingungen zur Zertifizierung erreichen. Dies umfasst die Teilnahme an den Präsenzveranstaltungen gemäss Studienreglement, eine schriftliche Arbeit zu einem selbst gewählten Themenschwerpunkt aus Modul 1, dem stetigen Transfer von neuen Erkenntnissen und Erfahrungen ins eigene Praxisfeld und dessen Reflexion in Form eines Arbeitstagebuchs, die selbstständige Weiterentwicklung des eigenen künstlerischen Schaffens, die Planung, Durchführung, Evaluation und Präsentation eines eigenen Praxisprojekts und mindestens drei kollegiale Hospitationen. Werden nicht alle Kompetenznachweise erbracht und bestanden, wird statt einem Zertifikat eine Bestätigung der absolvierten Kurstage und erbrachten Leistungen ausgestellt.

Titel + Abschluss

Certificate of Advanced Studies (CAS) in «Kulturelle Bildung – Kreativität ermöglichen ab der frühen Kindheit»

Dozentinnen + Dozenten

Studienleitung

Karin Kraus: Kunstpädagogin und Gestalterin FH, Co-Leitung der nationalen Initiative «Lapurla» in Kooperation mit der Direktion Kultur und Soziales (Migros-Kulturprozent), Dozentin und Lehrbeauftragte Ästhetische Bildung, Autorin.

Partner

Voraussetzungen + Zulassung

Der CAS richtet sich explizit an Leitungs- und Fachpersonen aus den Bereichen Frühe Kindheit, Bildung, Kultur und Soziales:

  • Frühbereich (Kita, Spielgruppe, Tageseltern usw.)
  • Wald- und Naturpädagogik (Waldspielgruppen, Waldkindergarten etc.)
  • Bildungs- und Schulwesen (Kindergarten, Primarstufe, Hort, Tagesstrukturen usw.)
  • Sonder- und Heilpädagogik (Logopädie, Ergotherapie Psychomotorik usw.)
  • Sozialarbeit (Heimbereich, soziale Einrichtungen usw.)
  • Sozio-Kultur (Gemeinschaftszentren, Freizeitanlagen, Spielplätze usw.)
  • Kunst- und Kulturvermittlung (Museen, Kulturstätten, Festivals usw.)
  • Kunst (KünstlerInnen mit besonderem Interesse an Kindern von 0–6)

Zulassungsbedingungen

Der Studiengang setzt in der Regel einen Abschluss einer pädagogischen Ausbildung voraus oder einen Kunsthochschulabschluss und/oder eine andere gleichwertige Aus- bzw. Weiterbildung. Des Weiteren ist Berufserfahrung mit Kindern im Alter zwischen 0 und 6 Jahren und/oder in der Kunst- und Kulturvermittlung von Vorteil. Es wird zudem ein vertieftes Interesse an Entwicklungs- und Lernprozessen von Kindern im Vor- und Grundschulalter erwartet.

Ausnahmen

Es können auch Personen mit mehrjähriger Erfahrung im Berufsfeld aufgenommen werden, die über keinen entsprechenden Abschluss verfügen. Die Aufnahme «sur dossier» ist in Absprache mit der Studienleiterin möglich. Es besteht zudem die Option, max. drei Kurstage in Modul 1 als Gasthörer zu besuchen.

Anmeldung

Zur Anmeldung werden ein Motivationsschreiben, der Lebenslauf sowie die relevanten Diplomkopien benötigt. Die Studienleitung entscheidet aufgrund der eingereichten Unterlagen und dem persönlichen Aufnahmegespräch über die Aufnahme. Vor Ihrer Online-Anmeldung empfehlen wir ein Gespräch mit der Studienleitung.

Sprachkenntnisse

Deutsch

Organisation + Anmeldung

Der CAS Kulturelle Bildung ist berufsbegleitend, dauert zehn Monate und umfasst 12 ECTS. Ein ECTS entspricht einer Arbeitszeit von 30 Stunden, d.h. es ist mit einem Arbeitsaufwand von ca. 360 Stunden zu rechnen.

September–Dezember: Fr-Sa, 9:15–17:00 Uhr (1x pro Monat)
Intensivwoche im Januar: Mo-Fr, 9:15–17:00 Uhr
März–Juni: Freitag, 9:15–17:00 Uhr (3 Kurstage)

Änderungen vorbehalten.

Weiter erfolgt die Teilnahme an den Dialog-Werkstätten im Rahmen der nationalen Initiative Lapurla – Kinder folgen ihrer Neugier sowie Mitarbeit an der Museumsnacht Bern.

Anmeldeschluss: 1. Juni 2020
Studienbeginn: Herbstsemester 2020

Anmeldungen für Einzelkurstage der Durchführung 2019 werden noch entgegengenommen.

Studiengebühr CHF 5'180 plus Einschreibegebühr CHF 250. Die Kosten für den Besuch einzelner Kurstage als Gasthörer belaufen sich auf CHF 325 pro Kurstag. Spesen und Reisekosten gehen zulasten der Teilnehmenden. Die Gebühren sind steuerlich absetzbar.

Beratung + Veranstaltungen

Studienberatung

Studienleitung: Karin Kraus
Telefon +41 31 848 38 47 (Mo & Do)

Sekretariat Weiterbildung
Telefon +41 31 848 38 15

Studienort + Infrastruktur

Der Kontaktunterricht findet mehrheitlich am Standort Fellerstrasse statt. Des weiteren gibt es Kurstage am Standort Biel und Kurstage in Zürich an der Pädagogische Hochschule Zürich und dem Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien SIKJM.