Freidrehen: Ein Gespräch mit Filmregisseur Jakob Lass

Im Gespräch mit Kai Ivo Baulitz erläutert Jakob Lass die Vorteile (und Herausforderungen) einer auf Schauspielimprovisation basierenden Arbeitsweise.

07.10.2026, 19.00–20.00 Uhr – online

Portrait der Filmschauspielerin Ella Rumpf, fotografiert von Andreas Lumineau
Bild: Anselm Belser

Filmschauspiel ohne festgelegte Dialoge? Durchaus! Jakob Lass' auf Schauspielimprovisation basierende Arbeitsweise ist Thema dieses Webinars: Das Ziel dieser Arbeitsweise ist es, authentische und lebendige Szenen zu schaffen. Dabei arbeitet Lass mit Statusdynamiken, um eine Erzählung zu formen, erforscht mit den Schauspieler*innen, wie aus Bedürfnissen lebendige Beziehungen entstehen und wie aktives Zuhören und Durchlässigkeit zu glaubwürdigen Reaktionen führen.

Jakob Lass

...verunsicherte bereits als in jungen Jahren die Bühnen der bayrischen Provinz. Nach mehreren Ablehnungen an deutschen Filmhochschulen realisierte er 2007 die Mockumentary Bademeister Paul, die erste Festivalpreise gewann. 2009 begann er sein Regiestudium an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf. Bereits im ersten Studienjahr entstand Frontalwatte mit Franz Rogowski in der Hauptrolle. Internationale Aufmerksamkeit erhielt Jakob Lass mit Love Steaks, der 2013 beim Filmfest München mehrfach ausgezeichnet und für den Deutschen Filmpreis nominiert wurde. Mit Tiger Girl schloss er sein Studium ab; der Film feierte 2017 seine Premiere auf der Berlinale in der Sektion Panorama Specials. Es folgten die improvisierte Romanverfilmung So Was Von Da sowie die Comedy-Serie How to Dad (2022), produziert für die ARD Mediathek. 2019 erhielt Jakob Lass das Stipendium der Villa Aurora in Los Angeles.

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