Theater

Der Bachelor Theater/Schauspiel der HKB vermittelt handwerkliches Können mit Blick auf das sich verändernde zeitgenössische Theater.

Der Studiengang:

  • steht in der Tradition der Berner Schauspielschule, die sich seit ihrer Gründung als innovative Ausbildungsstätte für zukünftige Schauspielerinnen und Schauspieler auszeichnet,

  • vermittelt handwerkliches Können mit Blick auf das sich verändernde zeitgenössische Theater,

  • bereitet Sie auf die Arbeit vor – sowohl in einem Theaterensemble als auch in Film und Fernsehen,

  • befähigt Sie, eigene kreative Impulse in künstlerische Prozesse einzubringen und zu gestalten, 

  • befähigt Sie, eigene künstlerische Ideen zu entwickeln und umzusetzen, um sich so in einem bewegten Berufsumfeld dauerhaft positionieren zu können,

  • enthält ein Praxissemester im 6. Semester, in dem Sie an unseren Partnertheatern arbeiten und für ein halbes Jahr in deren Ensemble spielen. 

Steckbrief

  • Titel/Abschluss Bachelor of Arts (BA)
  • Vertiefungen Keine
  • Studienform Vollzeit (6 Semester)
  • Studienbeginn 17.2.2020
  • Anmeldefrist 15.11.2019
  • Anzahl ECTS 180 ECTS-Credits
  • Unterrichtssprache Deutsch
  • Studienort Bern
  • Departement Hochschule der Künste Bern
  • Studienführer

Studiengangsbroschüre Bachelor Theater/Schauspiel

Inhalt + Aufbau

Das Bachelor-Studium Theater/Schauspiel an der Hochschule der Künste Bern ist eine breit angelegte Grundausbildung zum Schauspieler, zur Schauspielerin im Theater oder in theaternahen Formaten. Im Zentrum des Studiums stehen die praktische schauspielerische Arbeit, die Förderung der Entfaltung einer individuellen Ästhetik, sowie die Vermittlung von Kompetenzen zur Entwicklung und Umsetzung eigener künstlerischer Ideen.

Portrait

Der praxisorientierte Unterricht gliedert sich in die Module Darstellung, Körper, Sprechen/Stimme, Theorie, Expanded Practice, Bachelor-Thesis. Die regelmässige Arbeit in Projekten ist ein Schwerpunkt und eine Besonderheit der Ausbildung an der HKB. Die Projektarbeit fördert die Entwicklung eigener künstlerischer Ideen und Darstellungsmöglichkeiten. Die Studierenden haben so bereits während des Studiums die Möglichkeit, begleitet von Dozierenden, eigene Theater-, Tanz- oder Performanceprojekte zu realisieren. 

Ausbildungsziele

Ziel des Bachelor-Studiums Theater/Schauspiel ist die Befähigung zur selbständigen, künstlerischen Arbeit als Schauspieler / Schauspielerin im heutigen Theater- und Kulturbetrieb. Ein weiterer Schwerpunkt der Ausbildung liegt in der eigenen, schöpferischen Arbeit: Ergänzende Kompetenzen in der selbständigen Initiierung und Durchführung von künstlerischen Projekten bereiten die Studierenden auf die Anforderungen der Berufswelt vor.

Die Absolventinnen und Absolventen verfügen mit Abschluss des Studiums über folgende Kompetenzen:

  • Körper, Stimme, Intellekt und künstlerische Intuition gesamthaft als „darstellerisches Instrument“ verwenden.
  • Das Publikum erreichen und bewegen.
  • Beherrschen der Zeichensysteme des Theaters.
  • Die eigenen Ausdrucksmittel an verschiedene Formate und Spielweisen anpassen.
  • An darstellerischen Aufgaben methodisch arbeiten.
  • Mit den spezifischen darstellerischen Anforderungen verschiedener Medien umgehen.
  • Künstlerische Prozesse mitgestalten.
  • Eigene kleinere Projekte entwickeln, planen, umsetzen und reflektieren.
  • In spartenübergreifenden Projekten adäquat mitarbeiten.
  • Kennen der Grundlagen der Beziehungen zwischen Inhalt/Form, Ausdrucksmittel/Dramaturgie.
  • Grundkenntnisse in Theater- und Kulturgeschichte, Ästhetik, Theorie und Geschichte der Künste besitzen und einsetzen.
  • Recherchemethoden anwenden und theoretische und historische Kenntnisse nutzbar machen.
  • Die eigene künstlerische Praxis reflektierend gestalten.
  • Eigene künstlerische Ideen mündlich und schriftlich formulieren.
  • Mit kritischen Urteilen über die eigene und fremde Arbeiten umgehen sowie eigene kritische Urteile angemessenen formulieren und begründen.
  • Im Team Verantwortung übernehmen.
  • Konflikte und Widersprüche erkennen, aushalten und dem Arbeitsprozess dienlich machen.
  • Auch unter Druck gut arbeiten können.
  • Angemessene Lernstrategien einsetzen.
  • Methoden der Kreation verstehen, anwenden und individuell weiterentwickeln.
  • Individuelle Trainingsprogramme entwickeln und damit die eigenen darstellerischen und künstlerischen Kompetenzen auch nach der BA-Ausbildung kontinuierlich erweitern.

Vertiefungen + Schwerpunkte

Der Bachelor Theater/Schauspiel ist ein breit angelegter Studiengang. Er arbeitet und stützt sich auf die individuellen künstlerischen Schwerpunktsetzungen der Studierenden.

Studienform + Dauer

Der Bachelor-Studiengang Theater/Schauspiel ist ein Vollzeitstudium und umfasst sechs Semester (180 ECTS-Credits). Die Ausbildung gliedert sich in sechs Module, die inhaltlich und methodisch gegliedert sind.

Studienplan + Module

Das Studium ist in folgende Modulgruppen gegliedert:

In der Modulgruppe Darstellung werden grundlegende schauspielerisch-darstellerische Kompetenzen vermittelt. Dabei steht die Entwicklung eines Bewusstseins für das eigene, unverwechselbare, schöpferische Potential und das Training von schauspielerischem Handwerk im Vordergrund.

In der Modulgruppe Körper werden die Studierenden für die Wechselseitigkeit von Wahrnehmung und körperlicher Ausdrucksmöglichkeit sensibilisiert. Ziel ist die Erweiterung und Differenzierung der körperlichen Ausdrucksmöglichkeiten sowie eine Individualisierung, die dem spezifischen Potential jeder Studierendenpersönlichkeit Rechnung trägt. Darüber hinaus wird ein bewusster Umgang mit Körperimpuls und Körpergedächtnis als Ausgangspunkt von Improvisation und Kreation trainiert.

Im Zentrum der Arbeit der Modulgruppe Stimme steht die Ausbildung individueller sprecherischer, stimmlicher und gesanglicher Ausdrucksmittel. Die Studierenden lernen diese für die schauspielerisch-darstellerische Gestaltung zu beherrschen, anzuwenden, selbständig weiterzuentwickeln und den ästhetischen Setzungen einer Theaterarbeit anzupassen. 

In den Lehrveranstaltungen der Modulgruppe Theorie werden Methoden und Kenntnisse vermittelt und angewandt, die den Studierenden Reflexion und Kommunikation über Theater sowohl in historischem Kontext als auch in Bezug zur aktuellen Theaterlandschaft ermöglichen. Hierbei spielt die Wechselwirkung von Theorie und Praxis eine zentrale Rolle. Die Untersuchung auch theaterfernen Kunstschaffens ermöglicht die Kontextualisierung der individuellen, künstlerischen Auseinandersetzung. Darüber hinaus werden Methoden der künstlerischen Recherche und der Projektentwicklung vermittelt.

In der Modulgruppe Expanded Practice stehen das Lernen am Projekt und die praktische Vertiefung disziplinärer und disziplinübergreifender künstlerischer Methoden im Vordergrund. Nebst dem Erwerb spezifischer Kompetenzen für die Entwicklung und Umsetzung von Projekten auf künstlerischer und organisatorischer Ebene ist der Transfer, der in den Modulgruppen 1 bis 4 erworbenen Kompetenzen wesentlicher Inhalt dieser Modulgruppe. Die Vermittlung von Kreationstechniken ist fester Bestandteil dieser Module.

Die einzelnen Teile der Bachelor-Thesis dienen dem Nachweis modulübergreifender Kompetenzen. Die Einzelheiten sind im Modulplan und in den jeweiligen Modulbeschreibungen aufgeführt.

Mobilität + Austausch

Möchten Sie als Studentin, als Student aus der Schweiz gerne in einem anderen Land wohnen, dort studieren oder arbeiten? Oder möchten Sie ein Gastsemester an einer anderen Schweizer Hochschule verbringen? Oder kommen Sie aus dem Ausland und wollen ein Semester an der Berner Fachhochschule verbringen? Mobilitätserfahrungen sind immer einmalig und wertvoll. Wir ermöglichen Ihnen, während des Studiums Austauschsemester und Praktika im In- oder Ausland zu absolvieren.

Dozentinnen + Dozenten

Externe Dozierende werden sowohl in der Lehre als auch in Auswertungen regelmässig hinzugezogen. 

Partner

Die HKB ist mit zahlreichen Partnerhochschulen im In- und Ausland verbunden und arbeitet in vielen Projekten mit internationalen Partnern zusammen. Zudem ist sie Mitglied in diversen internationalen Netzwerken.

Der Studienbereich Theater ist über die „Ständige Konferenz Schauspielschulen“ vernetzt mit den Hochschulen für Theater im deutschen Sprachraum. Im Zuge der Veränderungen der Theaterlandschaft gewinnen darüber hinaus internationale Partnerschaften an Bedeutung: Rotterdam, Bogota, Giessen und Hildesheim, Berlin. Der Studiengang kooperiert über die im Modulplan verankerten Praxissemester fest mit verschiedenen Theatern oder festen Ensembles. 

Voraussetzungen + Zulassung

Das Bachelor-Studium Theater setzt eine hohe Selbständigkeit voraus. Verlangt werden Bühnenausstrahlung, Bühnenpräsenz und ein körperliches, stimmlich-sprachliches und darstellerisches Ausdruckspotenzial. Psychische und physische Belastbarkeit sind Voraussetzungen für das Studium.

Zulassungsbedingungen

Die Studienplätze sind begrenzt (sogenannter Numerus Clausus). Die Eignung zum Studium wird mit einer Prüfung abgeklärt. Wir setzen eine hohe Motivation, Ausdauer, Belastbarkeit und Selbständigkeit voraus sowie die Bereitschaft, sich in Hochschulprojekte aktiv einzubringen.

Schulische Voraussetzungen

Voraussetzung für die Zulassung zur Aufnahmeprüfung ist in der Regel eine gymnasiale Matur oder ein gleichwertiger Abschluss (Berufsmaturität, Fachmaturität, Abitur). Bei besonderer künstlerischer Begabung kann vom Abschluss der Sekundarstufe II abgesehen werden.

Berufliche Voraussetzungen

Berufserfahrung wird nicht vorausgesetzt.

Kenntnisse + Fähigkeiten

Der Eintritt ins Studium setzt folgende Kompetenzen voraus:

  • Bühnenausstrahlung und Bühnenpräsenz.
  • Darstellerisches, körperliches, und stimmlich-sprachliches Ausdruckspotenzial.
  • Originärer künstlerischer Veräusserungs- und Gestaltungswille.
  • Reflexion einer Textvorlage und Umsetzung in eine spielerische Handlung.
  • Künstlerische Phantasie.
  • Künstlerische und gesellschaftliche Neugierde, die über theaterspezifische Belange hinausweist. 
  • Dialog- und Kritikfähigkeit (aktiv und passiv).
  • Physische und psychische Belastbarkeit.

Sprachkenntnisse

Als Bühnensprache wird die deutsche Sprache gelehrt. Unterrichtssprache im Bachelor-Studium ist deutsch, auf Masterstufe deutsch und englisch.

Ausländische Bewerbende

Ausländische Staatsangehörige benötigen ein gültiges und von der Schweiz anerkanntes Reisepapier, oft ist auch ein Visum erforderlich. Ausserdem müssen internationale Studierende gleich nach der Annahme des Studienplatzes eine Aufenthaltsbewilligung beantragen und eine Finanzgarantie vorweisen können. Zudem müssen sie vor Studienbeginn eine Krankenversicherung abschliessen. Bitte informieren Sie sich genau über Ihre spezifischen Einreisebestimmungen. Weitere Informationen finden Sie hier.

Das Zulassungsverfahren zum Bachelor verläuft in zwei Stufen: 
Vortest (1. Runde) und Eignungsabklärung (2. Runde).

Vortest (1. Runde)

Der Vortest dient dem Nachweis grundlegender darstellerischer Kompetenzen. Dieser Teil des Zulassungsverfahren dauert circa einen halben Tag. Für den Vortest sind vorzubereiten: 

  • ein kurzer Monolog aus der antiken oder der klassischen Theaterliteratur 
  • ein kurzer Monolog aus der modernen Theaterliteratur ab Beginn des 20. Jahrhunderts 
  • ein frei gewählter kurzer Monolog oder eine selbst entwickelte Szene/Präsentation
  • ein kurzes Lied 
  • ein Gedicht

Anmerkung: Für die Rollenwahl ist das persönliche Interesse an der Figur entscheidend. Lesen Sie das ganze Stück, damit Sie sich optimal mit der Rolle auseinandersetzen können.
 
Wenn Sie in den letzten 18 Monaten die Prüfung an der HKB oder an einer anderen öffentlichen Hochschule bestanden haben, brauchen Sie den Vortest nicht mehr zu absolvieren und können sich direkt für die Eignungsabklärung (2. Runde) anmelden.

Eignungsabklärung (2. Runde)

Die Eignungsabklärung entscheidet über die Zulassung zum Studium. Sie dauert zwei Tage und besteht aus einer praktischen Prüfung und einem Einzelinterview. 
 
Im Rahmen der Eignungsprüfung werden die Kompetenzen in den Bereichen Körper, Sprechen/Stimme, Darstellung/Schauspiel, die Fähigkeit zum konzeptionellen Denken und die Selbstkompetenz geprüft. 

  1. Praktischer Teil

Arbeitsgrundlage sind auch hier die für den Vortest vorbereiteten Rollen bzw. die eigene Präsentation, ein Lied und ein Gedicht (siehe oben). Die Jury des Vortests kann Ihnen weitere Vorbereitungsaufgaben für die Eignungsabklärung stellen. 

  1. Einzelinterview

Das Einzelinterview basiert auf dem Motivationsschreiben (siehe Anmeldung) und den Ergebnissen der praktischen Prüfung. Wichtige Parameter im Gespräch sind Motivation, bisherige Theatererfahrungen, Berufsbild und Reflexionsvermögen der Bewerberin oder des Bewerbers.

Termine & Kursdauer

3 Intensivwochenenden, jeweils Sa/So 10–17 Uhr

Frühlingssemester 2020

Sa/So 29. Februar / 1. März 2020
Sa/So 7./8. März 2020
Sa/So 14./15. März 2020

Anmeldeschluss: 14. Februar 2020

Voraussetzungen

Ausgeprägtes Interesse am Theater, eventuell verbunden mit der Absicht, dies in einem anschliessenden Studium zu vertiefen.

Alter

17 bis 28 Jahre

Kursleitung

Dozierende des Studienbereichs Theater der HKB: Darstellung, Sprechen, Bewegung

Kosten

CHF 650.–
42 Unterrichtseinheiten à 60 min

Kursort

Der Kursort ist Bern.

Teilnehmer/innen

12 bis 16 Personen

Abschluss

Zertifikat, auf Wunsch mit individueller Beurteilung

Ziel

Der Kurs richtet sich an junge Menschen, die an einer professionellen Arbeit im Theaterbereich interessiert sind und erste Erfahrungen in einem professionellen Umfeld sammeln möchten. Die Dozierenden kennen die Theater- und Ausbildungsrealität und bringen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern diese in praktischer Arbeit nahe. Der Kurs orientiert sich an der Ausbildungsrealität des Studiengangs Theater an der HKB und vermittelt Grundkenntnisse der Module: Darstellung, Sprechen, Bewegung und Theatertheorie.

Zielpublikum

Junge Menschen, mit ausgeprägtem Interesse am Theater, die in einem professionellem Umfeld erste Erfahrungen der beruflichen Arbeit sammeln, verschiedene  Entwicklungsmöglichkeiten erkennen und die Arbeitsrealitäten erleben möchten. Selbstverständlich kann der Kurs auch ohne das Ziel einer späteren professionellen Ausbildung besucht werden. Was es auf jeden Fall braucht: ... die Lust am Spiel!

Arbeitsform

Es wird je nach Thema und Inhalt in der grossen Gruppe, in Kleingruppen, zu zweit oder in besonderen Fällen auch einzeln gearbeitet. Die ganze Gruppe ist immer präsent und verfolgt auch die individuelle Arbeit bei bestimmten Übungen. Beobachten, Formulieren, Annehmen und Umsetzen von Kritik sind Teil der Arbeit.

Abschluss + Perspektiven

Ihre Berufsaussichten sind vielfältig: Sie reichen vom festen Engagement bis zu einer Positionierung im künstlerischen Umfeld mit Ihren eigenen Projekten, vom Schauspiel (Bühne oder Film) bis zu transdisziplinärer Zusammenarbeit mit Vertretern und Vertreterinnen anderer künstlerischer Ausdrucksformen. Sie können auch die Arbeit in theaterpädagogischer Richtung anstreben. Dabei hängt viel von Ihrer klaren individuellen Schwerpunktsetzung ab. Für deren Konsolidierung empfehlen wir Ihnen ein anschliessendes MA-Studium.

Titel + Abschluss

Das Studium schliesst mit dem Titel Bachelor of Arts (BA) in «Theater» ab.

Der Bachelor-Abschluss in Theater/Schauspiel bedeutet eine erste künstlerische Qualifikation und ermöglicht den Berufseinstieg in verwandte Berufsfelder.
 
Er ist Grundlage und Voraussetzung für ein weiterführendes Master-Studium. Der Master-Abschluss befähigt zur professionellen Theaterarbeit in einer gewählten Spezialisierung gemäss internationalen Standards.

Berufsbild + Perspektiven

Der Bachelor-Abschluss in Theater/Schauspiel ist eine erste künstlerische Qualifikation im Rahmen einer breit angelegten Theater-Grundausbildung. Mit dem Abschluss erwerben die Absolvierenden Basiskompetenzen für eine Arbeit am deutschsprachigen professionellen Theater oder in Radio, Film oder Fernsehen. Zudem stehen die selbstständige Projektentwicklung und -umsetzung auf dem Studienplan.

Die Berufsmöglichkeiten für Theaterschaffende sind vielfältig, der Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt jedoch hart. Neben den Festengagements an Theatern wird die Arbeit als freischaffende Künstlerin oder freischaffender Künstler immer wichtiger. Flexibilität und stete Lernbereitschaft sind Grundvoraussetzungen für eine erfolgreiche künstlerische Arbeit. 
 
Beispiele der Tätigkeitsgebiete:

  • Schauspielerin oder Schauspieler im Sprechtheater 
  • Mitarbeit in professionellen freien Theaterproduktionen 
  • Eigenständige Projekte im Bereich Performance oder in anderen theaternahen Disziplinen
  • Darstellerin oder Darsteller in Film und Fernsehen 
  • Radiosprecherin, Synchronsprecher, Hörbuchsprecherin
  • Verwandte Tätigkeitsgebiete in den Bereichen Coaching etc.

Organisation + Anmeldung

Bitte beachten Sie die Termine und Fristen sowie die Angaben zu den benötigten Unterlagen und Informationen.

Studienbeginn: 17.2.2020
Anmeldefrist: 15.11.2019

Für Studium und Prüfungen an der HKB werden verschiedene Gebühren fällig. 

Anmeldung* und Eignungsabklärung

CHF/EUR 50.–

Immatrikulation

CHF 100.–

Studiengebühr (pro Semester)

CHF 750.–

Studiengebühr für Bildungsausländer/innen** (pro Semester)

CHF 950.–

Prüfungsgebühr (pro Semester)

CHF 80.–

Gebühr für soziale und kulturelle Einrichtungen sowie für Sport (pro Semester)    

CHF 24.–

Mitgliederbeitrag Verband Studierendenschaft der BFH (VSBFH) (pro Semester) 

CHF 15.–

Beurlaubungsgebühr pro Semester

CHF 100.–

*Die Gebühr für beide Prüfungsteile zusammen (s.o.) beträgt CHF/EUR 50.– und ist am Tag des Vortests vor der Prüfung zu entrichten. Bei bestandener Prüfung und Annahme des Studienplatzes ist die Immatrikulationsgebühr von CHF 100.– und die Gebühr für die Eignungsabklärung von CHF 150.– geschuldet. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an das Studiengangssekretariat.
**Als Bildungsausländer/innen gelten alle Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit, die zum Zeitpunkt des Erlangens des Hochschulzulassungsausweises ihren zivilrechtlichen Wohnsitz weder in der Schweiz noch im Fürstentum Liechtenstein hatten.

Die Immatrikulationsgebühr kann per Kreditkarte oder auf Wunsch auch via Einzahlungsschein innert 10 Tagen beglichen werden. In diesem Fall wird eine Bearbeitungsgebühr von CHF 10.– erhoben. Erlass oder Rückerstattung, etwa im Fall einer Abmeldung oder Nichtteilnahme am Verfahren, ist ausgeschlossen.

Fachhörer/innen

CHF 150.– pro Kurs und Semesterwochenstunde
Es ist nur die passive Teilnahme an Klassenunterricht möglich (einzelne, ausgewählte Vorlesungen, Seminare, kein Einzelunterricht).

Ausbildungsbeiträge werden in Form von Stipendien und Darlehen vergeben. Stipendien sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche bei normalem Verlauf der Ausbildung nicht zurückbezahlt werden müssen. Darlehen sind einmalige oder wiederkehrende Beiträge, welche nach Abschluss der Ausbildung zurückgezahlt werden müssen. Es gibt private Stiftungen und Fonds, die Studierende finanziell unterstützen. Konsultieren Sie das elektronische Stiftungsverzeichnis des Eidgenössischen Departements des Innern. Weitere Infos finden Sie auf dieser Übersichtsseite.

HKB-Stipendienfonds

Viele Studierende der HKB leben in prekären finanziellen Verhältnissen. Neben dem anspruchsvollen und zeitaufwendigen Studium, sind die Verdienstmöglichkeiten eingeschränkt. Die Lebensunterhaltskosten sind in der Schweiz im europäischen Vergleich besonders hoch. Dies führt dazu, dass eine Arztrechnung, eine ausreichend gesunde Ernährung sowie die Bezahlung der Mietkosten oder der Semester- und Prüfungsgebühren zu einem belastenden Problem werden können. Hier leistet der Stipendienfonds der HKB gezielte Unterstützung. Sollten Sie als Studentin oder Student der HKB die Unterstützung und Beratung des Stipendienfonds benötigen, nutzen Sie das Antragsformular Stipendienfonds. Bitte geben Sie das vollständig ausgefüllte Gesuch im Sekretariat Ihres Studiengangs ab. Die Einreichefrist für die Gesuche um einen Semestergebührenerlass läuft jeweils vom 15. Mai bis 15. Juni (für das folgende Herbestsemester) respektive vom 15. November bis 15. Dezember (für das folgende Frühlingssemester).

Kantonale Stipendien

Für die Gewährung von Stipendien und Darlehen ist sowohl für Schweizer Studierende als auch für ausländische Studierende grundsätzlich derjenige Kanton zuständig, in dem die Eltern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben. Studierende, die seit mindestens zwei Jahren im Kanton Bern ihren steuerrechtlichen Wohnsitz haben, können sich um kantonale Stipendien und Darlehen bewerben. Anträge sind bei der Abteilung Ausbildungsbeiträge der Erziehungsdirektion einzureichen.

Weitere

Weitere Informationen (inkl. Prognoserechner)

Auf den Websites ausbildungsbeiträge.ch, stipendium.ch bzw. European Funding Guide können Sie die wichtigsten Informationen rund um das Stipendienwesen in der Schweiz bzw. im Ausland abrufen.

Unterstützung durch Kulturförderung

Off-Stage-Stipendien für Berner Theaterschaffende

Das Amt für Kultur des Kantons Bern schreibt jedes Jahr Off-Stage-Stipendien für professionelle Berner Theater- und Tanzschaffende (Einzelpersonen oder Kollektive) aus.

Kontakt

Bei Fragen zu Stipendien und Darlehen wenden Sie sich bitte an Sebastian Ledesma.

Der Bachelor Theater/Schauspiel ist ein Vollzeitstudium. Jobs sind deshalb während des Studiums nur in begrenztem Masse möglich. Die Studienzeiten können je nach Modul erheblich variieren. Das Studium Bachelor Theater/Schauspiel ist in diesem Sinne nicht familienfreundlich. 

Die Berner Fachhochschule BFH fördert die Vereinbarkeit von Studium, Berufstätigkeit und Betreuung von Angehörigen.

Die BFH bietet Studierenden und Mitarbeitenden eine beschränkte Anzahl Kitaplätze an. Interessierte Studierende und Mitarbeitende finden die Unterlagen auf dem BFH Intranet.

Die Preise sind einkommensabhängig und richten sich nach den kantonalen Tarifen gemäss der Verordnung über die Angebote der sozialen Integration (ASIV) des Kantons Bern. Die Anmeldung für einen Kitaplatz erfolgt über das Webformular im BFH Intranet.

Angehende Studierende und Mitarbeitende ohne Intranet-Zugriff wenden sich bitte an Frau Corinne Badertscher (Tel. 031 848 33 01, corinne.badertscher@bfh.ch). Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf einen Kitaplatz.

Studierende müssen ihre Dienstpflicht auch während des Studiums wahrnehmen. Planen und koordinieren Sie Studium und Dienstpflicht frühzeitig.

Wir empfehlen Ihnen dringend, die Rekrutenschule und den Ersteinsatz im Zivildienst vor Beginn des Studiums vollständig zu absolvieren. Werden sie während des Studiums absolviert, hat dies Absenzen zur Folge und kann zur Verlängerung der Studiendauer führen.

Allgemeine Informationen zu Rekrutierung und Zivildienst

Beratung

Informationen zur Koordination von Studium und Dienstpflicht erhalten Sie bei der HKB-Studierendenadministration (+41 31 848 49 49).

Das Anmeldefenster für den nächsten Zyklus mit Studienbeginn im Februar 2020 ist jetzt offen. Bitte reichen Sie das ausgefüllte Formular zusammen mit den Beilagen bis spätestens 15.11.2019 ein.

Infrastruktur + Studienort

HKB Theater Zikadenweg

Der 2012 bezogene Standort des Studienbereichs Theater verfügt über 3'000 Quadratmeter Arbeits- und Präsentationsräume, darunter drei flexibel einzurichtende Bühnen mit professioneller Theatertechnik: Haupt-, Studio- und Probebühne. Neun grosse Projekträume stehen den Studierenden als Proberäume und Arbeitsateliers ebenso zur Verfügung wie ein Schnittraum für Video und Ton. Der Bewegungsraum und mehrere Arbeitsateliers, eine Werkstatt, ein Fundus für Requisiten und Kostüme sowie eine Theaterbibliothek bieten den Studierenden eine ausgezeichnete Umgebung für das intensive Theaterstudium. 

Andere Standorte der HKB 

Nebst den Räumen vor Ort haben die Studierenden Zugriff auf Einrichtungen an den anderen Standorten der HKB. Das MediaLab ist das Kompetenz- und Dienstleistungszentrum für audiovisuelle Gestaltung und Fotografie an der HKB. Die Mitarbeitenden des MediaLab führen Lehrveranstaltungen durch und bieten Fotografie- und Videotrainings an. Sie beraten Studierende und Dozierende bei inhaltlichen und technischen Fragen. Arbeitsplätze und Studios sind mit einer umfangreichen Produktionsinfrastruktur ausgerüstet und stehen rund um die Uhr zur Verfügung. Die Mediothek ist die Bibliothek der Fachbereiche Gestaltung und Kunst sowie Konservierung und Restaurierung und des Y Instituts (Institut für Transdisziplinarität). Sie steht mit ihren 35'000 Medien allen HKB- Studierenden offen.