Music in Context

Die beste Kunst bleibt wirkungslos, wenn sie nicht ihr Publikum findet. Darum hat die HKB Musik mit dem Cluster Music in Context einen Schwerpunkt der künstlerischen Musikvermittlung gewidmet.

Die Angebote des Clusters:

  • stehen allen Studierenden des Fachbereichs Musik offen.
  • erlauben es Ihnen, sich in unterschiedlich aufwändigen Lehrformaten die aktuellsten Methoden anzueignen, um Kompetenzen im Bereich der künstlerischen Musikvermittlung zu erlangen,
  • ermöglichen Ihnen, Konzertdramaturgien und -kontexte für Menschen aller Altersstufen sowie unterschiedlicher sozialer und kultureller Herkunft attraktiv zu gestalten,
  • bieten Hintergründe zu diversen musikalischen Positionen im Zusammenhang mit einem unorthodoxen Umgang mit Musik,
  • unterstützen Sie dabei, Kooperationen mit anderen Künsten und aussermusikalischen Partnern einzugehen und künstlerisch-partizipative Projekte von der Finanzierung bis zur Durchführung organisatorisch umzusetzen,
  • bereiten Sie darauf vor, als freischaffende Musikvermittlerin oder Musikvermittler tätig zu sein oder sich auf Stellen im Bereich Kulturvermittlung in Orchestern oder Festivals zu bewerben.

Lehrformate

Wenn Sie sich in Ihrem Studium an der HKB vertieft mit künstlerischer Musikvermittlung und Konzertkontext auseinandersetzen möchten, können Sie zwischen folgenden Angeboten wählen:

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Inhalt

In der Vertiefung Music in Context führen die Teilnehmenden ein eigenes performatives Projekt durch, das mindestens eine spezifische Gesellschaftsgruppe anspricht. Ausserdem planen sie transdisziplinäre Experimente und Aktionen und testen Konzertformate. In nationalen und internationalen Exkursionen erhalten sie vertieften Einblick in Best-Practice-Beispiele performativer Musikvermittlung und progressiver Konzertveranstaltung. Als Abschluss erarbeiten sie eine frei gestaltbare Performance, für die zwei externe Mentor*innen beigezogen werden können. Parallel dazu erstellen sie einen Businessplan für ein Teilhabe-Projekt.

Leitung: Barbara Balba Weber
ECTS-Credits: 20

Aufbau

  • Einzelunterricht: wöchentlich 45’ (oder blockweise)
  • Gruppenunterricht: 5 x 3 Stunden pro Semester
  • Konzipierung und Durchführung einer spezifischen Aktion mit experimentellem Charakter
  • Forschungstoolbox zum Semesterfokus
  • Projektmanagement: 2 Blocktage im FS und Selbststudium
  • Wahlkurs «Salon- und Kellerkonzertchen» (im HS)
  • Wahlkurs «Neue Konzertformate» (im FS)
  • Exkursionen: 2 Gruppenexkursionen und 2 selbständige Exkursionen


 

Inhalt

Der zweisemestrige Minor eignet sich für Studierende aus dem ganzen FB Musik, die gesellschaftlich und interdisziplinär interessiert sind. Im Einzelunterricht konzipieren sie ein eigenes performatives Projekt für mindestens eine spezifische Gesellschaftsgruppe. Bei Bedarf kann dies mit anderen laufenden Projekten kombiniert werden wie z.B. Masterthesis oder Ensemblegründung. Es besteht die Möglichkeit, an nationalen und internationalen Exkursionen teilzunehmen. Abschluss bildet ein Konzept für ein Projekt, das Festivals, Konzertveranstaltern und diversen weiteren Institutionen verkauft oder in Eigenregie durchgeführt werden kann.

Leitung: Barbara Balba Weber
ECTS-Credits: 20

Aufbau

  • Einzelunterricht: wöchentlich 45’ (oder blockweise)
  • Gruppenunterricht: 5 x 3 Stunden pro Semester
  • Konzipierung und Durchführung einer spezifischen Aktion mit experimentellem Charakter
  • Forschungstoolbox zum Semesterfokus
  • Projektmanagement: 2 Blocktage im FS und Selbststudium
  • Wahlkurs «Salon- und Kellerkonzertchen» (im HS)
  • Wahlkurs «Neue Konzertformate» (im FS)
  • Gruppenexkursion oder selbständige Exkursion in Absprache mit Cluster-Leitung


Wahlkurse für Studierende aller Bereiche:
 

Im 3-Jahres-Turnus stehen folgende Gesellschaftsgruppen jeweils ein Semester lang im Fokus:

  • Junge Erwachsene
  • Menschen mit Beeinträchtigung
  • Senior*innen
  • Migrant*innen
  • Ländliche Communities
  • Eliten

Anhand eines konkreten Themas erhalten Teilnehmende aus der ganzen HKB einen Einblick in die Grundlagen künstlerischer Forschung. Im Zentrum steht dafür ein eigenes Experiment im Sinne einer modernen Feldforschung, das im Kontext mit Ansätzen aus Ethnologie, Soziologie und Cultural Studies steht. Wir befragen, beschauen und behören jeweils eine bestimmte Gesellschaftgruppe und reagieren mit eigenen künstlerischen Mitteln darauf. Die Ergebnisse – Performances, Installationen, Projekt- und Aktionskonzepte – werden am Fokustag einer erweiterten Öffentlichkeit präsentiert.

Herbstsemester: Wo 46
Frühlingssemester: Wo 16

Leitung: Barbara Balba Weber und Gäste
ECTS-Credits: 2

Progressive Veranstaltungskonzepte im Mini-Format: Als Gegenbewegung zu Globalisierung und Digitalisierung experimentieren wir mit Konzerten in Privaträumen. Damit reagieren wir auf einen der Megatrends, die Re-Lokalisierung. So bekommen das unmittelbar Physische, das Lokale, das Selbstgemachte, das Private und Überblickbare wieder eine neue Bedeutung. Wir entwicklen gemeinsam interdisziplinäre Konzepte und experimentieren mit Musik, Licht, Kommunikation sowie musikalischer Involvierung eines Publikums und der Gastgeber*innen.

In diesem Kurs erhalten Teilnehmende die Skills, um mit modernen Formaten einen eigenen Weg in dieser Musikwelt zu suchen. Denn in den letzten zwei Jahrzehnten sind zahlreiche neue Konzertformate entstanden: Mittlerweile hat jedes Orchester und jeder Veranstalter vom Dunkel-, Liege- und Brunchkonzert über das Senioren-, Latenight- und Familienkonzert bis zum Mittendrin-, Zweimalhören- und Mitmachkonzert etwas im Angebot. Höchste Zeit, diese Formate kennenzulernen, zu testen und mit eigenen Ideen für die Zukunft gerüstet zu sein!